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Berliner Zeitung 02.02.2019

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Berliner Zeitung

FEB. 2019 GANZ LEICHT REISEPORTALE Machern von EIN MAGAZIN für das digitale Leben % NEU NEU FITNESSTRACKER LTE-ROUTER Tanz in Ruinen –Harald Jähner über das wilde Nachkriegs-Berlin Feuilleton Seiten 26 und 27 Heute mit Service und Immobilien 0°/1° Wolken und Regen Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,2./3. Februar 2019 Nr.28HA-75. Jahrgang Auswärts/D**: 2.00 € Berlin/Brandenburg: 1.80 € Die Präsidentin Juliette Binoche ist ein Glücksfall für die Berlinale-Jury.Sie hat Stil und weiß, was Spannung ist. Als Schauspielerin war sie nie einfach auszurechnen Feuilleton Seite 25 Die Salvador-Allende-Brücke in Köpenick wurde gesperrt, weil sie nicht mehr standfest ist. Von der Elsenbrücke zwischen Friedrichshain und Treptow ist nur noch eine Hälfte befahrbar,weil in der anderen ein 25 Meter langer Riss klafft. Auch die benachbarte Spreequerung wird bald Baustelle. Die Abdichtung der Oberbaumbrücke, die Friedrichshain und Kreuzberg verbindet, muss erneuert werden. Monatelang kann sie nur mit der halben Kapazität betrieben werden. Damit fällt eine weitere wichtige Brücke größtenteils aus. „Es ist kein Zufall, dass wir uns nun nach und nach mit vielen Brücken in Berlin befassen müssen“, sagte Jan Thomsen, Sprecher der Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos,für Grüne).„Viele dieser Bauwerke kommen in die Jahre.“ Für mehr als 1100 Brücken ist der Senat zuständig, die 1896 eröffnete Oberbaumbrücke ist eine der schönsten. Die beiden Türme wurden einem Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung vonPrenzlau nachempfunden, der Gehweg unter der Hochbahn sieht aus wie ein Kreuzgang. Täglich wird der Abschnitt des Innenstadtrings von einer fünfstelligen Zahl vonAutos und Lkw genutzt. Auch Radfahrer queren dort die Spree, 2018 waren es 3,7 Millionen. Nach der Wiedervereinigung wurde die 154 Meter lange Brücke, die als Teil der DDR-Grenze jahrzehntelang für Fahrzeuge tabu war, Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 1992 bis 1995 saniert. Viele Bürger auf der Westseite lehnten die Reaktivierung der Autoverkehrsachse ab. Ergebnis war ein Kreuzberger Kompromiss: Wiedereröffnung für Kraftfahrzeuge nur dann, wenn Schienen in den Asphalt eingelassen werden – für eine spätere umweltfreundliche Verbindung zum Hermannplatz. Doch die Straßenbahngleise, die bis heute ungenutzt blieben, erwiesen sich als Problemquelle. 2010 wurden dort erstmals Schäden im Asphalt festgestellt. Wasser dringt ein, bei Frost platzen Schlaglöcher auf. Auch die Abdichtung ist schadhaft geworden. „Eine Schutzschicht aus Flüssigkunststoff hält normalerweise 20 Jahre“, sagte ein Ingenieur. Inzwischen liegt sie 25 Jahre–ist also längst überfällig. Seit einiger Zeit steht fest: Es muss etwas getan werden, damit nicht auch noch die Betonplatte unter der Fahrbahn leidet. Vom6.Mai bis 24. September sollen 830 000 Euro verbaut werden, sagte Behördensprecher Jan Thomsen. Vielleicht dauertesauchlänger, falls auch die Betonplatte instand zu setzen ist. „Gebaut wirdinzweiPhasen, wobei jeweils ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung stehen wird.“ Je eine Fahrspur fällt weg, Stau droht. Damit nicht genug: Die Möglichkeiten, auf Friedrichshainer Seite abzubiegen, werden eingeschränkt, oftmals werden Umwege nötig. Eine Umfahrung über die nächste Spreequerung flussaufwärts empfiehlt sich nicht, denn die Elsenbrü- Bei König: Ohne Anzahlung mind. 1.000€ für Ihren alten Gebrauchten 2) &Winterkompletträder geschenkt 1) Dacia Sandero Vollkasko-Versicherungnur29€mtl. 3) Barpreis: 2) 6.250,- € Von den Stadt ohne Brücken Mit der Oberbaumbrücke wird nun eine weitere wichtige Spreequerung zur Großbaustelle. Wasist nur los mit der Berliner Infrastruktur? „Es ist kein Zufall, dass wir uns nun nach und nach mit vielen Brücken in dieser Stadt befassen müssen. Viele dieser Bauwerke kommen in die Jahre.“ 75 € * Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice UVP: 8.589 € Nachlass: 1.339 € Inzahlungnahme 2) : 1.000 € mtl. Leasingrate: 75 € * VonPeter Neumann Jan Thomsen, Sprecher der Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de IMAGO Im Magazin: Das Leben, die Liebe und der ganze Rest Anja Reich trifft die Soziologin EvaIllouz Seiten 2und 3 Eine Geschichte zum Reinziehen WieKokain die wilden Zwanziger befeuerte Seiten 4und 5 Die Angst vor dem Ölschock DerKlimawandel ruiniertdie Olivenernte Seite 7 Anzeige Heute in der Berliner Zeitung Bezahlen mit dem Handy Urlaubsschnäppchen finden Gerhard Schröder weiß es besser Politik Seite 4 EXKLUSIV in Ihrer Tageszeitung cke ist bereits Staustelle.Als das 1968 fertig gestellte Betonbauwerkimvergangenen Juni bei einer regulären Prüfung unter die Lupe genommen wurde,schienesinOrdnung zu sein. Doch als die Experten Ende August wiederkamen, um die Untersuchung zu Ende zu führen, klaffte ein bis zu 1,8 Millimeter breiter Riss im Beton des östlichen Überbaus. Seitdem ist nur noch die Westhälfte befahrbar. „Diese Spreequerung hat für uns größte Priorität“, so Thomsen. Doch die neue Elsenbrücke wird erst 2028 fertig. Bürgerbeteiligung, Planung, Ausschreibungen nähmen Zeit in Anspruch. Ein spezielles Thema könnte alles verzögern: Wenn der Bund tatsächlich nebenan die A100 über die Spree hinweg verlängert, müssten die Planungen angepasst werden. Die jetzige Berliner Koalition lehnt den Autobahnbau ab. Wiekam es zum „Totalversagen“? Ersten Erklärungen zufolge wurde in der Elsenbrücke ein Spannstahl verbaut, der zu Korrosion neigt. Hinzu kam, dass Bauleute eine Bauvorschrift nicht einhielten, weshalb Nässe in die Konstruktion sickerte. In Köpenick musste ein Teil der Salvador-Allende-Brücke abgebrochen werden, weil er unter Betonkrebs litt. Um Platz für den Neubau zu schaffen, wurde das alte Widerlager halbiert –was dazu führte, dass sich der östliche Überbau senkte und ebenfalls ausfiel. Erst Ende 2019, wenn der erste Teil des Neubausfertig ist, rollen dortwieder Autos. Schne les tübera l Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt Gratis Weg mit dem Winterspeck Zum Todvon Ursula Karusseit Feuilleton Seite 27 Anzeige www.atala.de Wie steht es um Berlins Brücken? „In Schulnoten würde man ,noch befriedigend‘ sagen“, so Thomsen. Bei der Erhaltung wurde in den vergangenen Jahren erheblich gespart, ein Rückstau sei entstanden. „Bei älteren Bauwerkenbesteht zudem das Problem, dass insbesondere der Schwerlastverkehr stärker gestiegen ist, als bei Fertigstellung erwartet worden war.“Vorallem dieSpannbetonbauwerke der ersten Generation, aus den 60er-Jahren, weisen zudem statische und konstruktive Mängel auf. Gerade diese Brücken haben eine reduzierte Lebenszeit von nur 50 bis 60 Jahren –und müssen in ganz Deutschland nach und nach durchNeubauten ersetzt werden. „Über Jahre ist zu wenig getan worden“, sagte Oliver Friederici von derCDU. Auch jetztgebe esVersäumnisse: „Seit langem fordern wir ein Brückenkataster, nichts hat sich getan.“ Er warnte den Senat, den Verkehrsraum weiter einzuschränken, Ausweichrouten zu verschmälern. Für die neue Elsenbrücke forderte er die „große Lösung“. Friederici: „Sie muss mit der A100 gebaut werden.“ Unddie Gleise in der Oberbaumbrücke? Sie werden ersatzlos entfernt, sagte Thomsen. Noch sei unklar, wodie Straßenbahnstrecke, die nun endlich geplant wird, auf Kreuzberger Seite verlaufen soll. Zudem entspräche die Gleiskonstruktion längst nicht mehr dem Stand der Technik, das gilt auch für die Verankerung, hieß es.Endstation Schrott. 4 194050 501801 61005 Dacia Sandero Limousine SCe 75•5-türig·Servolenkung·Tagfahrlicht·Isofix-Kindersicherung·3 J. Garantie*zzgl. 799,-€für Bereitstellungskosten·mtl. 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