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Berliner Zeitung 14.04.2018

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Mieter auf der Straße: Die große Demonstration in der Hauptstadt – Berlin Seiten 10, 12 und 13 12°/19° Mit Regenschauern Wetter,Seite 36 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,14./15. April 2018 Nr.87HA-74. Jahrgang Auswärts/D*: 1.90 € Berlin/Brandenburg: 1.70 € Im Magazin: Drei Tage mit RomySchneider DieGeschichte ihres letzten Interviews Seite 7 Bühne frei „Daa-daa-daaaa-daa-daa-dada“ Ritchie Blackmoreund Smoke On TheWater Seiten 2und 3 Wenn Wortefehlen Sprachen, die vomAussterben bedroht sind Seiten 4und 5 Anzeige www.fliesen.de Eisern gegen St. Pauli Chris Dercon gibt auf. Die Volksbühne steht ohne Intendanten da. Die Geschichte eines Missverständnisses Report Seiten 2und 3, Leitartikel Seite 10 BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER Berlin am Wochenende Tina Hüttls Restaurantkolumne und mehr –abSeite 19 Sport Seite 28 Mehr als 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand im 50. Stock des Trump- Hochhauses in Manhattan zu löschen. Flammen loderten aus dem gläsernen Gebäude. Nach einer Stunde gab der Präsident per Twitter Entwarnung. Das Feuer sei besiegt, der Schaden begrenzt: „Es ist ein sehr solide gebautes Haus“, behauptete er. Da lag Donald Trump knapp daneben. Nicht nur erstickte ein Bewohner im Rauch. Auch ermittelten die Behörden, dass gesetzeswidrig keine Sprinkleranlagen installiertwaren. Das war am vorigen Sonnabend. Eine Woche später scheint das Weiße Haus in Washington in Flammen zu stehen. DieRazzia bei seinem Anwalt am Montag hat Trump nach Aussagen vonMitarbeiternanden Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht. Wütend drohte er per Twitter mit einem Raketenangriff in Syrien. Seither hat sich die Lage nicht nur im Mittleren Osten zugespitzt. Einneues Buch vonEx-FBI-Chef James Comey, Berichte über weitere vertuschte Affären und Spekulationen über brisante Tonbandfunde des FBI bei seinem Anwalt dürften den fernsehsüchtigen Präsidenten derzeit deutlich mehr beschäftigen als die weltpolitische Lage. „James Comey ist ein erwiesener Verräter und Lügner“, polterte er am Freitagmorgen auf Twitter. Das war die Retourkutsche für dessen Schilderung, Trump sei besessen vom Dossier über seine angeblich pikanten Prostituierten-Kontakte in Moskau gewesen und habe ihn beauftragt, die Story über die auf seinem Bett urinierenden Damen aus der Welt zu schaffen. Politisch schwerwiegender ist jedoch, dass Comey, bis vorkurzemein eingeschriebener Republikaner, den Präsidenten in seinem Buch mit dem skrupellosen Paten eines Mafia-Clans vergleicht: „Der Boss hat absolute Kontrolle.Die Treueschwüre. Die Wir-gegen-sie- Weltsicht. Das Lügen über alle Dinge, groß und klein, im Dienst eines Loyalitätskodex, der die Organisation über die Moral und über die Wahrheit stellt.“ Mutmaßlich weil Comey dem Regierungschef bei der Untersuchung von Russland-Kontakten seines Wahlkampfteams keine bedingungslose Loyalität schwören wollte, setzte Trump ihn im Mai 2017 ab. Damit ging der Ärger für den impulsgesteuerten Autokraten im Oval Office erst richtig los. Er verwickelte sich in Widersprüche,und Sonderermittler Robert Mueller wurde eingesetzt. Dessen Arbeit scheint nun kurz vor der Fertigstellung zu stehen. Nach US-Medienberichten waren Trumps Anwälte gerade dabei, eine mögliche abschließende Aussage des Präsidenten vorzubereiten, als die Nachricht über die FBI-Razzia bei Trumps Anwalt Michael Cohen hereinplatzte. Seither ist der Präsident außer sich und erwägt offenbar, Muellers Vorgesetzten, den Vize-Justizminister Rod Rosenstein, zu feuern. Der Showdown in der sogenannten Russen-Affärenaht. In einer Zangenbewegung gerät Trump unter Druck –wobei keines seiner juristischen und politischen Probleme im engeren Sinne etwas mit der vermeintlichen Moskau-Connection zu tun haben. Es geht um systematische Schweigegeldzahlungen zur Vertuschung außerehelicher Affären, illegale Wahlkampffinanzierung, Trumps Welt Der US-Präsident steht vor der Herausforderung, eine globale Krise meistern zu müssen. Doch seine innenpolitischen Probleme beschäftigen ihn mehr VonKarlDoemens, Washington AFP/BRENDAN SMIALOWSKI krumme Finanzdeals und vor allem die Behinderung der Justiz. Neben Mueller rücken Trump nun die New Yorker Staatsanwaltschaft und der aggressiveAnwalt der Pornodarstellerin Stormy Daniels auf die Pelle,von den täglich neuen Enthüllungen in den Medien ganz zu schweigen. Die jüngste Bombe platzte am Donnerstag: Die Nachrichtenagentur AP berichteten über eine angebliche Affäre Trumps mit einer Angestellten, aus der ein uneheliches Kind hervorging. Für die Geschichte selbst gibt es keine harten Belege.Erwiesen ist aber,dass ein Pförtner des Trump-Towers die Story Ende 2015 dem Skandalblatt National Enquirer anbot und dafür 30 000 Dollar erhielt. Er musste eine strenge Verschwiegenheitserklärung unterschreiben. DieGeschichte wurde nie gedruckt – angeblich weil Verleger David Pecker, ein enger Freund von Trump, intervenierte. Das klingt ganz ähnlich wie bei dem Playboy- Modell KarenMcDougal, die vonder Boulevardzeitung 150 000 Dollar dafür erhielt, dass sie exklusiv über ihre angeblich mehrmonatige Affäre mit Trump plauderte. Gedruckt wurde auch diese Storynicht. Die Stillhalte-Honorare sind in mehrfacher Hinsicht problematisch. Zum einen stellt sich die Frage einer möglichen Gegenleistung von Trump. Angeblich brachte er Pecker mit einem saudischen Investor in Kontakt. Zudem soll Anwalt Cohen im Hintergrund die Fäden gezogen haben. Der enge Trump-Vertraute zahlte persönlich auch 130 000 Dollar an den Pornostar Stormy Daniels, um dessen Schweigen über ihre angebliche Sex-Nacht mit Trumpzuerkaufen. Mit seiner Razzia wollte das FBI die Hintergründe dieser Zahlungen und mögliche Absprachen erforschen. Da das Geld kurzvor der Präsidentschaftswahl im Herbst 2016 floss, könnte es sich um eine strafbareverdeckte Kampagnenfinanzierung zugunsten vonTrump handeln. Doch es geht nicht nur um Affären. Mueller interessiert sich inzwischen vor allem für die Frage, inwieweit der Präsident die Justiz behinderthat. Wenn Mueller in den nächsten Wochen seine Arbeit abschließt, muss Vize-Justizminister Rosenstein entscheiden, was mit der Akte passiert. Er kann sie unterVerschluss halten oder an den Kongress weiterleiten, der eine Amtsenthebung Trumps einleiten könnte.Rechte Kommentatoren aufTrumps Lieblingssender Fox drängen den Präsidenten daher seit Tagen, Rosenstein rechtzeitig zu feuern. „Das würde eine Verfassungskrise auslösen“, hat Chuck Schumer, der oberste Demokrat im US-Senat, bereits gewarnt. Berliner Verlag GmbH, 10171 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501702 61015 ORANKE CAMP’18 Riesen-Zelt- &Kanuausstellung& ·Anfassen,· Testen, Kaufen Strandbad Orankesee ·10bis 18 Uhr Openair ·www.camp4.de 21. April Eintritt frei! lädt ein zum Start in den Frühling: Riesen-Zelt- und Kanuausstellung, Infostände,Workshops,Essen&Trinken, Kletterturm, Kistenklettern, Slackline, Secondhand-Outdoormarkt, Lagerfeuer, Pappboot-Aktion: Bau und Rennen

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