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Berliner Zeitung 13.06.2019

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Mit Blitz und Donner: Das nächste Unwetter jagt durch Berlin – Berlin Seite 9 Heute mit Kulturkalender 16°/27° Heiter bis wolkig Wetter Seite 2 Immer mehr Notrufe: Die Bilanz der Feuerwehr Berlin Seite 9 www.berliner-zeitung.de Glücklich: DFB-Frauen gewinnen gegen Spanien Sport Seite 20 Donnerstag,13. Juni 2019 Nr.134 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Wieder da: Gerhard Schröder im Wahlkampf Politik Seite 4 Die Königsmacherin von Bremen VonTobias Miller Bremen ist nicht groß. Aber trotzdem interessiert derzeit, was in dem kleinen Bundesland los ist. Und wenn man es personalisieren wollte, liegt das Interesse an Maike Schaefer, 48. Sie war im Wahlkampf die Spitzenkandidatin der Grünen in Bremen. Und die haben entschieden, von diesem Mittwoch an unter Schaefers Führung nicht nur mit der SPD,sondernsogar mit der Linken Koalitionsverhandlungen zu führen. Es wäre das erste Mal, dass die Linke in einem westlichen Bundesland an der MaikeSchaefer entscheidet, wermit ihr Bremen regiert. Rot-Grün-Rot Macht beteiligt wird. Deswegen sind einige aufgeregt, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Ob Maike Schaefer aufgeregt in die Verhandlungen geht, ist nicht bekannt. Zumindest während des Wahlkampfes hat sie der BremerWeser-Kurier als locker und entspannt beschrieben. DasEinzige,was sie genervt habe, war die Frage,wie sie das alles mit einem Kind, sie ist Mutter eines achtjährigen Sohnes, schaffe. Sie habe einen „sehr emanzipierten Mann“, war die Antwort. Thema beendet. Sie wird außerdem als hartnäckig beschrieben. Als eine Politikerin, die in der Lage ist, ihre Ziele mit langem Atem zu verfolgen. Seit vier Jahren ist sie Fraktionschefin, gewann aber neben den beiden Senatorinnen Karoline Linnert und Anja Stahmann nur wenig öffentliches Profil. Am Ende setzte sie sich aber in einer Urwahl als Spitzenkandidatin durch. Gegen den Stress zieht sie sich auf das Familienboot zurück oder kümmert sich um ihrebeiden Bienenvölker. Inhaltlich steht die studierte Biologin für Ökologie und Soziales, im Wahlkampf sprach sie davon, die „mietrechtlichen Spielräume“ zu nutzen, um Mietsteigerungen zu dämpfen. Schaefer ist in die Rolle der Königsmacherin gerutscht. Denn auch CDU und FDP haben den Grünen ein Regierungsangebot gemacht. Man votierte für Rot-Grün- Rot. Schwierig wird eswohl nur mit der Linken, die gerne mehr Geld ausgeben möchte. Die SPD ist froh, an der Macht zu bleiben. DieSZschrieb über Schaefer:„Ihre Partei kann eine Bremer Epoche beenden oder eine andere eröffnen.“ Zeit, ein wenig aufgeregt zu werden. Bühne frei Die Volksbühne hat wieder einen Intendanten: René Pollesch übernimmt das Theater im Sommer 2021. Washat er vor? Seite3 Humboldt Forum wird nichtfertig Schon wieder Probleme mit einer Berliner Großbaustelle: Die Eröffnung wird auf 2020 verschoben VonNikolaus Bernau Endlich wurde es auch von den Betreibern des Humboldt Forums eingestanden: Der bisher zum 250. Geburtstag vonAlexander vonHumboldt im September angekündigte Eröffnungstermin ist nicht zu halten. Bei einem als Baustellenrundgang angekündigten Pressetermin gab der neue Generalintendant Hartmut Dorgerloh am Mittwoch bekannt, er werde dem Stiftungsrat am 26. Juni vorschlagen, das riesige Haus mit seinen drei großen Museen, den Ausstellungen zur Geschichte des Orts, Cafés, Geschäften und Veranstaltungssälen erst im nächsten Jahr zu eröffnen. Wann genau, sei noch nicht klar. Die das Projekt betreuende Bundesbauverwaltung habe nämlich erst jüngst festgestellt, dass die für die Ausstellungen notwendigen Klimaanlagen nicht vollständig funktionierten. Beilaufenden Bauarbeiten könnten diese auch nicht erprobt und abgestimmt werden. Tatsächlich zeigt sich das Humboldt Forum weit über die Klimaanlagen hinaus noch als Baustelle. In vielen Räumen ist noch der rohe Beton zu sehen, in Treppenhäusern werden gerade erst Kabelkanäle gestemmt, sogar die Faschen der Fenster sind noch grob. Nur in einigen Ausstellungssälen sind die Ausbauarbeiten so weit vorangeschritten, dass die Vitrinen schon aufgerichtet werden können. Kaum verwunderlich also, dass die Staatlichen Museen unddas Berliner Stadtmuseum schon vor Monaten nur von Teileröffnungen ihrer Dauerausstellungen sprachen, vergangene Woche auch bekannt wurde, dass die zur Eröffnung geplante Elfenbeinausstellung nicht bestückt werden könne. Ist das Humboldt Forum jetzt ein neuer BER? Dorgerloh versicherte, dass es sich nur um eine Verschiebung um einige Monate handele und die Kosten gehalten würden. Allerdings müsse man die als Reserve angesparten 78 Millionen Euro angehen, da der Bauboom die Kosten steigen lasse. Abgesehen von der Frage, warum die Bauverwaltungen erst jetzt die Reißleine zogen, obwohl „Ich nehme die Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis. Sicherheit und Qualität gehen aber vor Tempo.“ Hartmut Dorgerloh, Generalintendant des Humboldt Forums auch die Umplanungen oft jahrelang bekannt waren, kann doch konstatiert werden: Diese Verschiebung könnte einmal als Glück für das Humboldt Forum betrachtet werden. Erstens sind die Museen mit ihren Besitzstandsrecherchen und Restaurierungsprojekten bei weitem noch nicht so weit wie geplant. Auch die für diesen Donnerstag angekündigte Vorstellung des Weiterkonzepts für die Museumsbauten in Dahlem als Depot- und Forschungszentrum wurde am Mittwoch plötzlich abgesagt. Außerdem gibt die Verzögerung die Chance, die teilweise schon vor fast 20 Jahren entwickelten Ausstellungskonzepte noch zu verbessern, um etwa die Kolonial- und dieWiderstandsgeschichte,die Erwerbungsgeschichte oder die kulturelle Nähe Europas zurWelt zu integrieren. Auch die von den drei Gründungsintendanten zerschlagene Idee umfassender Ausstellungen etwa zu Nordamerika oder China könnte wieder zusammengeflickt, mancher Wechselausstellungs- wieder Dauerausstellungsraum werden. Wenn die Planer des Forums es nicht so machen wie lange Zeit diejenigen des BER, also eisern anPlänen festhalten, sondern sich neuen Ideen öffnen. Die Verschiebung ist auch eine Chance –auch dafür, das Riesenhaus nicht in einem großen Schlag, sondern nach und nach zu eröffnen und damit die Freude des Neuanfangs immer wieder zu erleben. So wie einst zwischen 1970 und 1974 bei den Museen in Dahlem. Eine Verschiebung um einige Monate ist bei einem Projekt dieser Größenordnung noch kein großes Problem. Wenn es dabei bleibt. BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER AfD liegt in Brandenburg vorn Umfrage zweieinhalb Monate vor der Wahl Nach herben Verlusten in einer Umfrage etwa zweieinhalb Monate vor der Brandenburger Landtagswahl am 1. September sieht die SPD noch viel Arbeit im Wahlkampf vor sich. Ministerpräsident und SPD-Landeschef Dietmar Woidke sagte am Mittwoch auf die Frage, welche Schlüsse er aus der Umfrage ziehe: „Dass wir kämpfen müssen, um die Landtagswahl zu gewinnen.“ Fraktionschef Mike Bischoff sagte auf die Frage zu Konsequenzen: „Arbeiten, arbeiten, arbeiten – und rechtspopulistischen Kräften jederzeit die Stirnbieten!“ DieSPD hatte bei der Europawahl bundesweit und im Land deutliche Verluste eingefahren. In Brandenburg regiert die Partei seit 1990, seit zehn Jahren mit den Linken, davor mit der CDU. Grüne so starkwie die CDU DieAfD ist bei der Umfrage vonInfratest dimap für die RRB-Sendung „Brandenburg aktuell“ und den Sender Antenne Brandenburg mit 21 Prozent erstmals stärkste Kraft geworden. Die SPD kam auf 18 Prozent, dem laut RBB bisher niedrigsten Wert in der Umfrage. Die CDU erreichte 17 Prozent, die Linke 14 Prozent, die FDP kam auf 5Prozent, die Freien Wähler erreichten 4Prozent. Im Vergleich zur April-Umfrage verloren SPD,CDU und Linke klar an Prozentpunkten. Hingegen legten AfD und Grüne noch einmal zu. Die Grünen, die bei der bislang letzten Landtagswahl 2014 gerade einmal sechs Prozent einfuhren, erreichen in der Umfrage 17 Prozent in Brandenburg und liegen nun gleichauf mit der CDU auf Platz 3. (dpa) Leitartikel Seite 8, Brandenburg Seite 16 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 41024 Besser hier.Besser wir. Joachimsthaler Str. 5–6 ·Friedrichstr.150 ·Schlossstr.18 Wilmersdorfer Str.125 ·Bayreuther Str.37–38 Jetztden hohenGoldpreis nutzen – Direktbeim Testsieger verkaufen! 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