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Berliner Zeitung 12.10.2018

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16 * Berliner Zeitung · N ummer 238 · F reitag, 12. Oktober 2018 ························································································································································································································································································· Brandenburg Kunst-Post aus DDR-Zeit Premiere mit Ausstellung in Bad Saarow Vom Briefkasten in den Papierkorb“. Schon der Titel des Büchleins im ochsenblutroten Einband und versehen mit einer witzigen, ja satirischen Zeichnung vonElisabeth Shaw, in der ein Engel den Kronleuchter über einer Vernissagen- Szene bedenklich baumeln lässt, besagt, dass es sich lohnen dürfte,diese späte Auflage eines kleinen Kunst- Exkurses der DDR-Jahre 1964–1989 in Augenschein zu nehmen. Die Rudolstädter Edition Burgart brachte soeben das humorgespickte Bändchen mit der sehr besonderen Sammlung des bekannten und geschätzten Kunsthistorikers Lothar Lang (1928–2013) heraus. Darin abgebildet sind 72 Einladungen zu Ost- West-Kunstausstellungen der Sechzigerjahre bis zum Mauerfall, große und kleine, offizielle und inoffizielle Bild-Karten. „Frankierte Hoffnungen“ allesamt, die Lang am Ende nicht in den Papierkorb geschmissen hatte und seine WitweElke nun zum Buch machte. (ir.) Buchpremiere am Samstag,13. Oktober,Bad Saarow,LiteraturkabinettAltes Moorbad, 16 Uhr, Ausstellung bis 16. Dezember. Kohle, Kumpel, Kommission Strukturwandel im Lausitzer Tagebaurevier.Landeschefs fordern alternative Jobs in der Region Unter lautstarken Demonstrationen vonTausenden Braunkohle- Mitarbeiternhat sich die Kohlekommission zu einer auswärtigen Sitzung in der Lausitz getroffen. Die Kommission soll Vorschläge für den Strukturwandel in den deutschen Tagebaurevieren im Zuge der schwindenden Bedeutung der Braunkohle vorlegen. Zudem soll sie ein Datum für das Ende der klimaschädlichen Verstromung des fossilen Energieträgers festlegen. Einer der schwierigsten Punkte sei es, Strukturzusammenbrüche zu verhindern, sagte Matthias Platzeck (SPD), einer der vier Kommissionsvorsitzenden und früherer Ministerpräsident Brandenburgs, am Donnerstag. Mit Trillerpfeifen, Sirenen und Trommeln standen Braunkohle-Mitarbeiter vor den Sitzungsorten in Weißwasser und Großräschen. Sie forderten sichereJobs.Die Industriegewerkschaft IG BCE sprach von jeweils mehr als 2000 Teilnehmern. Nach heftigen Protesten im Hambacher Forst im Rheinland und nach dem Appell des Weltklimarats, der ein rasches Handeln fordert, um die Erderwärmung zu begrenzen, standen in der Lausitz nun die ArbeitsplätzeimVordergrund. In der Region liegt das zweitgrößte Braunkohlerevier Deutschlands,rund 8000 Mitarbeiter beschäftigt der Tagebau- und Kraftwerksbetreiber Leag. Die Braunkohlenindustrie ist in der Laut im Revier:InBrandenburg arbeiten rund 8000 Braunkohlekumpel. DPA/MONIKA SKOLIMOWSKA ländlich geprägten Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Länder Brandenburg und Sachsen forderten in der Kohleausstiegs-Debatte konkrete Projekte vom Bund für alternativeJobs in der Lausitz. Sie müssten dabei helfen, den seit vielen Jahren laufenden Strukturwandel „weiter gut für die Region zu gestalten“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Weißwasser. Er verlangte eine ehrliche Diskussion nicht nur über die Energiewende,sondernauch über Chancen und Möglichkeiten in der Region. Sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU) betonte, dass die Länder dafür kämpfen würden, dass die Braunkohle nicht einfach wegbreche. „Sondern dass wir eine Chance haben, Neues aufzubauen, bevor Altes kaputtgeht.“ Derweil verschärfen die Grünen die Klimaschutzziele ihrer Partei noch einmal deutlich. „Solange die Kohlekraftwerke in Deutschland weiter ungehindert Klimagifte ausstoßen, werden wir unser Klimaziel für 2020 verfehlen. Deshalb müssen unverzüglich mindestens die 20 dreckigsten Kohlekraftwerksblöcke vom Netz genommen werden und damit 70 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden“, heißt es in einem Positionspapier namens „Sofortprogramm Kohleausstieg bis 2020“ vonParteichefin Annalena Baerbock und Fraktionsvize Oliver Krischer. (dpa/BLZ) Neue Vorwürfe im Skandal um Lunapharm Aufsichtsbehörde offenbar bereits 2013 informiert Im Arzneimittel-Skandal um das Unternehmen Lunapharm aus Blankenfelde-Mahlow gibt es neue Vorwürfe gegen die Brandenburger Behörden und den Pharma-Großhändler. Wie das ARD-Politmagazin „Kontraste“ und der Sender RBB am Donnerstag berichteten, soll der zuständige Mitarbeiter des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit in einer E- Mail Lunapharmbereits im Juni 2013 mitgeteilt haben, dass der Handel mit griechischen Apotheken illegal sei. Das Brandenburger Gesundheitsministerium bestätigte das Schreiben. DerMail war eine Anfrage vonLunapharm vorausgegangen, in dem sich die Brandenburger Gesundheitsbehörde in Griechenland erkundigen sollte, obdortige Apotheken auch ohne entsprechende Großhandelserlaubnis handeln dürfen. Der Brandenburger Mitarbeiter beantwortete diese Frage mit Nein. Die griechische Arzneimittelaufsicht teilte der Brandenburger Behörde außerdem mit, man habe Lieferungen aus einheimischen Apotheken nach Deutschland und in andere Staaten festgestellt, die nicht legal seien. Ob das Amt daraufhin Prüfungen einleitete,konnte das Gesundheitsministerium am Donnerstag nicht beantworten. (dpa) BRANDENBURGER ADRESSEN BEKANNTMACHUNGEN 24. RHEINSBERGER TÖPFERMARKT Sa. 13./So. 14. Oktober 2018, 10 -17Uhr •100• Keramiker aus Deutschland &Europa& •Ausstellungen• &Technikvorführungen& •Keramikpreis• derStadtRheinsberg •Manufakturbesichtigungen• •Zug-Anreise:• www.neb.de info: www. heimatverein-rheinsberg.de Telefonische Anzeigenannahme: 030 2327-50 KAUFEN &VERKAUFEN ANTIQUITÄTEN &KUNST Kaufe Ölgemälde, Münzen, Antiquität. Dr.Richter, 01705009959 SONSTIGE ANKÄUFE 4€Ansichtsk. vor 45,030 4443802 Anzeigenannahme 030 2327-50 Wir bringen Lachen zu kranken Kindern! SpendenSie jetztfür Clowns im Krankenhaus! 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Berliner Zeitung · N ummer 238 · F reitag, 12. Oktober 2018 17 * ························································································································································································································································································· Gesundheit Heute ist Welt-Rheuma- Tag. Er steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Rheuma kommt selten allein!“. Gemeint sind damit die schweren Begleiterkrankungen, mit denen sich Patienten zusätzlich zu ihrer Grunderkrankung häufig auseinandersetzen müssen –Herzund Gefäßleiden, die im schlimmsten Fall zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können. Oder Osteoporose oder Depression. Über den Umgang mit einer rheumatischen Erkrankung, moderne Therapien und den Patienten als Manager seiner Krankheit sprach die Berliner Zeitung mit der Rheumatologin Erika Gromnica-Ihle. Frau Gromnica-Ihle, wen betrifft die Diagnose Rheuma? Unter dem Oberbegriff„Rheuma“ verbergen sich ca. 200 verschiedene Erkrankungen, die mit Schmerzen und Funktionsstörungen im Bewegungsapparat, den Gelenken, Knochen, Muskeln und Sehnen, einhergehen. Davonist etwa ein Viertel unserer Bevölkerung betroffen. Die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung ist die rheumatoide Arthritis. Anihr leiden in Deutschland etwa eine halbe Million Menschen. Dann gibt es noch sogenannte Verschleißerkrankungen, die Arthrosen, an Gelenken und Wirbelsäule sowie Stoffwechselerkrankungen mit Auswirkungen auf Gelenke und Knochen. Rheuma hat viele Gesichter,manchmal sind sogar innere Organe befallen. Erbt man eine solche Erkrankung? Diese Krankheiten sind etwa zu 50 Prozent genetisch bedingt und zur anderen Hälfte von Umweltfaktoren beeinflusst. Derdramatischste davon ist das Rauchen. Belegt ist beispielsweise, dass Raucher häufiger und besonders schwer an rheumatoider Arthritis erkranken und dann auch noch schlechter auf die medikamentösen Behandlungen ansprechen. Weiß die Wissenschaft, warum das so ist? Eine schwedische Arbeitsgruppe um Lars Klareskog konnte als erste zeigen, dass Rauchen zur Veränderung an menschlichen Eiweißstrukturen (Proteinen) führt. DieWissenschaftler nennen diesen Prozess Der mündige Patient Die Rheumaspezialistin Erika Gromnica-Ihle will Menschen mit Rheuma helfen, informiert und selbstbewusst zu entscheiden VonClaudia Pietsch Rheuma kann die verschiedensten Gelenkebefallen, hier das rechte Ellenbogengelenk. „Citrullinierung“. Diese veränderten Eiweißstrukturen sieht der Körper als fremd an und bildet dagegen Antikörper. ZUR PERSON Erika Gromnica-Ihle arbeitete viele Jahre an der Charité als internistische Rheumatologin. Später war sie Chefärztin der Rheuma-Klinik in Berlin-Buch und danach niedergelassene Rheumatologin. Inder Patientenselbsthilfe war Gromnica-Ihle Jahrzehnte ehrenamtlich engagiert, zuletzt als Präsidentin der Deutschen Rheuma-LigaBundesverband e.V.Heute ist sie dessen Ehrenpräsidentin. FOTOS: ISTOCKPHOTO, SPRINGER, RHEUMA-LIGA Washat sich geändert seit der Jahrtausendwende in der Behandlung? Vorallem bei der rheumatoiden Arthritis hat sich die Behandlungsstrategie sehr verändert. Heutiges Behandlungsziel ist, die Gelenkzerstörung zu vermeiden. Das kann durch eine rechtzeitige medikamentöse Therapie, das heißt am besten spätestens drei Monate nach Beginn der ersten Krankheitszeichen, erreicht werden. Dabei helfen auch neue Medikamente, die Biologika. Sie kommen bei schweren Krankheitsverläufen zum Einsatz. Biologika und andere Neuentwicklungen greifen ganz gezielt in das in Unordnung geratene Immunsystem ein. Schließlich wird viel größerer Wert auf Bewegung, in Abhängigkeit von der Krankheitsaktivität, gelegt. Siehaben gerade den Rheuma-Ratgeber für Betroffene „Rheuma ist behandelbar“ veröffentlicht, was unterscheidet ihn vonähnlichen Büchern? Jahrhundertelang wurden alle Entscheidungen zu Diagnostik und Therapie in paternalistischer und autoritärerWeise vomArztgetroffen. Heute fordern Patienten als mündige Bürger Aufklärung und Mitentscheidung. In der Praxis Dr. Google wird auch viel Falsches gelesen. Das Angebot an Informationen verwirrt Betroffene oft mehr, als dass es hilft. In meinem Buch finden Patienten und Angehörige Informationen zu Symptomen, Diagnostik und Therapie, vor allem bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen. Und es soll Patienten ermuntern und ermutigen: Nehmen Sie Ihre Zukunft mit Rheuma selbst in die Hand. Ich wollte zeigen, niemand ist allein mit einer solchen Krankheit. Deshalb habe ich auch Rheuma-Betroffene zu Wort kommen lassen. Wasbedeutet mündiger Patient? Patient und Arzt entscheiden gemeinsam über Diagnostik und Behandlung vor allem bei chronischen Erkrankungen. DerFachbegriff heißt „Partizipative Entscheidungsfindung“. Arzt und Patient kommen nach Abwägung der Alternativen zu einer Übereinkunft –etwa über eine Therapie. Dazu gehören auch Entscheidungen für oder gegen eine Kortison-Behandlung oder die Auswahl, wie Medikamente verabfolgt werden, etwa als Tablette,Infusion in der Arztpraxis oder als Spritzedurch den Betroffenen selbst zu Hause. Das klingt kompliziert, was bedeutet es in der Praxis? Der Betroffene soll –wenn er es selbst will –zum Manager seiner eigenen Krankheit werden. Er muss in der Lage sein, seinem Arzt Fragen zu stellen oder beispielsweise für sich das Therapieziel zu definieren. Solche Gespräche auf Augenhöhe kann der Kranke nur führen, wenn er gut informiert ist, im besten Fall durch seinen Arzt, aber auch durch Selbsthilfeorganisationen wie die Rheuma-Liga. Meine Erfahrung ist: Mehr Wissen über die Krankheit und der Austausch in Selbsthilfegruppen gibt rheumakranken Menschen mehr Selbstbewusstsein und -sicherheit und führt zupositiven Verhaltensänderungen. Zum heutigen Weltrheumatag gibt es eine kostenlose Beratungshotline unter der Telefonnummer 0800 5332211. Rheumatologen, darunter auch Gromnica-Ihle, beantworten von16bis 19 Uhr Fragen. Danach gibt es bis 21 Uhr einen Internet-Chatmit Spezialisten unter www.rheuma-liga.chat. Beeren, Kohl und Fisch Nach dem Mittelmeer kommt der Norden –und macht mit der nordischen Diät von sich reden. Aber ist sie genauso gesund? VonSabine Meuter,Potsdam Im Idealfall ist das Essen nicht nur lecker, sondern auch gesund.Viele schwören auf mediterrane Kost, die vor allem auf frisches Obst wie sonnengereifte Pfirsiche, auf Olivenöl, Nüsse und Fisch setzt. Wersich so ernährt, hat ein geringeres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden oder an Diabetes zu erkranken. Doch die Mittelmeerkost hat für Mittel- und Nordeuropäer einen kleinen Haken. Nicht alles ist in unseren Breitengraden frisch verfügbar. Wer lieber regional isst, kann sich an der nordischen Diät orientieren. „Hierbei handelt es sich nicht um eine klassische Diät, sondern um eine langfristige Ernährungsweise für Nordeuropäer“, sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Sie ist an die nordischen Verhältnisse und die dort verfügbaren und traditionell verwendeten Lebensmittel angepasst. „Das sind etwa Äpfel, Birnen, Beeren, Wurzelgemüse, Kohl, Vollkorngetreide, Roggenbrot und Getreideflocken“, sagt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik (VFED). Außerdem gehören Fisch, Anzeige Di,16. OKTOBER 2018 | 18.00 Uhr Schmerzmittel richtig anwenden Achtung, Nebenwirkung! Referentin: Dr. med. Aviva Raatz Chefärztin Fachabteilung für Innere Medizin I Allgemeine Innere Medizin & Gastroenterologie Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. krankenhaus bethel berlin Promenadenstraße 3–5 12207 Berlin-Lichterfelde • Telefon 030/7791-0 www.krankenhaus-bethel-berlin.de Milch und Milchprodukte, Kartoffeln und regional typische pflanzliche Fette dazu. Ist die nordische Diät tatsächlich genauso gesund wie die mediterrane Kost? „Das ist bislang noch nicht so ganz klar“, erklärt Matthias Schulze. Er ist Leiter der Abteilung Molekulare Epidemiologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Wissenschaftler um Schulze haben die Daten von rund 27 500 Menschen ausgewertet. Dabei wurde auch der Einfluss der nordischen Diät untersucht. Anhand von Punkten berechneten die Forscher, obeseinen Zusammenhang gibt zwischen dem Grad, mit dem die nordische Diät eingehalten wurde, und dem Auftreten von Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs. „Es konnte nicht festgestellt werden, dass sich die nordische Diät positiv auf Diabetes auswirkte“, so Schulze. Nach seinen Angaben weisen die Ergebnisse aber darauf hin, dass, wer sich auf diese Art ernährt, seltener an einem Herzinfarkt erkranken könnte. Einen Zusammenhang zwischen nordischer Diät beziehungsweise Mittelmeerkost und Krebserkrandien das Augenmerk gezielter auf einzelne Krebsarten gelegt werden“, sagt Schulze. Die gute Nachricht ist aber:Obwohl sie hier nicht heimisch ist, scheint die Mittelmeerdiät auch NORDISCHE DIÄT Grundlagen: In heimischen Beeren, Kohl und Wurzelgemüse stecken wichtigeVitamine. Fisch und Meeresfrüchtekommen aus regionalen Flüssen und Seen, etwa Barsch, Forelle, Hering,Lachs oder Makrele. Fleisch oder Eier gibt es nur selten. Gesunde Sattmacher: Produkte aus Vollkorngetreide oder Roggenbrot. Fette aus hochwertigem Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette sollten in Maßen, aber täglich verzehrtwerden. Erlaubt sind auch fettarme Milch und Milchprodukte. Heimische Kartoffeln liefernviele wichtigeBallaststoffe. Zusätzlich: Frische Kräuter und Pilze aus dem Wald geben den Mahlzeiten Pfiff. Keinesfalls fehlen darf reichlich Wasser: pro Tagmindestens anderthalb Liter. kungen sahen die Wissenschaftler nicht. Möglicherweise könnten aber beide Ernährungsweisen doch das Risiko für Krebserkrankungen senken. „Dafür müsste in weiteren Stuin Deutschland Wirkung zu zeigen. Teilnehmer, die sich relativ strikt an die Mittelmeerkost hielten, hatten der Potsdamer Studie zufolge ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko, an Diabetes vomTyp 2zuerkranken, als Teilnehmer, die sich nur teilweise mediterran ernähren. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass mit der Mittelmeerkost das Risiko für einen Herzinfarkt niedriger ist. „Nach unseren Ergebnissen sind die positiven gesundheitlichen Folgen für Menschen, die den Regeln der mediterranen Ernährung folgen, größer, als wenn sie auf die nordische Diät setzen“, sagt Schulze. Die mediterrane Kost könne nicht nur in Mittelmeerländern, sondernauch in Deutschland das Risiko für chronische Erkrankungen senken. Das heißt: Werreichlich Gemüse, Obst, Nüsse, Samen, Fisch, Hülsenfrüchte, Getreide und Olivenöl zu sich nimmt, aber wenig Fleisch, Milch und Milchprodukte verzehrt, lebt gesund. Generell gilt beim Kochen und Essen: „Möglichst regionale und saisonale Produkte verwenden“, sagt Morlo. Vorzugsweise sollten zudem Bio-Lebensmittel konsumiert werden –sie sind laut Morlo nachweislich gesünder als herkömmliche Lebensmittel. Für ein gutes Körper- und Lebensgefühl ist aber auch eines wichtig: „Man sollte achtsam und mit Genuss essen“, rät Morlo. (dpa)

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