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Berliner Zeitung 01.06.2019

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Die Erinnerung an den D-Daylässt die Menschen in derNormandieauch nach 75 Jahren nicht los, und noch immer sindnichtalleToten geborgen SEITEN 4/5 Ist dasKunst oder kannman das wegtrinken? In Berlin treffen sich kreativeMilchschäumer zur „Latte Art“-Weltmeisterschaft SEITE6 DerTango istwieder da. Mitder ihm innewohnenden Migranten-Melancholie ist er der perfekte Tanz für die Entwurzelten unsererZeit SEITE7 GETTY Verkehrssenatorin: Zwangs-BVG-Tickets für Autofahrer – Kommentar Seite 8, Berlin Seite 13 Heute mit Service und Immobilien 15°/27° Sonne und Wolken Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,1./2. Juni 2019 Nr.125 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 2.00 € Berlin/Brandenburg: 1.80 € Auf der „Linie 1“ Im Magazin: Matchday Sind englische Fußballer ausgeschlafener? Seiten 2und 3 MAGAZIN D-Day Dieletzten Zeugen der alliierten Invasion Seiten 4und 5 Hochgeschlafen Ist der englischeFußball erfolgreicher,weil die Profis ausgeschlafener sind als in anderen Ländern? Die Premier-League-Clubs überlassennichts dem Zufall, auch die Nachtruhe wird trainiert. Zu Besuchbeim Schlafguru Nick Littlehales, der auch Jürgen Klopps FC Liverpool coacht SEITEN 2/3 Der Schaum der Tage „Latte Art“: Kaffeetrinken als Kunsterlebnis Seite 6 Sie waren ganz jung, so wie wir Um die Wette schäumen Die neue Kolumne Leben &Sterben Seite 7 Führen und Folgen Anzeige www.atala.de Neue Wälder braucht das Land Das Berliner Grips-Theater feiert 50. Geburtstag. Manches ist in die Jahre gekommen, immer neu bleibt das Ziel: Kinder ernst zu nehmen. Report Seiten 2und 3 LINIE 1–FOTOGRAFIERT VON DAVID BALTZER Sind Berlins Schiffe sicher? Berlin Seite 9 Berlin Seiten 10 und 11 Berlin versteht sich als Hauptstadt der Digitalwirtschaft, die Start-up-Szene ist so aktiv wie in nur wenigen anderen Metropolen weltweit, und in den vergangenen Jahren warenimmer mehr Investoren bereit, ihr Risikokapital in junge Unternehmen zu investieren. Nur die Tech-Giganten hielten sich eher zurück. Das soll sich jetzt ändern. Die Berliner Zeitung hat exklusiv erfahren, dass Google in den nächsten Jahren mehrere Hundert Arbeitsplätze hier schaffen will. Deshalb wurde in Mitte der Johannishof gekauft, der in den kommenden Jahren zunächst saniertwerden soll. Google-Sprecher Ralf Bremer erklärte: „Unsere Investition ist ein neuerliches Bekenntnis Googles zum StandortBerlin.“ Kampf um die Talente Das Tech-Unternehmen eröffnete vor zwölf Jahren sein erstes Büro in der Hauptstadt. Anfang des Jahres stellte Google dann seinen neuen Firmensitz in der Tucholskystraße vor, bezogen wurde ein repräsentativesGebäude mit einer Mischung aus denkmalgeschützter Architektur von Martin Gropius und modernem Großstadt-Design, wo ungefähr 140 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz fanden, 300 könnten es werden. Die Teams arbeiten an Projekten wie „Google for Start-ups“ und in Bereichen wie Google Play,Marketing, Politik, Softwareentwicklung, Sales und YouTube. Das Unternehmen geht davon aus,dass diese Sparten weiter wachsen werden, deshalb das neue Gebäude. Mehr Bedeutung hatten aber die Standorte in Hamburg(Deutschland- Zentrale) mit 600 Mitarbeitern und München (Entwicklungszentrum) mit 700 Fachkräften. Als Google im vergangenen Jahr in Kreuzbergeinen Campus für Start-ups eröffnen wollte, gab es heftigen Protest der Anwohner. Nach einer Hausbesetzung wurde das Projekt aufgegeben. An der grundsätzlichen Haltung Googles zur Hauptstadt hat das aber offensichtlich nichts geändert. Das neue Gebäude in der Johannisstraße verfügt über rund 11 000 Quadratmeter Nutzfläche. Google plant, das Gebäude in wenigen Jahren zusätzlich zum bestehenden Büro inder Tucholskystraße für die wachsende Belegschaft zu nutzen. Beide Gebäude sind nur etwa 300 Meter voneinander entfernt. DerJohannishof war 1910 als Produktionsstätte und Sitz eines Tabakherstellers errichtet worden. In den frühen 50er-Jahren wurde das Gebäude in ein Hotel umgewandelt. Der Johannishof wurde zuletzt 1999 renoviert und seitdem von verschiedenen Unternehmen als Gewerbefläche genutzt, auch Rocket Internet fand doch vor sieben Jahren eine Heimat. „Wir freuen uns sehr über dieses traditionsreiche und schöne Gebäude,gleich um die Ecke vonunserem bestehenden Büro“, sagte Bremer. Noch mehr Google in Berlin Nach Informationen der Berliner Zeitung hat der Tech-Konzern in Mitte ein großes Bürogebäude gekauft. In der Hauptstadt sollen mehrere Hundert Jobs entstehen VonJörg Hunke „Unsere Investition ist ein Bekenntnis zum Standort Berlin. Dadurch schaffen wir in den kommenden Jahren zahlreiche Arbeitsplätze.“ Ralf Bremer, Sprecher von Google Berlin DieStrategie vonGoogle passt zu den Überlegungen, die auch die anderen Tech-Giganten aus dem Silicon Valley verfolgen. DieLebenshaltungskosten und die Gehälter in Kalifornien steigen ständig. Ein Programmierer erhält in Kalifornien etwa 100 000 Dollar als Einstiegsgehalt, die Gehaltsspirale ist aber nach oben offen. Als Philipp Justus,Googles Vizepräsident für Zentraleuropa, bei der Büro-Eröffnung im Januar gefragt wurde,was Berlin tun müsse, um in diesem weltweiten Wettbewerb um die attraktivsten Standorte mithalten zu können, nannte er drei Punkte: Talente ausbilden, Talente aus aller Welt in die Stadt locken und bezahlbaren Wohnraum garantieren. In der vergangenen Jahren warendas drei Kriterien, die die Hauptstadt leicht erfüllen konnte. Justus stellte aber fest: „Berlin war eine günstige Hauptstadt, aber das ist nicht mehr so.“ Wasnochdazukommt: DerWettbewerb um die klugen Köpfe wird längst global geführt, Amazon, Google oder Apple eröffnen in verschiedenen Regionen der USA neue Büros und schauen weltweit nach den besten Talenten. Die New York Times schrieb, dass aus Silicon Valley jetzt Silicon Nation geworden sei. Demnächst lässt sich wohl von Silicon weltweit sprechen. Berlin ist bekannt für seine Spitzenforschung im digitalen Bereich. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller lobte neulich noch die Zusammenarbeit der Hochschulen und Universitäten mit Unternehmen in der Stadt. Dasmacht sich im Bereich der Start-ups bemerkbar,wo Berlin mit London und Parisumden Spitzenplatz in Europa streitet. Das zeigt sich aber auch im Bereich der Unternehmen. Bestes Beispiel: der Simens-Campus. Kernregion Deutschland Im vergangenen Jahr hatte Siemens erklärt, dass es 600 Millionen Euro in den kommenden Jahren fürdie Umstrukturierung der Siemensstadt ausgeben werde. „Hiersoll ein Stadtteil der Zukunft entstehen, der Produktion, Forschung, Lernen, Arbeiten, Wohnen undLebenbeispielhaft integriert“, sagte Vorstandsmitglied Cedrik Neike bei einer Vorstellung des Konzepts im März. Bis zum Jahr 2030 soll der Technologiepark und Brutkastenfür neue Ideen fertig sein. Selbstbewusst erklärte Siemens- Chef Joe Kaeser damals: „Hier in Deutschland, gerade in Berlin,gab es Gründungen schon, da gab es in SiliconValley noch gar keine Garagen.“ Eine klare Anspielung auch auf die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin, dievor 20 Jahren mit der Entwicklung der Suchmaschine in einem Hinterhof in Kalifornien anfingenund Googleinden Jahren danach zu einem Weltkonzern machten. Inzwischen ist das Unternehmen weltweit aktiv. „Deutschland gehört allerdings zu den Kernregionen“, sagte derPressesprecher. Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501801 61022 Sie beschäftigen inklusiv Menschen mit Schwerbehinderung? Das Land Berlin freut sich auf Ihre Bewerbung! Der Inklusionspreis wird in drei Kategorien ausgelobt: –Kleinunternehmen –Mittelständische Unternehmen –Großunternehmen Private sowie öffentliche Unternehmen jeder Größe und aller Wirtschaftsbereiche sind herzlich eingeladen, am Wettbewerb teilzunehmen. Neben Bewerbungen von alteingesessenen Firmen ist die Teilnahme von Start-up- und neu gegründeten Unternehmen ausdrücklich erwünscht. Die Gewinner erhalten jeweils: •Eine Geldprämie •Eine Skulptur •Eine Urkunde Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen eines Festaktes am 11. November 2019 im Wappensaal des Roten Rathauses. Ihre Bewerbung richten Sie bitte an: Landesamt für Gesundheit und Soziales –Integrationsamt Frau Nelli Stanko –IICÖA∙Darwinstraße 15 ∙10589 Berlin ·Telefon: 030/90229-3307 Bewerbungsschluss: 31.07.2019 · Näheres im Internet: www.berlin.de/inklusionspreis Für den Inhalt verantwortlich: Nelli Stanko –IICÖA V.i.S.d.P.: Silvia Kostner –ZPress

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