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Berliner Zeitung 03.09.2019

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Klimademos und Geheimpläne: Greta Thunberg in New York – Panorama Seite 26 Schnellster Mann von Köpenick Seite 18 13°/21° Bewölkter Himmel Wetter Seite 26 Übergabe: Die Charité hat einen neuen Chef Berlin Seite 11 www.berliner-zeitung.de Gegen volle Postfächer: Porto für E-Mails? Netzwerk Seite 24 Dienstag,3.September 2019 Nr.204 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Naturwald: Deutschland verfehlt seine Ziele Wirtschaft Seite 7 Geburtshelfer bei Meng Meng VonNorbertKoch-Klaucke Ersah die Sensation aus nächster Nähe. Als am Sonnabend im Zoologischen Garten in Berlin das Panda Weibchen Meng Meng Zwillinge zur Welt brachte, war Norbert Zahmel neben Tierärzten und den beiden Panda-Spezialistinnen aus China einer der wenigen, die dabei sein durften. Den exklusiven Platz im Kreißsaal hinter den Kulissen der Anlage bekam der 51-jährige Berliner dank seines Berufes. Zahmel ist im ZooChef-Pfleger NorbertZahmel ist Chef-Pfleger der Pandas im Zoo. Panda für Raubtiere und seit August 2018 als Revierleiter im Panda- Gehege auch für das China-Bärenpaar Meng Meng und Jiao Qing verantwortlich. Schon als kleiner Junge wollte der gebürtige Tempelhofer unbedingt Tierpfleger werden. Zum einen war sein Vater ein begeisterter Zoo-Besucher,der ihn stets mitnahm. „Außerdem habe ich als Kind viel mehr mit Hunden als mit Stofftieren gespielt“, sagt Zahmel. „Ich bin mit Schäferhunden, die meine Eltern besaßen, groß geworden.“ Daraus wuchs sein Interesse für Wildtiere, vor allem für Wölfe,die Zahmel dann auch aus der Nähe betrachten durfte, als er 1985 seine Ausbildung im Berliner Zoo begann. VonAffen bis zu den Zebras: Zahmel war bei fast allen Zoo-Tieren im Einsatz. Seine Lieblinge sind die kalifornischen Seelöwen. Seit Jahren ist er dessen Trainer,vollführtmit ihnen im Wasserbecken Kunststücke zur Freude der Besucher.Vor allem Seelöwin Sandramag er besonders.„Als sie ihr erstes Junges bekam, übernachtete ich sogar bei ihr in der Box, kümmerte mich um das Muttertier und ihren Nachwuchs“, sagt Zahmel, verheiratet, Vater eines Sohnes und einer Tochter. Nungehörtseine ganzeAufmerksamkeit dem Panda-Weibchen Meng Meng und ihren Zwillingen. Die schwarz-weißen Bären sind für Zahmel kein Neuland. Bereits in den Anfangsjahren als Tierpfleger betreute er im Zoo das damalige Panda-Paar Bao und YanYan, dem Nachwuchs bekanntlich verwehrt blieb. Zahmel glaubt bis heute nicht daran, dass am Ende Bao Bao, der 2012 starb, impotent war, wie später behauptet wurde. Berlin Seite 9 VonHarry Nutt Wer sich jetzt über die Stimmergebnisse vom Sonntag beugt und dabei erschrocken ein ihm unbekanntes Wählerwesen im Osten erblickt, begeht erneut den Irrtum, einen politischen und gesellschaftlichen Ausnahmezustand ergründen zu wollen. Stattdessen sollte man schleunigst dazu übergehen, es als Bestandteil der gesellschaftlichenWirklichkeit zu betrachten, dass mehr als ein Viertel der Wählerinnen und Wähler rechts gewählt hat und es in naher Zukunft vermutlich wieder tun wird. Undobwohl es zu den demoskopischen Erkenntnissen auch dieser beiden Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg gehört, dass die Entscheidungen in der Wahlkabine nicht zuletzt durch eine gesteigerte Unzufriedenheit mit den einst etablierten Parteien motiviert waren, wäre es ein Fehler, die Ergebnisse vom 1.September unter dem StichwortProtest zu verbuchen. Für große Teile der Wählerschaft scheint eine spätere Rückkehr zum gewohnten Abstimmungsverhalten ausgeschlossen. Längst hat sich eine gesellschaftliche Stimmung etabliert, in der schlecht gelauntes Da- Der geteilte Osten gegensein und das Bedürfnis nach fundamentaler Abwehr als programmatische Kernaussage genügen. Beim Versuch, die Wahlergebnisse im Osten zu analysieren, sitzt man bereits in der Falle, wenn man nicht gewillt ist, die Resultate im Licht lokaler Unterschiede ausfindig Fast ein Viertel in Brandenburg hat AfD gewählt. Aber nicht überall. Ein Blick auf lokale Besonderheiten. WAHL-SPEZIAL Partnersuche WieesinBrandenburg nun weitergeht Seite 2 Lokaltermin Wo die AfD besonders stark ist Seite 3 Führung Warumdie CDU-Vorsitzende noch einmal Glück hatte Seite 4 Orientierung Wiedie LinkeimOsten wieder stark werden will Seite 5 zu machen. Als erste Erkenntnis dieserWahl sollte dringend festgehalten werden, dass die bloße Skepsis gegenüber einer Himmelsrichtung nicht länger zur Beschreibung politischer Verhältnisse taugt. Schon das Land Brandenburg erweist sich mit Blick auf seine etwa zwei Millionen Wahlberechtigten als äußerst heterogener politischer Raum. So konnte SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke seinen Machterhalt in letzter Sekunde auf eine hinreichend stabile Basis in West- und Nordbrandenburg stützen, wo anhaltend gute Zahlen für den Kulturtourismus wirtschaftliche Prosperität verheißen. Wahr ist aber wohl auch, dass die soziologische Unterscheidung von strukturschwachen Regionen und blühenden Landschaften innerhalb des kleinen Bundeslandes keine verlässliche Erklärung des Gesamtergebnisses abgibt. Schon ein flüchtiger Blick dorthin, wo zum Beispiel über die dringend gebotene Veränderung des Verkehrsflusses in einer viel befahrenen Straße im Ortsinneren entschieden werden muss, würde ergeben, dass politische Prozesse oft quälend langsam verlaufen, weil es an politischer Durchsetzungsfähigkeit und finanziellen Möglichkeiten mangelt. Ländliche Strukturmaßnahmen fußten in den zurückliegenden Jahrzehnten auf einem oft verwirrend komplexen Zusammenspiel zwischen lokalen Bedürfnissen, landespolitischen Bekenntnissen und der Förderung durch die EU. Vordiesem Hintergrund ist es besonders absurd, dass gerade die AfD mit ihrer rabiaten EU-Feindlichkeit zu punkten vermag. Eine entscheidende Rolle bei der wachsenden politischen Entfremdung spielt nicht zuletzt der Ansehensverlust des lokalpolitischen Engagements.Wenn nach der Wahl die Elefantenrunden in den TV-Studios tagen, kommt der Bürgermeister,der sich vergeblich für den Bau eines Fußballplatzes mit Kunstrasen eingesetzt hat, nicht mehr zu Wort. Inseinem Ortsparlament hat er unterdessen mit taktischen Anträgen der Neuparteien zu kämpfen, die oft vorallem darauf aus sind, ihre Blockademacht zur Geltung zu bringen. Im Nebenbei des großen sozialen Strukturwandels, dem die Gemeinschaftsvorstellungen ganzer Regionen zum Opfer gefallen sind, ist auch die Praxis des Aushandelns und Weitermachens erodiert. Die AfD scheint anhaltend davon zu profitieren, indem sie Verlustängste bedient, ohne sie letztlich bearbeiten zu wollen. ISABELLA GALANTY Höhere Mieten für neue Sozialbauten Geänderte Förderung führt zu stärkerer Belastung VonUlrich Paul Mieter von neu errichteten Sozialwohnungen in Berlin müssen künftig teilweise höhere Einstiegsmieten zahlen. Grund dafür sind neueVorschriften für die soziale Wohnraumförderung, die jetzt in Kraft getreten sind. Haushalte,deren Einkommen die Einkommensgrenze des Bundes für den sozialen Wohnungsbau um bis zu 40 Prozent überschreiten, müssen danach bei neuen Projekten statt 6,50 Euro eine anfängliche Miete von 6,70 Euro je Quadratmeter Wohnfläche kalt bezahlen. Haushalte, deren Einkünfte die Einkommensgrenze des Bundes um bis zu 80 Prozent überschreiten, sollen statt 8Euro künftig 8,20 Euro je Quadratmeter bezahlen. Mieter, deren Einkünfte sich innerhalb der Grenzen des Bundes bewegt, zahlen weiter 6,50 Euro je Quadratmeter. Um den Bau von Sozialwohnungen für private Investoren attraktiver zu machen, erhöht das Land Berlin zugleich die Höhe der Baudarlehen. Beidem Fördermodell, in dem Wohnungen zu Quadratmeter-Mieten von 6,50 und 6,70 entstehen, wird das zinslose Baudarlehen vonbisher 1300 Euro je nach Bodenwert auf 1450 Euro bis 1800 Euro je Quadratmeter Wohnfläche erhöht. Beim Fördermodell, bei dem Quadratmeter- Mieten von 8,20 Euro verlangt werden, zahlt das Land Berlin je nach Bodenwert ein Baudarlehen zwischen 1150 und 1500 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. DerVorstandsvorsitzende der Investitionsbank Berlin (IBB) Jürgen Allerkamp fordert ineinem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung eine großzügigere Förderung von bis zu 2000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Berlin Seite10 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr13-14 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 21036 Wandern ··· mit Zufriedenheits-Garantie! Nicht vergessen, rechtzeitigWanderschuhe zu kaufen. Schuhe plus Socken sollten eingetragen werden. Wir empfehlen für eine ausführliche Wanderschuhberatung bei unseren Spezialisten mindestens 30 Minuten einzuplanen, dann wird es der richtige Schuh für den perfekten Wanderurlaub. Zufahrt und Parken schillingstraße via Singerstraße bzw. 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