Aufrufe
vor 8 Monaten

Berliner Zeitung 01.07.2019

  • Text
  • Berlin
  • Berliner
  • Pets
  • Juli
  • Zeitung
  • Deutschen
  • Zeit
  • Phoenix
  • Aladdin
  • Rocketman
  • Berlin.de

Berliner Zeitung · N ummer 149 · M ontag, 1. Juli 2019 – S eite 28 * ························································································································································································································································································· Panorama LEUTE Sigmund Jähn (82), der erste Deutsche im All, war auf die erste Mondlandung eines Menschen vor50Jahrenvorbereitet.„Es war lange klar, dass die Mondlandung früher oder später kommen wird. Darüber hatten wir im ,Unterrichtsfach Raumfahrt‘ gesprochen. Natürlich nicht durch welches Land“, erinnertersich. Jähn, damals Jagdflieger der NVAder DDR, hatte seit 1965 an einer Militärakademie bei Moskau studiert. Ausdem sowjetischen Fernsehen habe er 1969 dann vonden ersten Schritten Neil Armstrongs auf dem Mond erfahren. Noch heute habe er Respekt vorden „tüchtigen amerikanischen Ingenieuren“. Am 26. August 1978 startete Jähn dann selbst ins All. (dpa) BabyArchie (7 Wochen), royaler Nachwuchs vonPrinz Harryund seiner Frau Meghan, hat bei der Europa-Premiereder nordamerikanischen Major League Baseball in London gleich zwei Geschenke eingeheimst. DieNew York Yankees überreichten dem Paar ein Mini- Baseball-Shirtfür Archie mit der Nummer 19. Vonden Kontrahenten der Yankees,den Boston RedSox,erhielt Archie einen Strampler in den Vereinsfarben. (dpa) Lady Gaga (33) hat mit einem Überraschungsauftritt bei der Feier zum 50. Jahrestag der Stonewall-Proteste in NewYorkbegeistert. „Ihr seid so geboren, und ihr seid Superstars!“, rief die Pop-Diva der Menge in Anspielung auf ihren Song „BornThis Way“ zu, der zu einem Hitder Homosexuellenbewegung geworden ist. Heute könnten viele Kinder ihresexuelle Identität entdecken, ohne Angst haben zu müssen. „Das habt ihr getan! Ihrhabt diesen Freiraum geschaffen!“, lobte Gaga. (dpa) Sie warpassend in Regenbogenfarben gekleidet. IMAGO IMAGES TIERE Gelb und giftig,mit einem Wort: der Schreckliche Blattsteiger. DPA Schön bunt hier: Unser Bild zeigt einen gelben Pfeilgiftfrosch, auch bekannt unter dem etwas imposanterenNamen Schrecklicher Blattsteiger (Phyllobates terribilis). Dasaber nur am Rande,denn heute soll es ausnahmsweise nicht um die starke Gefährdung dieser und anderer Amphibien gehen, sondernumseine expressiveFarbigkeit. Unser Pfeilgiftfrosch krabbelt nämlich in einem Terrarium herum und ist Teil der Ausstellung „Colorvision –Evolution der Farbigkeit“ im Magdeburger Museum für Naturkunde.Erklärtwird hier auch an zahlreichen lebendigen Exponaten, warum es eigentlich Farbe in der Natur gibt, warum sie so schön bunt ist. Farben dienen zum Beispiel zum Strahlenschutz, zur Energiegewinnung, als Warnsignale. Also,auf nach Magdeburg! Diegerade eröffnete Sonderausstellung geht bis zum 23. Februar 2020. (schl.) „Ein himmlisches Vergnügen“ Die Schauspielerin Judi Dench findet Ruhestand langweilig und steht lieber vor der Kamera Auf der Leinwand ist Judi Dench mitunter nicht wiederzuerkennen: aktuell spielt sie in dem auf wahren Ereignissen basierenden Drama „Geheimnis eines Lebens“ eine dauergewellte Rentnerin in Kittelschürze,die unvermittelt der Spionage bezichtigt wird. Und imWinter gibt die Oscar- Gewinnerin mit der einzigartigen Stimme in der Leinwand-Version „Cats“ sogar eine Katze. Doch beim Interviewtermin in Zürich, wo sie im vergangenen Jahr beim Filmfestival mit einem Preis für ihr Lebenswerk geehrtwurde,sitzt die 84-jährige Britin unverwechselbar vor einem, mit ihrem grauen Kurzhaar-Look und nicht selten einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Ms Dench, war es der zugrundeliegende wahreFall, warum Siesich für die Rolle in „Geheimnis eines Lebens“ interessierten? Zunächst einmal war es der Regisseur, der mein Interesse weckte. Trevor Nunn ist ein alter Freund von mir, wir haben früher an der Royal Shakespeare Company schon bei unzähligen Stücken zusammengearbeitet. Aber natürlich faszinierte mich auch die Geschichte, inderen Zentrum eine ganz gewöhnliche Frau steht, die –sosehe ich persönlich das zumindest –etwas ganz Außergewöhnliches getan hat. Sie hat britische Atom-Geheimnisse an die Russen weitergegeben. Viele Leute haben die reale Frau, auf der meine Figur basiert, alsVerräterin und Spionin bezeichnet. In meinen Augen ist sie das nicht. Sie hielt es nur für falsch, dass ein Land aufrüstet und andere daran gehindert werden sollen. Wenn niemand gegenüber den anderen im Vorteil ist, wird auch niemand angreifen, das war ihr Verständnis.Das mag ein wenig naiv gewesen sein, aber eigentlich auch recht klug, und dafür bewundereich sie. Siesind mittlerweile 84 Jahrealt und arbeiten weiter unermüdlich. Hatder Gedanke an Ruhestand Sie nie gereizt? Dasist eigentlich keinWort,das in unserer Familie verwendet wird. Die meisten Menschen gehen mit dem Wunsch in den Ruhestand, endlich Zeit für die Dinge zu haben, die sie wirklich lieben. Aber das tue ich ja schon. Die Schauspielerei ist bis heute mein liebstes Hobby, also warum sollte ich damit aufhören? Judi Dench: „Warum sollte ich mit der Schauspielerei aufhören?“. ZUR PERSON IMAGO IMAGES/MATT CROSSICK Leben und Werk: Judith „Judi“ Olivia Dench wurde 1934 in York, North Yorkshire, geboren. International bekanntwurdesie in ihrerRolleals GeheimdienstchefinMinden James-Bond-Verfilmungen von„GoldenEye“ (1995) bis „Spectre“ (2015).1999gewann sie einen Oscar für die besteNebendarstellerin fürihre DarstellungElisabeths I. in „Shakespeare in Love“. Malen und Fahren: Im Februar 2012 erklärte Dench, dass sie an einer Makuladegeneration leide, aber ihr Augenlicht deswegennicht verlieren werde. Wiesie im unserem Interviewerklärt hält sie diese Beeinträchtigung aber nicht vonMalen ab.Nur das Autofahren musste sie 2017 aufgeben -„einer der traumatischsten Momente meines Lebens“. Vier Tage Ferienkommunismus Stichwort Hobby: Wie verbringen Sie die Zeit, in der Sie mal nicht vor der Kamerastehen? Natürlich besonders gerne mit meiner Familie.Früher habe ich auch gerne und viel gelesen, aber leider sind meine Augen ja so schlecht geworden, dass das nicht mehr geht. Dennoch gehe ich jeden Dienstag zu einer Malgruppe,woich mit neun anderen Hobby-KünstlerndreiStunden oder mehr einfach drauflosmale.Und gesprochen wirdkaum. Für mich ein himmlisches Vergnügen. Um noch einmal den Bogen zurück zu Spionage zu schlagen: Vermissen Sie Ihre Rolle als M in den James- Bond-Filmen? Oh nein, kein bisschen. Angenommen habe ich sie damals nur, weil mein Mann die Vorstellung toll fand, mit einer Bond-Frau unter einem Dach zu leben. Und dann habe ich auch große Freude dran gehabt. Aber es war kein Problem, dass nach acht Auftritten als MSchluss war. Die Geheimdienstzentrale muss sich zwischenzeitlich angefühlt haben wie Ihr zweites Wohnzimmer. Wirhaben natürlich nicht vorOrt gedreht, aber tatsächlich war ich mal dort. Ich hatte die Ehre, vom MI6 zum Dinner eingeladen zu werden. Als ich fragte,wann ich dortsein soll, sagte man mir,man würde mich abholen lassen, schließlich würde ich ja nicht wissen, wo der Geheimdienst säße. Woraufhin ich sagte: „Doch, natürlich, in diesem Gebäude an der Themse, das aussieht wie aus Legosteinen.“ Aber sie bestanden darauf, jemanden zu schicken. Aber stellen Sie sich vor: Ausgerechnet der Geheimdienst fand meine Adresse nicht (lacht)! Ichwar am Ende 45 Minuten zu spät beim Essen, weil deren Fahrer mein Haus nicht fand. Den neuen James-Bond-Film wird mit Cary Joji Fukunaga erstmals ein Amerikaner inszenieren. Wie finden Siedas? Ganz wunderbar finde ich das! Mit Cary habe ich „Jane Eyre“ gedreht, daher weiß ich, was für ein toller Mensch er ist. Ichfreue mich sehr, dass er den Job bekommen hat. Er wird dem Film seine ganze eigene, frische Handschrift verpassen und seine Sache verdammt gut machen. Da bin ich mir sicher. Und Ralph Fiennes als M natürlich auch … sagte sie zähneknirschend. (Lacht!) Interview: Patrick Heidmann In Lärz bei Mirow endete das „Fusion“-Festival mit einer traurigen Nachricht. Ein 28-Jähriger wurde tot in einem Zelt gefunden Rund 70 000 Menschen haben seit Mittwoch auf dem alternativen „Fusion“-Festival in Lärz bei Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gefeiert. Die Abreise der Besucher am Sonntag bei hohen Temperaturen stellte für Polizei und Nahverkehr nun eine große Herausforderung dar.Die Bundespolizei rechnete allein in Richtung Berlin und Rostock mit knapp 16 500 Bahnreisenden, wie sie am Sonntag mitteilte.Eswürden Sonderzüge eingesetzt, hieß es.Insgesamt reisten knapp 25 000 Personen nach Veranstalterangaben mit dem Zug, weitere 25000 wurden mit eigens dafür organisierten Bussen befördert. DieArbeit der Polizei rund um das Festival war das alles beherrschende Thema in den vergangenen Wochen und Monaten gewesen. Seit November ging es vorallem um die Frage,ob die Beamten jederzeit und anlasslos Das „Fusion“ findet auf einem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz statt. Zutritt zum Festivalgelände haben sollten. DieVeranstalter drohten, dass es mit Polizeipräsenz auf der„Fusion“ kein Festival geben werde. Erst vor wenigen Wochen einigten sich beide Parteien. DiePolizei erhielt demnach zwar keinen Zutritt zum Gelände, jedoch wurde eine mobile Polizeiwache am Rande des Geländes errichtet. DPA Und dann musste die Polizei am Sonntag eine schreckliche Mitteilung verbreiten. Ein 28-jähriger Mann sei am Vormittag tot auf dem Festivalgelände aufgefunden worden. Nach Angaben des leitenden Arztes habe der Mann aus Mainz in einem Zelt gelegen, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte und ein Notarzt hätten nur noch den Todfeststellen können. Kriminalpolizisten seien zum Einsatz gekommen. Die Todesursache sei noch unklar, esgebe aber keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Diese traurige Nachricht überschattete dann doch die positive Bilanz der Beamten.Während des Festivals sei es sehr ruhig gewesen, sagte die Pressesprecherin der Polizei, Nicole Buchfink. An der mobilen Polizeiwache außerhalb des Festivalgeländes seien bis Sonntagmittag nur zwei Diebstähle gemeldet worden. Das alternative Festival verspricht seit 1997„vier Tage Ferienkommunismus“ mit Musik, Theater, Kino, Performance, Installationen sowie vegetarischer Kost. Die„Fusion“ findet jedes Jahr auf einem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz statt. Es gibt keine Sponsoren und keine Werbung. DieTickets werden stets verlost. (dpa) NACHRICHTEN Neuer Juni-Hitzerekord in Deutschland –39,6 Grad So heiß war es in Deutschland im Juni noch nie: Am Sonntag sind um 16.30 UhrinBernburg/Saale (Sachsen-Anhalt) 39,6 Grad Celsius gemessen worden. Dasbestätigte der Deutsche Wetterdienst (DWD) .Zuvorwar um 15.30 Uhrmit 39,3 Prozent in BadKreuznach (Rheinland- Pfalz) der Rekordfür Juni registriert worden. Damit ist die bisherige Höchstmarke 38,6 Grad vomvergangenen Mittwoch in Coschen (Brandenburg) und BadMuskau (Sachsen) bereits wieder geknackt. (dpa) Restaurant in Südafrika serviertCannabis-Pizza DieRestaurantkette„Col’Cacchio“ aus Kapstadt bietet neuerdings Cannabis-Pizza an. Besitzer Kinga Baranowska sagte,erwolle„die neuesten Gesundheitstrends“ befolgten. Die Pizzen wirken wegen des enthaltenen CBD-Öls nicht berauschend, sondernberuhigend. Im Maihatte die Regierung den Konsum vonbis zu 20 Milligramm Öl proTag erlaubt. (dpa) Schwangere in London ermordet Rettungskräfte haben in Croyden nahe London ein Baby auf die Welt geholt, dessen Mutter erstochen worden war.Das Kind kämpft in einem Krankenhaus um sein Leben, wie Scotland Yard mitteilte.Die 26- Jährige soll im achten Monat schwanger gewesen sein. DiePolizei nahm einen 37-Jährigen fest. (dpa) Japan nimmt Walfang wieder auf Japan durfte Wale bislang nur für wissenschaftliche Zwecketöten. DPA Für viele Wale hat bald die letzte Stunde geschlagen.Während sich Japan als G20-Gastgeber in Osaka präsentierte,trafen seineWalfängerVorbereitungen. Am Montag, wenn Japans Austritt aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) formal in Kraft getreten ist, wollen sie vomHafen KushiroinSee stechen. (dpa) Deutscher Bergsteiger verunglückt in Tirol tödlich Eindeutscher Bergsteiger ist am Sonntag bei Telfs in Tirol150 Meter in die Tiefe gestürzt. Der71-Jährige sei noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur APAunter Berufung auf die Polizei. (AFP) Milder Winter begünstigt Quallenblüte Dermilde Winter könnte Quallenplagen an Nord-und Ostsee-Stränden begünstigen. Eine Rolle spielten auchWindrichtungen und Strömungen, sodass Quallenblüten kurzfristig lokal erscheinen können, sagte die Forscherin Jamileh Javidpour vonder Universität in Odense.Wegen des milden Winters hätten Quallen aus dem vergangenen Jahr besser überleben können. Normalerweise lebten sie nur ein Jahr. (dpa)

2019

2018