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Berliner Zeitung 06.07.2019

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Der Geruch der Zweitaktmotoren: Ein TrabiinBerlin 1989 Ein Berliner Ehepaar beschließt, gemeinsam schlank zu werden –wie eine Magenverkleinerung das Leben verändern kann SEITE 4 Bei Hitze und Temperaturschwankungen bekommt Bestatter Eric Wrede besonders viele Anrufe. Gedanken zu einer gefährlichen Jahreszeit SEITE 5 75 000 Besucher,15000 Liter Bier,600 Tonnen Müll –das kann nur ein Musikfestival sein. Eine Seite über den schönsten Exzess des Sommers SEITE 8 PICTURE ALLIANCE Die Sommerserie: Einmal Rom in Mecklenburg und zurück – Report Seiten 2und 3 Anzeige Altpapierrecycling kostengünstig und zuverlässig Anzeige Entsorgungslösungen für Gewerbe und Industrie www.bartscherer-recycling.de www.bartscherer-recycling.de 15°/21° Stellenweise Regen Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,6./7. Juli 2019 Nr.154 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 2.00 € Berlin/Brandenburg: 1.80 € Im Magazin: MAGAZIN Liebe geht durch den Magen Wieein Berliner Paar gemeinsam abnimmt Seite 4 Im Sommer sterben Bestatter Eric Wrede hat gerade viel zu tun Seite 5 Denk ich an die DDR Im Sommer 1989 reiste der Spiegel-Reporter Hartmut Palmer durch Brandenburg und Sachsen. Die Beobachtungen, die er damals in sein Tagebuch schrieb, verraten heute viel über die Stimmung in einem Land, dessen Tage gezählt waren SEITEN 2/3 Wersich erinnert, warnicht dabei Dietollsten und lautesten Festivals derWelt Seite 8 Durch dick und dünn Tödlicher Sommer Leo &Gutsch – Deutschkurs mit Angelina Seite 8 Wersich erinnert, war nicht dabei Anzeige Die Mondfahrt Vor50Jahren flog Apollo 11 erstmals Menschen zum Erdtrabanten. Darüber gibt es einen neuen Dokumentarfilm –mit noch nie gesehenen Bildern. Feuilleton Seite 25 PIECE OF MAGIC ENTERTAINMENT, DPA/SEBASTIAN GOLLNOW www.atala.de Union im Transferrausch SportSeite 23 So war Sommer in der DDR Berlin Seite 9 Deutschland wird das Wasser knapp. Die Folgen könnten Verteilungskämpfe sein. Davor warnen Fachleute wie Jörg Rechenberg, Wasserexperte beim Umweltbundesamt (UBA). „Häufigere trockene Sommer bedeuten auch, dass sich voraussichtlich mehr Nutzer um die Ressource Wasser streiten werden“, sagte Rechenberg amFreitag der Deutschen Presse-Agentur. Vor allem die Landwirtschaft komme „als neuer Nutzer von Wasservorräten“ dazu. Kommunale Wasserversorger warnen bereits vor der wachsenden Konkurrenz und fordern, dem Trinkwasser Vorrang zu geben. Die Lage erscheint tatsächlich dramatisch. Vor allem im Norden und Osten Deutschlands herrscht extreme Trockenheit, wie der Deutsche Dürremonitor vom Helmholtz- Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig zeigt. Nach Aussagen vonFachleuten ist dies die Folge der außergewöhnlichen Dürre von 2018. „Im Norden und Osten hat die Trockenheit nicht aufgehört, die im Februar 2018 anfing“, sagte Andreas Marx vomUFZ der Berliner Zeitung. Der Grundwasserspiegel sank, die Pegel vieler Seen sind niedriger als in anderen Jahren. Einige Flussarme sind bereits ausgetrocknet. Laut Marx ist die Dürre 2019 jedoch ein regionales Phänomen, 2018 war noch ganz Deutschland betroffen. Berichten zufolge hat das Brandenburger Umweltministerium den Wasserbehörden der Kreise und kreisfreien Städte bereits empfohlen, Verbote durchzusetzen, damit der Grundwasserspiegel nicht weiter sinkt. So darf inCottbus zwischen 6 und 21 Uhr kein Wasser mehr aus Flüssen, Seen und Gräben entnommen werden –etwa für die Bewässerung von Gärten. Mehrere Landkreise wollen dem Beispiel folgen. Die gesamte Politik müsse die Trinkwasserversorgung sichern, forderte Karsten Specht, der Vizepräsident des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU). „Landwirte nehmen das Wasser für die Felder teils aus dem Grundwasser“, sagte er. Insgesamt soll die sogenannte Bewässerungslandwirtschaft aber laut Jörg Rechenberg vom UBA bisher nur einen Anteil von 2,7 Prozent an der gesamten Wasserentnahme haben. Doch die Situation könnte sich zuspitzen. Das UFZ in Leipzig hat in insgesamt 60 Simulationen untersucht, welche Folgen eine Erhöhung der globalen Temperatur um 1,5 bis drei Grad Celsius für Deutschland haben würde.Das Ergebnis: Beiallen Erwärmungsgraden wird die Trockenheit zunehmen. Bei einem Anstieg der Temperatur um bis zu zwei Grad erwartet der UFZ-Forscher Andreas Marx eine Zunahme der Dürrezeiten um bis zu 30 Prozent. Vonden Folgen werde vor allem der Südwesten Deutschlands betroffen sein –Rheinland-Pfalz, Baden-Württembergund das Saarland. Im Osten Auf dem Trockenen Fachleute warnen vor Verteilungskämpfen ums Wasser in Deutschland. Brandenburg ist besonders belastet VonTorsten Harmsen „Im Norden und Osten hat die Trockenheit nicht aufgehört, die im Februar 2018 anfing. Wir sind seitdem aus der Dürre nicht rausgekommen.“ Andreas Marx, Forscher am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, das auch den Deutschen Dürremonitor betreibt treffe es vorallem Brandenburg. Hier erwarten die Forscher eine Verdoppelung der Dauer und des Grades der Dürre. Brandenburg sei wegen seiner sandigen Böden besonders betroffen. Der wenige Regen versickereeinfach. Wasser-Verteilungskämpfe seien vorallem im mediterranen Raum ein großes Thema, sagte Marx.„Auch in Deutschland sind sie denkbar, aber nicht wahrscheinlich.“ Deutschland befinde sich in einer anderen Lage als andere Regionen der Welt. Der Hauptteil der Niederschläge falle hier im Herbst und Winter. „In den Klimasimulationen bleibt die Gesamt-Niederschlagssumme im Jahr in etwa gleich“, so Marx. „Deutschland hat vor allem ein innerjährlichesWassermanagement-Problem.“ „Zugleich muss man sagen, dass ein Jahr mit einer Trockenheit wie 2018 auch zukünftig ein Extremjahr sein wird“, sagte Marx.Vergangenes Jahr war seinen Aussagen zufolge das„größte Dürreereignis seit 1951“, dem Startjahr des Dürremonitors. Daneben ragen noch 1976 oder auch das vielen in Erinnerung gebliebene 2003 als Dürrejahreheraus. Marx betonte zugleich, wie wichtig politische „Klimaanpassungsstrategien“ und technologische Entwicklungen seien. Dabei gehe es nicht nur um ein nachhaltiges Wassermanagement, sondern auch um andereFragen, etwa, wie man Böden so bearbeiten könne, dass sie das Wasser besser halten und es weniger Verdunstungsverluste gebe, und welches Saatgut besonders resistent gegen Trockenheit sei. Und Berlin? Wird es hier auch bald strikte Wassersparmaßnahmen geben wie in Brandenburg? Dies sei hier bislang nicht nötig, sagte Stephan Natz, der Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Denn die meisten der insgesamt neun lokalen Wasserwerkemit fast 700 Brunnen lägen an Flüssen wie Spree und Havel. „70 Prozent des Grundwassers, das wir fördern, entsteht durch die sogenannte Uferfiltration“, sagte Natz. Dasheiße,über die Versickerung des Wassers aus den Flüssen sei immer genügend Nachschub da. Dennoch muss sich auch Berlin auf Jahre mit längerer Trockenheit einrichten. Zum Beispiel führt die Spree zeitweilig sehr wenig Wasser. Aber die Klärwerke Berlins sorgen laut Natz dafür, dass ständig neues Wasser in Havel und Spree zurückfließt. Auch beim Wassermanagement habe „in den vergangenen Jahren ein Umdenken stattgefunden“, sagte Stephan Natz. Der wenige Regen, der über Berlin niedergehe, soll in der Region gehalten werden. Zu diesem Zweck habe man jüngst die Regenwasseragentur gegründet. „Dramatisch ist es für alles, was Wurzeln hat“, fasste Stephan Natz die Folgen der langen Trockenheit für die Stadt zusammen. Vorallem die Bäume in Straßen und Parks litten. „Aber es ist nicht dramatisch für die Trinkwasserversorgung.“ Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501801 61027

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