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Berliner Zeitung 03.05.2019

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Bühne frei: Das ganze Theatertreffen in einer Vorstellung – Feuilleton Seite 22 Fettes Brot und die Liebe Seite 28 6°/10° Gebietsweise Schauer Wetter Seite 2 Gesundheitsrisiko? Das Herz der Sportler Gesundheit Seite 17 www.berliner-zeitung.de Zu teuer für Gründer: Die Büromieten in Berlin Made in Berlin Seite 6 Freitag,3.Mai 2019 Nr.101 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Nur durch das Wort:Zum Tagder Pressefreiheit Seite 3 Deutscher Filmpreis Alles verdoppelt sich VonFrank Junghänel Doppelt nominiert! Dashörtsich erst einmal toll an. In Wahrheit verdoppeln sich mit der zweifachen Nominierung für den Deutschen Filmpreis nicht nur die Chancen, sondern auch die Strapazen, die in Erwartung einer so prominenten Auszeichnung zwangsläufig sind. Doppelt feuchte Hände, doppeltes Herzklopfen und leider eben auch eine doppelte Enttäuschung, falls der Abend nicht so gut für sie laufen sollte. Luise Heyer, zweifach nominierte Schauspielerin Luise Heyer mutet sich also viel zu für diese Lola-Verleihung, zumal sie selbst passenderweise in doppelter Ausführung der Zeremonie beiwohnen wird, wenn man es so sagen darf. Die 34-jährige Schauspielerin aus Berlin ist hochschwanger und schafft es gerade noch so zu der Gala am Freitagabend ins Palais unter dem Funkturm. Nominiert wurde Luise Heyer einmal als beste Hauptdarstellerin in dem Drama„Das schönste Paar“, das gerade erst im Kino angelaufen ist, und zum anderen als beste Nebendarstellerin in dem Film „Der Junge muss an die frische Luft“, der mit mehr als 3,5 Millionen Zuschauern der Publikums-Hit der letzten Zeit ist. So sehr sich die beiden Rollen in Charakter und Temperament auch unterscheiden, so typisch sind sie für diese Schauspielerin, die bei der Auswahl ihrer Figuren emotionale Härten geradezu zu suchen scheint. Als Mutter von Hape Kerkeling findet sie in der Verfilmung seiner Kindheitsjahre einen sehr zurückhaltenden Ausdruck für die seelische Erkrankung dieser Frau. Umso schmerzhafter für den Zuschauer, ihr dabei zuzusehen, wie sie immer mehr die Bindung zu ihrem Sohn und zum Leben überhaupt verliert. Aufganz andereArt nimmt einen ihrejunge Lehrerin in „Das schönste Paar“ gefangen. Nachdem sie in den Ferien auf Mallorca vor den Augen ihres Mannes von Jugendlichen gedemütigt und vergewaltigt wurde, setzt sich Liv mutig und kraftvoll mit dieser schrecklichen Erfahrung auseinander, während ihr Partner nach Rache sinnt. Entstanden sind die beiden Filme unmittelbar nacheinander. Egal wie es mit den Lolas ausgeht, es ist schon jetzt das Jahr der Luise Heyer. VonChristine Dankbar Mit diesem Sturm der Entrüstung hatte Kevin Kühnert vermutlich selbst nicht gerechnet. Der Zeit hatte der Bundesvorsitzende der Jusos ein Interview zum Thema Sozialismus gegeben, das am Donnerstag für heftige Reaktionen sorgte.„DerGrundsatz ist unverändert: Was unser Leben bestimmt, soll in der Hand der Gesellschaft sein“, hatte er erklärtund –auf Nachfrage –unter anderem die Kollektivierung von Firmen wie BMW gefordert: „Das Ziel ist demokratische Kontrolle darüber, wie wir arbeiten und was wir produzieren.“ Der bayerische Autohersteller in einem Atemzug genannt mit der Idee von Enteignung –das war auch für viele aus der eigenen Partei zu viel. „Was für ein Unsinn“, wütete der Hamburger SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs auf Twitter und fragte: „Was hat der geraucht? Legal kann es nicht gewesen sein.“ DerTon der Debatte war damit gesetzt. Politiker von Union, FDP und AfD griffen Kühnert massiv an. Bundesverkehrsminister und CSU- Politiker Andreas Scheuer geißelte das„verschrobene Retro-Weltbild eines verirrten Fantasten“, Bayerns Der Aufreger Kevin Kühnert, der Bundesvorsitzende der Jusos, hat die Vergesellschaftung von Autokonzernen wie BMW gefordert. Jetzt muss er sich gegen wütende Beschimpfungen wehren. Seine Partei, die SPD, ist wenig erfreut über die Debatte Juso-Chef Kevin Kühnerteckt gernan. Diesmal mit einem Interviewzum Thema Enteignung. Ministerpräsident Markus Söder erklärte: „Jetzt steht die SPD noch mehr unter Beobachtung.“ Dieneue FDP-Generalsekretärin Linda Teutebergstieß ins gleiche Horn:„DieSPD muss dringend ihr Verhältnis zum Eigentum klären“, twitterte sie.Auch die Grünen erklärten, sie seien gegen Enteignungen, jedenfalls von Autokonzernen. Nurvon den Linken kam Applaus. Bei der Bundes-SPD versuchte man derweil, die Debatte einzufangen. Generalsekretär Karsten Klingbeil warb für Gelassenheit in der Diskussion. Kühnert spreche über eine gesellschaftliche Utopie. „Diese ist nicht meine und auch keine Forderung der SPD.“ Selbst die Jusos haben derzeit keine aktuellen Pläne, auf dem nächsten SPD-Parteitag die Verstaatlichung von Industriebetrieben zu fordern. „Wir haben keinen derartigen Antrag in Arbeit“, erklärte Benjamin Köster vomBundesbüroder Jusos der Berliner Zeitung. Das Interview mit der Zeit sei auf eine Anfrage hin entstanden, sagte Köster.Kühnert habe darin „eher philosophische „Der demokratische Sozialismus bleibt für uns die Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft, deren Verwirklichung für uns eine dauernde Aufgabe ist.“ Kevin Kühnert, Juso-Bundesvorsitzender, reagierte am Donnerstag mit diesem Zitat aus dem aktuellen Grundsatzprogramm der SPD auf seine Kritiker Überlegungen“ angestellt, die Grundüberzeugungen der Jusos wiedergäben, die diese schon seit Jahren verträten. Kühnertselbstmochte sich am Donnerstag nicht mehr zu dem Interview äußern, antwortete aber auf Twitter auf kritische Anmerkungen, unter anderem, indem er aus dem Godesberger Programm der SPD zitierte, wonach die SPD „die Partei derFreiheit des Geistes“ ist. Die Berliner SPD blieb eher still. Kühnertist in der Hauptstadt als Ver- DPA/ROLF VENNENBERND ordneter in der BVV Tempelhof- Schöneberg aktiv, ein Parteiamt auf Landesebene hat er nicht. Der SPD- Landesvorsitzende und Regierende Bürgermeister Michael Müller wollte sich ebenso wenig äußern wie der Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus, Raed Saleh. Intern ärgerte man sich vor allem über den Bärendienst, den Kühnertmit seinen Äußerungen dem Europa-Wahlkampf der SPD und damit der Spitzenkandidatin Katarina Barley erweise. „Man sollte sich lieber mit ihren konkreten Forderungen zur Verbesserung der sozialen Lage befassen als mit allgemeinen Enteignungsdebatten“, sagte ein Sozialdemokrat. VomLandesvorstand äußerten sich auf Nachfrage nur die Abgeordnete Iris Spranger und der stellvertretende Landesvorsitzende Julian Zado. Spranger kritisierte das Interview. Sowerde eine ohnehin schon äußerst emotional geführte Debatte weiter angeheizt. Sie hatte sich gegen die Initiativezur Enteignung von Wohnungsgesellschaften ausgesprochen. Julian Zado, von 2011 bis 2012 stellvertretender Bundesvorsitzender der Jusos, verteidigte Kühnert: „Es ist höchste Zeit, dass wir über die extrem ungleiche Verteilung des Wohlstandes in unserem Land diskutieren.“ Tagesthema Seite 2, Kommentar Seite8 S-Bahn macht Tempo Richtung Osten Expresszüge nehmen noch in diesem Jahr Betrieb auf VonPeter Neumann Was in NewYork gang und gäbe ist, soll es bald auch im Berliner Nahverkehr geben. Die S-Bahn führt einen Expressverkehr ein. Von Dezember an werden zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof Züge verkehren, die nur an Stationen mit großer Fahrgastnachfrage halten und andere Bahnhöfe dagegen auslassen. Sie sollen montags und freitags während der Hauptverkehrszeit am Morgen und Abend im 20-Minuten-Takt fahren, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) der Berliner Zeitung auf Anfrage mit. Die beiden Länder haben den Verstärkerverkehr,der das reguläreZugangebot ergänzt, bestellt. Ein Fahrpreiszuschlag wirdnicht erhoben. Fahrgäste sparen bis zu vier Minuten Fahrzeit, hieß es in Planerkreisen. Drei Zuggarnituren mit insgesamt zwölf Wagen werden benötigt. Ungewohntes Konzept Bislang gab es in Berlin nur selten Expressverkehr. Auf vielen Teilstücken im S-Bahn-Netz wäre erohne zusätzliche Gleise nicht praktikabel. Die Planer sind sich auch bewusst, dass die Information der Fahrgäste schwierig wäre. Viele Berliner kennen das Konzept nicht. Die Gefahr, dass sie in den falschen Zug steigen, ist groß. Für den geplanten Expressverkehr auf der S3 wirdein Informationskonzept erstellt, hieß es. Vordem Zweiten Weltkrieg hatte es zwischen Wannsee, Nikolassee, Schlachtensee und dem damaligen Potsdamer Fernbahnhof im Stadtzentrum einen Expressverkehr mit S-Bahnen gegeben. Neu entwickelte Züge, die Tempo 120 schafften, legten die letzten zwölf Kilometer ohne Halt zurück. Berlin Seite 12 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 51018 BEI KÖNIG OHNE ANZAHLUNG! NEU-FÜR-ALT-PRÄMIE: NUR FÜR GEWERBETREIBENDE! FIATDOBLÒ 88€ * PROFIS WIE SIE FIAT DOBLÒ CARGO 1.4 BZ L1H1 ·Radiovorbereitung ·inkl. 4Jahre Fiat Garantie 100.000 km ·*Nettopreise zzgl. 19 %gesetzlicher USt. u. zzgl. 799 €Bereitstellungskosten ·mtl. 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Das Altfahrzeug mussmind. 6Mon. auf den Käufer des Neufahrzeugs zugelassen und darf nicht älter als Baujahr 2000 sein. ·Abbildung zeigt Sonderausstattung Gesamtverbrauch (l/100 km): innerorts 9,9; außerorts 5,9; kombiniert 6,7; CO2-Emissionen (g/km): kombiniert 177 (Wertenach VO (EG) 715/2007) Berlin-Spandau, Am Juliusturm 23 030-330963880 ∙ Berlin-Reinickendorf, Jacobsenweg 33 MIND.2.000 €FÜR IHREN GEBRAUCHTEN SICHERN 1) 030-414719800 ∙ Hoppegarten, Carenaallee 3 03342-426860 ∙ Teltow, Warthestr.1703328- 3378300∙Gosen,AmMüggelpark603362-883910∙Fürstenwalde,Autofocus103361-376410 monatlicheLeasingrate ∙ Finsterwalde-Massen, Ludwig-Erhard-Str. 1-3 03531-7165300 ∙ Frankfurt/Oder, Berliner Chaussee 100 0335-2845760 ∙ Königs Wusterhausen, Weg amKrankenhaus 2 03375- 526590 ∙ Autohaus Gotthard König GmbH (Sitz: 10829 Berlin-Schöneberg, Kolonnenstr. 31 030-7895670) ∙ insgesamt 48x in Deutschland www.autohaus-koenig.de

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