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Berliner Zeitung 04.04.2019

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Anschlag: Gräber von ermordeten Polizisten geschändet – Berlin 9 Heute mit Kulturkalender 10°/21° Heiter bis wolkig Wetter Seite 2 Sanierung: Der Ostring der S-Bahn wird gesperrt Berlin Seite 14 www.berliner-zeitung.de Pokal: Bayern taumelt zum Sieg gegen Heidenheim Sport Seite 20 Donnerstag,4.April 2019 Nr.79HA-75. Jahrgang Auswärts/D**: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Brexit: May redet mit Corbyn und will mehr Zeit Politik Seite 5 Der englische Patient VonMarcus Weingärtner Mick Jagger, der fitteste Senior der Rockgeschichte Mick Jagger Die Schocknachricht kam vom Band-Boss selbst: Es täte ihm unendlich leid für die Fans, aber er müsse die geplante Amerika-Tour absagen, twitterte Mick Jagger am Wochenende. Den Grund für diese Entscheidung behielt Jagger für sich, aber dass er triftig sein muss,ist auch Menschen bewusst, die keine Fans der immer noch größten und erfolgreichsten Rockband der Welt sind. Die Rolling Stones sagen keine Tour ab und wenn dann hätte man die gesundheitlichen Probleme wohl eher bei anderen Bandmitgliedern vermutet und nicht bei Jagger, dem vermeintlich fittesten Senior des Rocks. Kurz darauf wurde bekannt, dass der 75-Jährige sich einer Operation am Herzen unterziehen muss und die Ärzte ihm vonder Tour abgeraten hätten. Dass es das Herz sei, hatte zuerst die rechte Plattform „Drudge Report“ vermeldet. Der „Rolling Stone“ ergänzte eifrig, es sei eine Herzklappe, die bei Jagger ersetzt werden müsse. Das Ganze soll an diesem Freitag in New York passieren, was ein interessantes Schlaglicht auf das britische Gesundheitssystem wirft, immerhin ist Mick Jagger Engländer. WerJagger,Vater von mindestens acht Kindern, in New York auf dem OP-Tisch haben wird, ist bislang nicht bekannt.Wohl aber,was die gesundheitlichen Aspekte des Eingriffs anbelangt. Deramerikanische Herzchirurg und Fernsehmoderator Mehmet Oz erläuterte via Twitter,wo er mit vier Millionen Followern doppelt so viele wie Jagger hat, was den Stones-Boss im Hospital erwartet: Eine Rekonstruktion der Klappe oder der Austausch mit einer künstlichen Variante.InJaggers Alter hätten rund zehn Prozent„Probleme mit ihrerAorten-Herzklappe,die zu Brustschmerzen und Schwindel führen“ könnten. „Etwa 50 Prozent der Menschen, die die Probleme haben, sterben innerhalb von ein paar Jahren, wenn sie nicht operiert werden“, erläuterte der Fernseharzt die Dringlichkeit des Eingriffs. Unverwüstlich scheint wie immer Keith Richards,der prompt twitterte, dass er immer für Mick Jagger da sei. Einseltenes Bekenntnis. Ostdeutsche fordern mehr Respekt Alt-Bundespräsident Joachim Gauck sieht unter den Menschen in den ostdeutschen Bundesländern einen Mangel an Durchsetzungswillen. Eine Studie erkennt zwischen Ostdeutschen und Migranten Parallelen –vor allem, wenn es um deren geringen Anteil an Führungsfunktionen geht. Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow(Linke) hat vor diesem Hintergrund nun am Mittwoch Respekt gegenüber den ostdeutschen Bundesländern gefordert. In den fast 30 Jahren nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze hätten sich die neuen Bundesländer gut entwickelt. Ramelow dürfte damit ziemlich exakt die Stimmung und die Ansicht seiner Kollegen in den Ost-Bundesländern wiedergegeben haben. Die sechs Regierungschefs trafen sich am Mittwoch in Thüringen; Ramelow ist derzeit der Vorsitzende der Konferenz der ostdeutschen Ministerpräsidenten. Zu dem Treffen kam auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hat den ostdeutschen Ländern versichert, sich weiterhin für eine Angleichung Da rollt was auf uns zu Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gibt die Bürgersteige für Elektroroller frei. Kritik kommt aus den Ländern –und natürlich von den Fußgängern. Politik Seite 4 Die Ministerpräsidenten erwarten mehr Unterstützung von der Bundesregierung der Lebensverhältnisse einzusetzen. Dem fühle sie sich auch deshalb verpflichtet, da sie aus ihrem Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern „ziemlich gut auch die emotionale Befindlichkeit kenne und weiß, wie wichtig da auch kleine Schritte sind“, sagte Merkel am Mittwoch im thüringischen Neudietendorf nach dem Treffen. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer wachse die Ungeduld, weil es nach wie vor strukturelle Unterschiede gebe,räumte Merkel ein. Die Regierung werde bei den Verhandlungen über die mittelfristige Finanzplanung der EU darauf achten, dass die Ungleichheiten zwischen West und Ost nicht nochmals vergrößert würden. Ansonsten müssten innerdeutsche Ausgleichsmechanismen geschaffen werden, die den Bund- Länder-Finanzausgleich infrage stellen würden.„Das wollen wir natürlich nicht.“ Merkel unterstütze den Wunsch der Ost-Länder, die strukturelle Benachteiligung bei den Bundesbehör- „Und da, wo neue Entscheidungen getroffen werden, bitte zuerst mal den Blick in die neuen Länder!“ Bodo Ramelow (Linke), Ministerpräsident von Thüringen den zu ändern. Im Westen seien dies bisher 2,3 Stellen pro 1000 Einwohner, imOsten nur 1,3. Man müsse dabei aber darauf achten, dass nicht nur Regionen wie Leipzig berücksichtigt würden, sondern dass man auch die Fläche beachte. Indiesem Punkt sei die Sensibilität der Bundesregierung gewachsen. Hintergrund für die Sorgen der Bundesländer in Sachen EU-Fördergeld ist der Brexit. Großbritannien ist Nettozahler. Nach dem Austritt könnten die Fördermittel zurückgehen und möglicherweise muss Deutschland mehr bezahlen. Ramelow sagte, die europäischen Förderinstrumente müssten in diesem Sinne gemeinsam weiterentwickelt werden. Man müsse allen eine Entwicklungsperspektivegeben. Auf dem Treffen der Länderchefs mit Merkel sollte es auch um eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Kosten für die DDR-Sonderrenten gehen. Bereits vor der Sitzung machte sich der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), aber dafür stark, dass die Rehabilitierung von SED-Opfern Vorrang haben sollte. Beide Vorhaben stünden im Koalitionsvertrag von Union und SPD, seien jedoch nicht finanziell unterlegt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke lehnte es aber ab,sich zwischen Entschädigungen für SED-Opfer und der Finanzierung von Sonderrenten aus DDR-Zeiten entscheiden zu müssen. (dpa) Tagesthema Seite2 DPA/MICHAEL KAPPELER Jeder vierte Berliner wählt Grün Die SPD liegt laut Forsa nur noch bei 15 Prozent VonMelanie Reinsch Als der Regierende Bürgermeister und SPD-Landeschef Michael Müller am vergangenenWochenende auf dem SPD-Parteitag spontan zum Rundumschlag gegen seine Koalitionspartner Grüne und Linke ausholte,war da viel Frust aus seinen Sätzen zuhören. Er wisse, dass die Umfragewerte schlecht seien, sagte Müller da. Ob er trotzdem oder gerade deswegen zu der Verbalattacke gegen seine Bündnispartner ausholte, bleibt sein Geheimnis. Fakt ist: Der Druck auf den Senatschef und die Berliner SPD steigt weiter. Laut der aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Berliner Zeitung liegt die SPD in Berlin nur noch bei 15 Prozent –zwei Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Auch die CDU verlor und liegt jetzt bei 18 Prozent. Gewinner sind die Grünen, die inzwischen bei 25 Prozent liegen und ganze drei Prozentpunkte hinzugewinnen konnten. Die Linke liegt unverändertbei 18 Prozent. Wenig Vertrauen in die Politik Die AfD verlor einen Prozentpunkt undliegt nun bei zehn Prozent, während die FDP einen Punkt gewinnen konnte. Sie käme nun auf acht Prozent, wenn kommenden Sonntag in Berlin Abgeordnetenhauswahl wäre. Das rot-rot-grüne Bündnis hat damit immer noch eine stabile Mehrheit von 58Prozent. Aber im März traute knapp die Hälfte (47 Prozent) der Befragten keiner Partei zu, mit den Problemen in der Stadt fertig werden zu können. Vorgenau einem Jahr waren es noch 52 Prozent. Am ehesten billigen die Berliner weiter den Grünen politische Kompetenz zu –gefolgt vonder SPD. Berlin Seite 12 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 41014 Hier finden Sie Ihr neues Zuhause! Über 5.000 Angebote •Rund 50Aussteller •Experten-Forum •Über 70Neubauprojekte 6.–7.APRIL 2019 / ARENABERLIN Infos undTickets: www.bim-messe.de RIESEN AUSWAHL &GROSSER ÜBER- BLICK

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