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Berliner Zeitung 13.04.2019

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Berlin Seiten 10 und 11 GETTY/MARCEL TER BEKKE Ines Geipel: „Der Osten ist nervös“ Feuilleton Seiten 26 und 27 Nur anderthalb Jahrenoch, dann soll der BER öffnen. Im Oktober 2020 sollen dort erstmals Flugzeuge abheben. Das hat Flughafenchef EngelbertLütke Daldrup erneut bekräftigt. „Die Baufertigstellung entwickelt sich so,wie wir es Ende 2017 gemeinsam mit dem TÜV, den Projektsteuerern und externen Experten angenommen haben“, sagte er am Freitag der Berliner Zeitung. Doch weiterhin gibt es Zweifel, ob der Albtraum für Planer und Politiker dann tatsächlich zu Ende geht. Inzwischen wächst auch in der rot-rotgrünen Koalition die Skepsis, ob Lütke Daldrup und seine Leute es wirklich schaffen, ihr Versprechen einzuhalten. 18 Monate –das ist gemessen an der jahrelangen Pannengeschichte dieses Milliardenprojekts eine beängstigend kurze Zeit. Post vonLütke Daldrups Anwalt Harald Moritz wirkt ziemlich aufgebracht. Nein, er habe kein Vertrauen mehr in die Flughafengesellschaft FBB, sagte der Grünen-Verkehrsexperte am Freitag. Er habe den Eindruck, dass die FBB die Baustelle „nicht im Griff hat“. Moritz ahnt, warum von dort seit Monaten kaum noch positive Nachrichten kommen. Stattdessen gelangen immer neue Hiobsbotschaften an die Öffentlichkeit. So bestätigte Flughafensprecher Hannes Hönemann am Freitag, dass der TÜV in seinem jüngsten Statusbericht zum BER vomMärzauf zahlreiche Mängel hinweist. Der Tagesspiegel hatte berichtet, dass sich deren Zahl allein bei der Sicherheitsstromversorgung und der Sicherheitsbeleuchtung im Terminal auf über 11 500 summiere. DerEröffnungstermin Oktober 2020 sei „aufgrund des unfertigen Anlagenzustands starkgefährdet“, so die Prüfer. „Wir stehen ernsthaft vor der Frage, obder BER nicht zu einer Investitionsruine wird“, sagte der CDU-Politiker Christian Gräff am Freitag. „Ist der Standort Schönefeld noch zu retten? Da bin ich sehr skeptisch.“ Seit zwei Wochen bekäme er täglich Informationen, die ihn „in Ohnmacht“ fallen ließen. „Das sind schlechte Tage für Deutschland.“ Für ihn sei der jüngste Bericht ein „klares Signal, dass eine Eröffnung 2020 nicht nur schwierig, sondern fast unmöglich bis unmöglich wird“, sagte FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja. Er forderte, schnellstmöglich einen Plan Bzuerarbeiten, der den Weiterbetrieb des Flughafens Tegel umfasst. Zudem müsse der Senat dafür sorgen, dass die Tegel-Anwohner den ihnen ab 2020 zustehenden Lärmschutz erhalten. Gemeinsam mit der CDU werde seine Fraktion beantragen, den Auftrag des Untersuchungsausschusses zu erweitern, damit er auch aktuelle BER-Themen aufklären kann. Czaja griff den Vorsitzenden der FBB-Geschäftsführung verbal an. „Flughafen-Chef Lüdke Daldrup hat sich als notorischer Lügner erwiesen, von dem die Verlängerung für Tegel? Je näher der BER-Eröffnungstermin rückt, desto unwahrscheinlicher wird er. Auch in der Berliner Regierungskoalition gibt es jetzt Zweifel an der Führung der Flughafengesellschaft VonPeter Neumann „Wir stehen ernsthaft vor der Frage, obder BER nicht zu einer Investitionsruine wird. Ist der Standort Schönefeld noch zu retten? Da bin ich sehr skeptisch.“ Christian Gräff, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus und Mitglied des Untersuchungsausschusses BER Steuerzahler keine Wahrheit über den BER erwarten können“, sagte er. Die Antwort kam kurz darauf. Dies sei eine „unzutreffende Tatsachenbehauptung, die zugleich beleidigenden Charakter hat“, entgegnete der vom Flughafenchef beauftragte Rechtsanwalt Gernot Lehr von der Sozietät Redeker Sellner Dahs dem FDP-Fraktionschef. Czaja solle Sachverhalte mitteilen, aus denen sich „die Richtigkeit der von Ihnen aufgestellten Behauptungen ergibt“ oder aber eine Unterlassungsverpflichtungserklärung unterzeichnen. Falls nicht, werdeerempfehlen, die „erforderlichen gerichtlichen Schritte einzuleiten“, so der Anwalt. In den vergangenen Monaten wurde am BER viel geschafft, sagte Lütke Daldrup. „Seitdem haben wir die Sicherheitstüren fertig bekommen, die Probleme mit der Sprinkleranlage gelöst und die Entrauchungssteuerung funktionsfähig gemacht. Aktuell haben wir noch zwei kritische Gewerke.“ Bosch und weitere Firmen müssen die letzten Arbeiten an der Brandmeldeanlage in den nächsten Wochen abschließen und die Firma ROM mit ihren Partnern die Mängelbeseitigung bei den Kabeln forcieren. Lütke Daldrup: „Alle arbeiten mit Hochdruck“ –damit die dreimonatige Wirkprinzipprüfung im Sommer beginnen kann. DieArbeiten an der Brandmeldeanlage seien weitgehend abgeschlossen. „Jetzt geht es um die Frage, was der TÜV von der Arbeit hält. Es wird sicher noch einige Wochen dauern, bis die Brandmeldeanlage abgenommen ist“, sagte er. Er äußerte sich auch zu Darstellungen, wonach im Terminal montierte Dübel möglicherweise brandschutztechnischen Anforderungen nicht entsprächen. Für einige Dübelarten soll beim Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) eine „vorhabenbezogene Bauartgenehmigung“ beantragt werden, hieß es.„Solche und ähnliche Genehmigungen für einzelne Bauteile des BER gibt es schon weit über 100. Wirbereiten die Unterlagen gerade vor und reichen sie in den kommenden Wochen ein“, erklärte Lütke Daldrup. „Das LBV braucht ausreichend Zeit, um sich mit dem Thema intensiv zu beschäftigen. Da wollen wir nicht drängeln.“ Es gehe um einen„sehr geringen Teil“ der Dübel im Flughafenterminal. Eine Fifty-fifty-Chance Am 7. Juni soll der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) dem Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. Jörg Stroedter, Obmann der SPD in dem Gremium, sieht den Skandal stattdessen bei einigen Baufirmen. Siewürden vereinbarte Leistungen nicht ordnungsgemäß und zu spät erbringen, sagte er am Freitag. „Herr Lütke Daldrup macht einen guten Job, ich habe vollesVertrauen zu ihm.“ Stroedtersieht weiterhin eine Chance von 50zu50, dass der BER im Oktober2020 öffnet: „Das ist immer noch möglich.“ Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501801 61015 Sie beschäftigen inklusiv Menschen mit Schwerbehinderung? Das Land Berlin freut sich auf Ihre Bewerbung! Der Inklusionspreis wird in drei Kategorien ausgelobt: –Kleinunternehmen –Mittelständische Unternehmen –Großunternehmen Private sowie öffentliche Unternehmen jeder Größe und aller Wirtschaftsbereiche sind herzlich eingeladen, am Wettbewerb teilzunehmen. Neben Bewerbungen von alteingesessenen Firmen ist die Teilnahme von Start-up- und neu gegründeten Unternehmen ausdrücklich erwünscht. Die Gewinner erhalten jeweils: •Eine Geldprämie •Eine Skulptur •Eine Urkunde Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen eines Festaktes am 11. November 2019 im Wappensaal des Roten Rathauses. Ihre Bewerbung richten Sie bitte an: Landesamt für Gesundheit und Soziales –Integrationsamt Frau Nelli Stanko –IICÖA∙Darwinstraße 15 ∙10589 Berlin ·Telefon: 030/90229-3307 Bewerbungsschluss: 31.07.2019 · Näheres im Internet: www.berlin.de/inklusionspreis Für den Inhalt verantwortlich: Nelli Stanko –IICÖA V.i.S.d.P.: Silvia Kostner –ZPress

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