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Berliner Zeitung 12.08.2019

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Große Geschichte im Kleinen: das Mödlareuther Mauermuseum – Seite 3 DuMont- Renntag in Hoppegarten Seite 15 17°/24° Viele Wolken Wetter Seite 2 Straßennamen erzählen Berliner Geschichte Stadtgeschichte Seite 10 www.berliner-zeitung.de Das Fast-Ende des Solidaritätszuschlags Politik Seite 4, Leitartikel Seite 8 Montag,12. August 2019 Nr.185 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Zum Fahrtraining beim E-Scooter-Anbieter Berlin Seite 13 Flughafenseelsorgerin Gespräche gegen den Stress VonJulia Haak Esgibt Worte, die automatisch Bilder produzieren. Flughafenseelsorge ist so ein Wort.Ohne es zu wollen, sieht man zertrümmerte Flugzeuge vor sich und weinende Menschen „Mit Betroffenen nach Flugzeugabstürzenwürde ich natürlich auch sprechen. Mein Alltag ist allerdings weniger dramatisch“, sagt Sabine Röhm und lacht dabei, weil ihr ihre neue Aufgabe großen Spaß macht. Pfarrerin Sabine Röhm ist die neue Seelsorgerin für die Flughäfen Schönefeld und Tegel. Sabine Röhm, Am Sonntag Seelsorgerin auf den wurde sie bei einem Gottes- Flughäfen dienst in ihr Amt eingeführt. Seit Anfang des Jahres betreut Sabine Röhm bereits 5000 Berliner Feuerwehrleute seelsorgerisch, nun sind 20 000 Beschäftigte der Flughäfen und Fluglinien, Fluggäste und Besucher dazu gekommen. Sabine Röhm, geboren 1967 in Berlin, verheiratet und Mutter von zwei Kindern, war zehn Jahre lang Gemeindepfarrerin in Moabit. Dann hatte sie Lust auf etwas Neues. An den beiden Flughäfen agiert sie nun gemeinsam mit dem katholischen Pater Wolfgang Felber und 30 ehrenamtlichen Helfern. Die Gruppe, an lilafarbenen Westen zu erkennen, sieht ihreAufgabe im Auffangen aller Menschen, die Unterstützung bei kleinen und großen Katastrophen brauchen, die ihnen auf dem Flughafen passieren können. „Manche Passagiere haben extreme Flugängste, andere haben die Orientierung verloren oder auch Geld. Manche sind sehr aufgeregt und genervt“, sagt Sabine Röhm. Da reicht es manchmal aus,wenn die Temperaturen hoch und dieWarteschlangen lang sind, um Passagiere zum Durchdrehen zu bringen. Die Seelsorger reichen dann einfach mal Wasser und bieten ein Gespräch an, um Stress zu minimieren. Um Gebete geht es seltener. Die Seelsorger waren da, als die vom Anschlag in Nizza betroffene Berliner Schulklasse zurückkehrte und als die letzte Air-Berlin-Maschine aufsetzte.Sie kommen, wenn jemand aus einem Flugzeug steigt, dessen Angehöriger auf dem Flug oder im Urlaub gestorben ist. Und sie segnen Pilgergruppen. Am BER werden sie die Kapelle betreuen. Die Charité braucht Investitionen Die Universitätsmedizin sei zu lange auf Verschleiß gefahren worden, mahnt Klinikchef Karl Max Einhäupl VonAnne Brüning Kurz vor seinem Abschied in den Ruhestand hat der langjährige Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité den Senat aufgefordert, die Zusagen für Investitionen in die Universitätsmedizin der Stadt einzuhalten. „Inden Gebäuden haben wir an allen Standorten Situationen, die nicht mehr tragbar sind. Wenn wir nicht schnell handeln, laufen wir Gefahr, Teile der Krankenversorgung schließen zu müssen“, sagte Karl Max Einhäupl der Berliner Zeitung in einem bilanzierenden Interview. Das Bettenhochhaus in Mitte sei zwar durch die bereits erfolgte Sanierung nun wieder für die nächsten 15 bis 20 Jahre gerüstet. Aber damit sei es nicht getan, mahnte er.„Die70er- Jahre-Bauten in Steglitz und Wedding sind quasi aufgebraucht, auch an den historischen Bauten aus der Jahrhundertwende hier in Mitte ist jede Menge zu tun“, sagte Einhäupl, Guter Start Das Abenteuer des 1. FC Union als Erstligist beginnt mit einem Sieg im DFB-Pokal – und mit einer Reise der Berliner Zeitung zu allen Gegnern der Liga. Auch Herthas Generalprobe gelingt. Sport Seiten 19 und 20 der 2008 den Vorstandsvorsitz an der Charité übernahm und zum 1. September den Posten an Heyo Kroemer übergibt, der von der Universitätsmedizin Göttingen nach Berlin wechselt. „Wenn man will, dass die Berliner eine gute Krankenversorgung behalten, dann muss man jetzt Geld investieren“, mahnte der Neurologe, der nach der Wende,1992, zunächst Leiter der Neurologischen Klinik wurde. Immerhin habe der Senat nach Jahren des Sparens inzwischen wieder Mittel zur Verfügung gestellt. Bislang sei es etwa eine halbe Milliarde Euro. „Aber wir haben einen riesigen Nachholbedarf, weil wir fast 15 Jahre auf Verschleiß gefahren wurden“, sagte Einhäupl. Deshalb seien auch „Wenn wir nicht schnell handeln, laufen wir Gefahr, Teile der Krankenversorgung schließen zu müssen.“ Karl Max Einhäupl Vorstandsvorsitzender der Charité Universitätsmedizin die von der Politik für die nächsten zehn Jahre schon angekündigten weiteren 1,4 Milliarden Euro für Investitionen in die Universitätsmedizin so wichtig. DieCharité hatte dem Abgeordnetenhaus vorzweiJahren einen Investitionsbedarffür Bau- und Infrastrukturmaßnahmen in Höhe von1,4 Milliarden Euro berichtet. Damals hatte Müller (SPD) angekündigt, das Land werde davon 1,1 Milliarden Euro tragen. Der Rest der Summe betrifft Maßnahmen, die ganz oder zum Teil vomBund finanziertwerden. In der Senatsverwaltung für Wissenschaft ist man zuversichtlich, die Zusagen einhalten zu können. „Im Investitionsplan für die Charité bis zum Jahr 2026 sind bereits 1,1 Milliarden Euro vorgesehen“, sagte Sprecher Matthias Kuder. Darüber hinaus baue das Land seine Investitionen kontinuierlich aus. Dies ist zum Beispiel möglich über den Investitionsfonds des Landes für die wachsende Stadt, kurz Siwana. Investitionen sind diesen Montag auch Thema im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses,der über den Haushalt 2020/21 berät. Letztendlich entscheiden die Parlamentarier mit darüber, die Charité auf Kurs zu halten. Tegel erzielt 142 Millionen Euro Gewinn Innerstädtischer Airport ist hochprofitabel VonPeter Neumann Zwei Jahre vor der geplanten Schließung hat der FlughafenTegel einen Rekordgewinn erzielt. Die Berliner Flughafen-Gesellschaft, die den innerstädtischen Flughafen betreibt, schloss das Jahr 2018 mit einem Überschuss in Höhe von 142,1 Millionen Euro ab. Das geht aus dem jüngsten Geschäftsbericht der Flughafengesellschaft FBB hervor, der das Unternehmen gehört. 2017 war für Tegel ein Ergebnis von 112 Millionen verbucht worden. Mit mehr als einem Viertel liegt der Gewinnanstieg sogar noch über der Zunahme des Fluggastaufkommens, die auf 7,5 Prozent beziffert wurde. Sostark nahm auch die Zahl der Starts und Landungen in TXLzu. Zu den Fluggesellschaften, die in Tegel dazukamen, gehörten Scoot nach Singapur,Pobeda nach Moskau und Braathens nach Växjö. Neue Ziele, die direkt ab Tegel angeboten wurden, waren unter anderem Pisa, Biarritz, Newquayund Jersey. Operatives Ergebnisgestiegen Obwohl beim FBB-Konzern unterm Strich erneut ein Minus stand, verweist er auf positive Daten. Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstige Finanzierungsaufwendungen herausgerechnet, erreichte die Geschäftstätigkeit 2018 mit 118,7 Millionen Euro einen neuen Bestwert. Der Betrag stieg um 16,7 Prozent. „Wir konnten 2018 nicht nur deutlich mehr Passagiere begrüßen, sondern auch betriebswirtschaftlich ein gutes Ergebnis erreichen. Unser Wachstum macht deutlich, dass wir den BER als modernen Hauptstadtflughafen brauchen“, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Kommentar Seite8,BerlinSeite 9 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt Berlin Seite 14 4 194050 501603 DPA/SWEN PFÖRTNER 11033 2. und3. November 2019 10 –17Uhr Cafe Moskau Karl-Marx-Allee 34 10178 Berlin Jetzt Stand buchen! Werden SieAussteller Doppelmesse Reise &Gesundheit Kontakt unter: berlin.messen@dumont.de oder (030) 2327 6758 BERLIN MESSEN

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