Aufrufe
vor 1 Jahr

Berliner Zeitung 13.10.2018

  • Text
  • Berlin
  • Berliner
  • Oktober
  • Frauen
  • Zeitung
  • Frau
  • Bayern
  • Menschen
  • Welt
  • Zeit
  • Berlin.de

Berliner Zeitung

Großelterndienste bringen ältere Menschen mit Familien zusammen –oft beginnt so eine Beziehung, die viele Jahre hält SEITEN 4/5 Jasna Fritzi Bauer isteine der eigenwilligsten Schauspielerinnen ihrer Generation. Jetzt darf sie auch auf der Leinwand erwachsen werden SEITE 6 Vorgenau einem Jahr twitterte AlyssaMilano „#MeToo“ –ein Blick auf Hashtags,die die Sexismus-Debatte seitdem vorangetrieben haben SEITE10 PRIVAT Frauenleben von Ost nach West – Report Seiten 2und 3 Anzeige Anzeige Entsorgungslösungen für Gewerbe und Industrie Entsorgungslösungen für Gewerbe und Industrie www.bartscherer-recycling.de www.bartscherer-recycling.de 13°/25° Draußenwetter Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Heute mit Service und Immobilien Sonnabend/Sonntag,13./14. Oktober 2018 Nr.239 HA -74. Jahrgang Auswärts/D*: 1.90 € Berlin/Brandenburg: 1.70 € Im Magazin: MAGAZIN Im Garten des Künstlers EinBesuch bei André Heller in Marrakesch Seiten 2und 3 Endlich erwachsen Jasna Fritzi Bauer ist keine Rotzgöremehr Seite 6 Schau mir ins Gesicht DieWerkschau vonMartin Schoeller Seite 7 Leihopa gesucht Dich gibt es! Du lebst! André Hellerwar Aktionskünstler,Chansonnier,Eventmanager,Schauspieler. Jetzt, mit Anfang 70, ist er endlich auch ein Mann, derweiß, was ihn glücklich macht. Ein Gespräch über dunkle Tage in Berlin, Vaterliebe und seinen Garten in Marrakesch SEITEN 2/3 Zu eckig für Schubladen Ganz nah ran: Fotograf Martin Schöller ste lt aus Seite 7 #MeToo und die anderen Anzeige Wenn Bayern wählt, … …dann betrifft das die ganze Republik. Dabei ist der Südstaat nicht immer leicht zu verstehen. Trotzdem gibt es selbst in Berlin Anhänger. Seiten 4, 10 und 11 DPA/FABIAN SOMMER [M], VOLKMAR OTTO www.fliesen.de Eiskunstlauf im Selbstversuch Berlin bewegt sich Seite 20 Ein Jahr mit #MeToo LeitartikelSeite8,Magazin Ein Riesenverkehrshindernis wirddie Demonstration „Für eine offene und freie Gesellschaft – Solidarität statt Ausgrenzung“ an diesem Sonnabend werden. Um 12 startet dieVeranstaltung am Alexanderplatz. Für 16 Uhrist an der Siegessäule die Abschlusskundgebung mit einer schrecklich langen Rednerliste und einem fetten Musikprogramm angesetzt: neben Herbert Grönemeyer und Konstantin Wecker auch die Geigerin Isabelle Faust und ihr Kollege Christian Tetzlaff, der Rapper Romano und viele andere. Im Aufruf zur Demonstration heißt es: „Humanität und Menschenrechte, Religionsfreiheit und Rechtsstaat werden offen angegriffen. Es ist ein Angriff, der uns allen gilt. Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Das Sterben von Menschen auf der Flucht nach Europa darf nicht Teil unserer Normalität werden.“ Es ist bereits unsere Normalität. Darum haben mehr als 450 Organisationen und 9500 Einzelpersonen zu dieser Demonstration aufgerufen. Am Sonnabend soll gezeigt werden, dass es eine Alternativegibt zur immer stärker,immer massiver werdenden Ausgrenzung. Solidarität ist machbar. Demonstrationen sind dazu da, etwas zu zeigen. Siezeigen auf Missstände, sie zeigen auf Übeltäter, sie zeigen selten, was zu tun wäre. Aber sie machen deutlich, in welche Richtung die Gesellschaft sich bewegen soll. Die Demonstration am Sonnabend wirdzeigen, dass die deutsche Gesellschaft, die gerade dabei ist, sich neu zurechtzuruckeln, sich dagegen wehrt, auseinandergerissen zu werden. Wir wissen, dass die Deutschen inzwischen wieder von überall her kommen. Wir wissen, dass das gut ist. Auf jeden Fall deutlich besser als das Deutschland, das nur deutsch und nichts als deutsch sein wollte. Man hört die Forderung, die Kinder der Gastarbeiter sollten ihre deutsche Staatsbürgerschaft wieder abgenommen bekommen: „Deutschland den Deutschen!“ Das ist genau der Wahnsinn, mit dem wir die Bundesrepublik ruinieren werden. Die Dummheit, der Stolz auf die eigene Borniertheit, breitet sich aus und vergiftet die Atmosphäre. Kein Mensch hat Lust darauf, in einem Land zu leben, in dem jeder mit einem ausländischen Namen angemacht wird und damit rechnen muss, von Schlägerglatzen hinausgedrängt zu werden. Deutschland wird sich nicht in Deutsche und Ausländer auseinanderdividieren lassen –das wird die Demonstration zeigen. Wir wissen, dass der Hass auf die Fremden nur ein Anfang ist. Es geht in Wahrheit um die Bestimmung dessen, werdazugehörtund wernicht. Darumwird derzeit gekämpft. Das wissen die meisten von uns. Darum demons- Bis zur Siegessäule An diesem Sonnabend werden voraussichtlich Zehntausende Menschen in Berlin für eine offene und freie Gesellschaft demonstrieren VonArnoWidmann Gegen den Fremdenhass in der alten Bundesrepublik gründeten die Gewerkschaften schon 1986 den Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!“ trieren auch Schwule und Lesben am Sonnabend mit. Der Versuch, sich aus der Bevölkerung einVolk herauszudestillieren, ist ein Angriff auf jeden, der diese Gesellschaft mag, weil sie ihm die Freiheit gibt, der zu sein, der er ist oder werden möchte. „Wir sind das Volk“ ist eine schöne Parole, wenn sie die Regierenden an den Artikel 20 erinnert: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Richtet sich die Parole „Wir sind das Volk“ aber gegen andereTeile der Bevölkerung, dann erfüllt sie den Tatbestand der Volksverhetzung. Es ist höchste Zeit, deutlich zu machen, dass viele Deutsche nicht länger zuschauen wollen, wie sie unter dem Vorwand, sie vorAusländern zu schützen, ihrer eigenen Rechte beraubt werden. Das Asylrecht gehörte zur Lebensqualität der Bundesrepublik. Wie die einstige Qualität deutscher Autos.Beides waren zivilisatorische Errungenschaften. Beides wurde und wird weiter heruntergewirtschaftet. Gegen den Fremdenhass in der alten Bundesrepublik gründeten die Gewerkschaften schon 1986 denVerein „Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“. Das zeigt, wie schwer die Aufgabe ist, wie viel Stehvermögen man braucht und wie lang der Atem sein muss. Die Auseinandersetzung zwischen denen, die hinausschmeißen wollen, wer ihnen nicht passt, und denen, die sagen, wir wollen versuchen, es miteinander auszuhalten, begleitet die Menschheitsgeschichte überall auf der Welt. Es ist immer eine problematische,auchheißumkämpfte Auseinandersetzung. Die Demonstration am Sonnabend wirdzeigen, wernochinteressiert ist am Prozess der Zivilisierung Deutschlands, andem Versuch, aus dem Kampfplatz, dem Kriegsschauplatz, der die Mitte Europas immer wieder war,einen Ortzumachen, an dem politische Differenzen friedlich ausgetragen werden können. Das ist ein wenig zusanft gesagt. InWahrheit geht es darum, dem Pogromklima, das in Deutschland um sich greift, ein Ende zu machen. Ich möchte nicht mit den alten und jungen Nazis allein zurückbleiben. Das Deutschland, das wir lieben, entstand dank der tatkräftigen Unterstützung der Immigranten und ihrer Kinder. Wenn sie gehen, weil sie keine Lust mehr haben, auf ewig als Bürger zweiter Klasse betrachtet zu werden, dann verliert Deutschland auch wesentliche Elemente seiner Intelligenz. Davor gilt es das Land zu bewahren.Wirdemonstrieren, wenn wir für „eine offene und freie Gesellschaft“ für „Solidarität statt Ausgrenzung“ auf die Straße gehen, dass wir verstanden haben, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind. Das Verkehrshindernis ist nicht die Demonstration, sondern das, wogegen siesich richtet. Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501702 61041 BEI KÖNIG OHNE ANZAHLUNG: MIND.500 €FÜR IHRENALTEN GEBRAUCHTEN 1 RenaultScénic 159€ * mtl. Leasingrate RenaultScénic Intens Energy TCe 115 ·Klimaautomatik ·Navigations-Paket ·Einparkhilfevorne undhinten·Bluetooth-Freisprecheinrichtung ·Lederlenkrad ·5Jahre Garantie serienmäßig ·*zzgl. 799 €für Bereitstellungskosten ·mtl. Leasingrate: 159 €·Anzahlung: 0€·Laufzeit: 60 Mon. 10 Tkm/Jahr·ein Angebot derKönig Leasing GmbH (10829 Berlin, Kolonnenstr. 31) · 1) mind. 500 €über ATfür hr Altfahrzeug bei nzahlungnahme ·Abbildungzeigt Sonderausstaungen Gesamtverbrauch (l/100 km): innerorts 7,1; außerorts 4,9; kombiniert 5,7; CO 2 -Emissionen (g/km): kombiniert 127 (Werte nach VO(EG) 715/2007) Berlin-Charloenburg, Sophie-Charloen-Str. 26030-301039860 · Berlin-Köpenick, Wendenschloßstr. 184 030-6580220 · Berlin-Spandau, AmJuliusturm 40-42 030-3549230 Berlin-Pankow, Schönerlinder Straße 1030-51731340 ·Berlin-Steglitz, Goerzallee 117 030-88669770 · Gosen, AmMüggelpark 6 03362-883910 · Hoppegarten, Carenaallee 3 03342-426860 · AutohausGohardKönig GmbH (Sitz: 10829 Berlin-Schöneberg,Kolonnenstr. 31 030-7895670) · insgesamt 45x in Deutschland www.renault-koenig.de

2019

2018