Aufrufe
vor 11 Monaten

Berliner Zeitung 14.01.2019

  • Text
  • Berlin
  • Berliner
  • Januar
  • Junge
  • Frische
  • Luft
  • Zeitung
  • Aquaman
  • Liebe
  • Deutschen
  • Berlin.de

Berliner Zeitung

Als alles anfing: Berlin, Hauptstadt der Mode – Stadtgeschichte Seite 10 Nelken und Revolution Seite 11 1°/6° Schneeschauer Wetter Seite 2 Schutz: Versicherung gegen Datendiebstahl Wirtschaft Seite 9 www.berliner-zeitung.de Mit Effet: Handball-Kapitän Uwe Gensheimer Sport Seite 20 Montag,14. Januar 2019 Nr.11HA-75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Am Start: Die Neuaufstellung der CDU Politik Seite 4, Leitartikel 8 Vielleicht, vielleicht auch nicht VonMarcus Weingärtner Obesden drei MusikernamEnde zu wenig Rampenlicht war, ob sie sich gar in den Schatten gestellt fühlten von ihrer Sängerin, die einst ein großes Erbe antrat und entgegen allen Unkenrufen erfolgreich fortführte, wird letztlich ein Geheimnis bleiben. Nunist jedenfalls mit „Hier“ Anna Loos’ erste Solosingle erschienen. Sicher ist auch, dass die Trennung von Loos und der legendären DDR-Band Silly im Dezem- Anna Loos, Sängerin und eventuell Bandmitglied Anna Loos ber überraschend kam. Die Entscheidung war –wie es bei Scheidungen so schön heißt – einvernehmlich, hatte aber einen faden Beigeschmack. Eine Pause wolle man einlegen, sagte Silly-Keyboarder Ritchie Barton der Berliner Zeitung, und auch Loos, die vor zwölf Jahren für die 1996 verstorbene Tamara Danz ans Mikrofon trat, wich aus.„Also ich hab wirklich schon ein paar Jahre lang das Gefühl, dass in mir was drin ist, was rauswill, und das hab ich den Jungs auch gesagt“, sagte die 48-Jährige nun in einem Interview mit einem Berliner Radiosender. Mit anderen Worten: Loos will nicht mehr mit einer Band im Schlepptau erfolgreich sein, sondern als Solokünstlerin. Undwarum nicht? Geprobt hat sie ja lange genug und bewiesen, das sie Frontfrau über genügend Charisma verfügt, um eine Halle zu unterhalten. Für ihreBegleitmusiker, die ja die eigentlichen Silly- Erben sind, vielleicht sogar ein wenig zu viel Charisma. Aber man soll jedoch bekanntlich niemals Nie sagen und nun verkündet Loos passenderweise zeitgleich mit dem Erscheinen ihres Solodebüts, dass überhaupt nichts in Stein gemeißelt sei. Es habe kein böses Blut gegeben zwischen ihr und Silly und vielleicht habe man gar eine gemeinsame Zukunft. Vielleicht. Mal sehen. Eventuell. Auch so hält man die Fans bei der Stange. Schneelast Wieder sterben Menschen unter den Schneemassen. In Bayern kämpft man um die Dächer.Reportage aus dem Krisengebiet Seiten 2und 3 Berlin bremst Raser mit Erfolg Schon 400 Strafverfahren gegen Teilnehmer illegaler Rennen. Einzug des Autos schmerzt besonders VonPeter Neumann Raser können töten. Eine neue Bestimmung im Strafgesetzbuch ermöglicht es, illegale Autorennen härter als bisher zu ahnden. In Berlin zeigt sich nun, dass der Raserparagraf offenbar sinnvoll ist und gebraucht wird. Denn er wird von den Strafverfolgungsbehörden rege genutzt. Das geht aus einer aktuellen Bilanz der Justiz hervor, die jetzt bekannt geworden ist. „Bei der Amtsanwaltschaft sind derzeit rund 300 Verfahren anhängig, bei der Staatsanwaltschaft rund 100“, sagte Martin Steltner, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, auf Anfrage. Bislang galt die Teilnahme an illegalen Rennen im Straßenverkehr nur als Ordnungswidrigkeit. Abschreckend war das nicht. Nachdem es Tote gab, beschloss der Bundestag im Juni 2017 härtereStrafen für Raser sowie Teilnehmer und Veranstalter illegaler Autorennen. Im Oktober 2017 trat der Paragraf 315 dinKraft. Er stellt nicht nur Rennwettbewerbe,andenen mehrereFahrzeuge teilnehmen, unter Strafe. Auch Einzeltäter müssen befürchten, zu bis zu zwei Jahren Haft oder zu einer Geldstrafe verurteilt zu werden. Geraten Leib und Leben anderer in Gefahr, drohen sogar bis zu fünf Jahre im Gefängnis. Die neue Regelung trifft Fahrer,die sich „mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos“ fortbewegen, um ein größtmögliches Tempo zu erzielen. Vonden 279 Strafermittlungsverfahren, die 2018 von der Berliner Polizei wegen des Raserparagrafen eingeleitet wurden, betreffen fast die Hälfte Einzeltäter. Autofahrer und Fußgänger können ebenfalls Anzeige stellen. Inzwischen wurden in Berlin erste Täter aufgrund des Paragrafen schuldig gesprochen. Im August 2018 verhängte das Amtsgericht Tiergarten 40 Stunden Freizeitarbeit gegen zwei Männer,die mit Tempo 100 über die Frankfurter Allee gerast waren. „Die schärferen Gesetze zahlen sich langsam aus“, sagte Sebastian Schlüsselburg, rechtspolitischer Sprecher der Linksfraktion. „Sie ermöglichen uns, wirkungsvoller als früher gegen Raser vorzugehen, die Leib und Leben von sich und anderen gefährden. Besonders zu begrüßen ist die zunehmende Beschlagnahmung der Fahrzeuge und die Einziehung der Fahrerlaubnis. Das trifft die Raser persönlich oft härter als die Verurteilung zu einer Geldstrafe.“ Paragraf 315f, ebenfalls 2017 ins Strafgesetzbuch eingefügt, erlaubt es, bei illegalen Rennen eingesetzte Autos einzuziehen. 2018 war das in Berlin 163-mal der Fall. „Es ist gut, dass der Bundesgesetzgeber die neuen Normen ins Strafgesetzbuch eingefügt hat“, so der SPD-Rechtspolitiker Sven Kohlmeier. Die Bilanz zeige, dass Polizei und Justizbehörden gut arbeiten. „Die Zahl der Verfahren zeigt die Notwendigkeit des entschlossenen Vorgehens gegen dieses Phänomen, das häufig vonTätern aus dem Umfeld sogenannter Clans begangen wird, deren lächerliches Imponiergehabe zu Todesfällen führen kann“, sagte Marcel Luthe vonder FDP.„Der Aufwand erfordertauchendlich eine Stärkung der Amtsanwaltschaft, die mindestens zehn neue Amtsanwälte für ihreAufgabenbraucht.“ Kommentar Seite8,Berlin Seite9 DPA/TOBIAS HASE Ramelow: Mehr Stolz auf das Erreichte Thüringer Ministerpräsident im Gespräch VonMarkus Decker Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow(Linke) hat davor gewarnt, AfD-Wähler zu stigmatisieren, und zugleich gefordert, dass die Ostdeutschen mehr Stolz auf das Erreichte entwickeln müssten. „Es wärevöllig verfehlt und würde unserem Land Schaden zufügen, jetzt in eine Katastrophenstimmung zu verfallen“, sagte er im Gespräch mit der Berliner Zeitung (Redaktionsnetzwerk Deutschland) mit Blick auf die guten Umfragewerte der AfD. „Im Übrigen würden wir damit etlichen AfD-Wählern Unrecht tun. Viele Wähler im Osten sind nur deshalb zur Wahl der AfD bereit, weil dann der Berliner Politikbetrieb am lautesten quietscht.“ Ramelow fügte hinzu: „Die zentrale Frage ist, wie wir die Ostdeutschen dazu kriegen, einen natürlichen Stolz auf das in 28 Jahren Erreichte zu entwickeln und zu sagen, wir haben Transformation durchlebt und gestaltet, wir sind wie in Thüringen ökonomisch erfolgreich, und wir haben das hinter uns, was ihr vor euch habt und können viel voneinander lernen.“ Dazu komme es unter anderem deshalb nicht, „weil es auch einen Resonanzboden braucht, in dem nicht immer nur vom Osten als Dunkeldeutschland die Rede ist.“ PolitikSeite 4 4 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 194050 501603 11003 buch dir warmegedanken. z. B. Korfu oder Pula – auch ab Tegel ab €39, 99* *One-Wayinklusive Steuern. Begrenzte Verfügbarkeit. Zeitraum: 08.01.19–26.10.19. Stand: 06.12.18. Die allgemeinen Geschäftsbedingungen sind auf easyJet.com einsehbar.

2019

2018