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Berliner Zeitung 02.05.2019

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Wiedas Innenministerium die deutsche Einheit fast vergaß – Seiten 4und 8 Heute mit Kulturkalender 7°/12° Häufig starkbewölkt Wetter,Seite 2 Warum nicht jeder Einzelne das Klima rettet Leitartikel Seite 8 www.berliner-zeitung.de Ein Kita-Platz bei Ebay? Die Not der Berliner Eltern Tagesthema Seite 2 Donnerstag,2.Mai 2019 Nr.100 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Ursula von der Leyen über die „Gorch Fock“ Politik Seite 4 Sex and the City Zu weiß, zu perfekt, zu privilegiert VonAnne Vorbringer Wer Cynthia Nixon sieht, hat sofortauch sie vorAugen: die Anwältin Miranda Hobbes aus der TV- Serie „Sex and the City“. Tough im Job, zynisch in Liebesdingen. „Weißt du, welche Sorte Männer heiraten? Männer, die ihre Mutter wiederhaben wollen“, ist so ein typischer Miranda-Spruch. Cynthia Nixonwurde mit dieser Rolle weltberühmt. Doch inzwischen hadert die 53-jährige New Yorkerin mit„Sex and the City“. DemPortal Indie Wire sagte die Schauspielerin, sie hätte sich Cynthia Nixon, mehr Diversität Schauspielerin und in der Besetzung Politikerin gewünscht. Sie ist sicher, heute würden die Hauptfiguren Carrie,Samantha, Charlotte und Miranda anders leben und aussehen. Beispielsweise wären nicht alle weiß –und sie würden auch nicht immer so perfekt gestylt herumlaufen. In Sachen Feminismus sieht Nixon klare Versäumnisse: „Es waren weiße, wohlhabende Frauen, die für ihr Fortkommen gekämpft haben. In einer kleinen Blase.“ Viel zu sehr sei es dabei um Geld gegangen. Tatsächlich stand die Seriehäufig in der Kritik, wurde als frauenfeindlich und rückständig bezeichnet. So weit würde Nixon freilich nicht gehen.„Sex and the City“ sei trotz allem ein Vorreiter in Sachen feministischer Bewegung gewesen, sagt sie heute.Auf jeden Fall ist ihreRolle im Rückblick die bodenständigste und sympathischste von allen. Miranda Hobbes ist eine Frau, die man auch 20 Jahre nach der Erstausstrahlung noch ins Herz schließen kann. Das liegt nicht zuletzt an Cynthia Nixon selbst. Schon lange ist die Mutter dreier Kinder politisch engagiert, kämpfte für die Homo-Ehe und Frauenrechte.Und auch wenn sie im vergangenen Jahr mit ihrer Bewerbung als New Yorker Gouverneurin scheiterte –ihrem Engagement wird das keinen Abbruch tun. VonAndreas Kopietz und Elmar Schütze Der 1. Mai–inBerlin lange Zeit oftmals ein Tagmit heftiger Randale und Ausschreitungen –blieb auch in diesem Jahr weitgehend friedlich. In der Stadt gab es 15 Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern. Mehr als 5500 Polizisten aus mehreren Bundesländernsicherten das Demonstrationsrecht ab –auch für die linksextreme Szene. Am Vormittag versammelten sich nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes 8000 Menschen am Hackeschen Markt und zogen in Richtung Brandenburger Tor–darunter der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). Die Hauptrede hielt der Vize-Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke. Er sagte: „Die tatsächlichen Verteilungskämpfe in diesem Land verlaufen nicht zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, sondern zwischen Arm und Reich, zwischen Kapital und Arbeit.“ Beim Myfest in Kreuzberg feierten Zehntausende friedlich. In Grunewald gab es einen Protestzug linker Gruppen. Etwa 3000 Leute nahmen daran teil. Auf Bühnen spielten Bands, auch Familien mit Kindern waren auf der Straße.Auf einem Lkw war zu lesen: „Kapitalisten enteignen.“ Auf einem anderen stand: „Streiken, besetzen, enteignen. Kapitalismus überwinden.“ In Pankow demonstrierten etliche Menschen mit einem Lautsprecherwagen gegen ein Fest der AfD.Die Polizei hatte das Festgelände abgesperrt. Auch die so genannte „Revolutionäre 1. Mai-Demo“, die früher oft von massiven Ausschreitungen und auch Plünderungen von Läden geprägt war, blieb weitgehend friedlich. Offenbar ging die Doppelstrategie der Polizei bis zum Demo-Ende auf: deeskalierend auftreten und das Gespräch mit allen Beteiligten suchen, die es wollen, aber gleichzeitig hartgegen Gewalttäter vorgehen. Diese Demo sollte in diesem Jahr zum ersten Mal nicht durch Kreuzberg führen, sondern durch Friedrichshain. In den vergangenen Jahren waren bis zu 10 000 Teilnehmer dabei, darunter auch der gewaltbereite „Schwarze Block“. Die linksautonome Szene hatte den Start der nicht angemeldeten Demo am Wismarplatz für 18 Uhr angekündigt. Etwa 5000 Teilnehmer waren insgesamt dabei, die Polizei war mit einem Großaufgebot von2000 Uniformierten im Einsatz.Vondiesem Platz an der Boxhagener Straße wollten die Teilnehmer in Richtung Rigaer Straße ziehen – einem europaweit bekannten Symbol der linksextremen Szene.Doch der Startder Demo verzögerte sich um mehr als eine Stunde, dadie Polizei die Demonstranten mehrfach per Lautsprecher aufforderte, dass sich ein Versammlungsleiter melden soll. Mit ihm sollte über den Streckenverlauf verhandelt werden. Als sich niemand fand, legte die Polizei die Route fest. Schon bald wurde die Stimmung aggressiv. Immer wieder wurde Pyrotechnik gezündet, die Menge skandierte: „Bullenschweine raus der Demo.“ Es bildete sich ein „Schwarzer Block“ mit 200 Leuten. Dort stand auf einem Transparent: „Der Kampf geht weiter.RAF Berlin.“ Kurz vor 20Uhr dann eine entscheidende Durchsage: Die Polizei wollte den Demo-Zug nicht in die Rigaer Straße ziehen lassen.Die ist seit Berlin auf der Straße Zehntausende ziehen am 1. Mai durch die Hauptstadt –mit unterschiedlichsten Motiven und Zielen. Der Senat duldet auch eine nicht angemeldete „revolutionäre“ DemoinFriedrichshain AFP/ODD ANDERSEN Monaten an einer Stelle voll gesperrt, weil ein Großinvestor Luxuswohnungen baut. Normalerweise wird die Sperrung abends aufgehoben. Doch am 1. Maiwar alles dicht. Die Demonstranten wollten dort durchziehen. Doch die Polizei lehnte es aus „gefahrenabwehr-rechtlichen Gründen“ ab. Sie leitete die Menge um und ließ sie erst später auf die Rigaer Straße.Sosollte verhindertwerden, dass es an der Sperre zueiner Massenpanik oder zu Ausschreitungen kommt. Nach Angabender Polizei wurden aus dem Demonstrationszug auch Flaschen geworfen. Gegen 21 Uhr endete die Demo an der Warschauer Brücke, die die Polizei komplett abgeriegelt hatte,damit niemand nach Kreuzberg wechseln konnte. Ander Abriegelung vor der Brücke gab es die ersten Festnahmen des Abends. Kurz darauf flogen erste Steine. Die Menge zerstreute sich, doch der harte Kern der Gewaltbereiten wollte sich am Ring-Center treffen – um „Plan B“ auszuleben: also nächtliche Randale. Aber dort fanden sich nur ein Dutzend Leute ein. Russland und USA reden über Venezuela KeineBefehle für US-Militär zum Einsatz vor Ort Das US-Verteidigungsministerium hat nach Darstellung einer ranghohen Vertreterin bislang keinen konkreten Befehl für einen Militäreinsatz in Venezuela bekommen. Selbstverständlich prüfe man immer verfügbare Optionen und plane für Eventualitäten, sagte die amtierende Vize-Verteidigungsministerin für internationale Sicherheitsfragen, Kathryn Wheelbarger. AmMittwoch gab es erneut Zusammenstöße in der Hauptstadt Caracas. Der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan hatte zuvor eine Europa-Reise abgesagt Am Mittwoch hieß es zudem, dass US-Außenminister Mike Pompeo und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow wollten sich am Mittwoch in einem Telefonat über die Situation in Venezuela austauschen. Das sagte der Nationale Sicherheitsberater John Bolton. DieUSA sehen Russland als wichtigen Unterstützer von Präsident Nicolás Maduro an. Pompeo hatte am Dienstag erklärt, Maduro sei bereit gewesen, das Land zu verlassen, dann aber von Russland zum Bleiben überredet worden. Das russische Außenministerium dementierte. Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich nach Gesprächen mit der Opposition für eine Prüfung con Sanktionen ausgesprochen. (dpa) PolitikSeite 5 Berlin,Seite 9 4 194050 501603 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 41018 196950 2019 Bringen Sie uns Ihre alten Foto Meyer Rechnungen* und gewinnen bzw. sparen Sie richtig! Heute wird Foto Meyer 50! Das möchten wir zusammen mit unseren Kunden feiern. Kommen Sie vorbei und stoßen Sie mit uns an! 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