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Berliner Zeitung 16.07.2019

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Götz Aly über das Jüdische Museum Berlin – Kolumne Seite 8 Die Psycho- Tricks von Wimbledon Seite 16 15°/20° Viele Wolken Wetter Seite 2 www.berliner-zeitung.de Dienstag,16. Juli 2019 Nr.162 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Michael Müller –der unbeliebte Regierungschef Berlin Seite 13 Neue Hoffnung für Berlin: Mit dem ICE an die Ostsee? Berlin Seite 10 Im Kino: Der König der Löwen ist zurück Feuilleton Seite 19 Ringo Starr Der Beatle der Herzen VonChristian Seidl Noch immer sitzt er mit geöffnetem Mund am Schlagzeug, und bei kniffligen Stellen steckt er die Zunge in die Backe,sowie Kinder es bei Aufgaben tun, die ihreFeinmotorik fordern. Alles beim Alten also bei Ringo Starr,79: Er macht mit Rührigkeit und juvenilem Eifer seinen Job– wenn auch nur für ein paar Minuten wie am vergangenen Wochenende, als Paul McCartney in Ringos Wahlheimat Los Angeles gastierte und ihn zur Überraschung der Fans auf die Bühne holte. Zwei Songs Sir Ringo Starr, spielten die beiden zusammen: wiedervereint mit Paul McCartney „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ und „Helter Skelter“. Später veröffentlichte McCartney auf Instagram ein Foto und schrieb: „Wiedervereinigt mit meinem Freund.“ Starr postete: „Ich hatte eine großartige Nacht. Liebe dich, Mann. Frieden und Liebe.“ Nicht, dass die beiden entzweit waren. McCartney wirkt seit Jahren immer wieder als Gastmusiker auf Ringo Starrs Alben mit, zuletzt 2017 auf „Give More Love“. Gemeinsame Auftritte der beiden noch lebenden Beatles sind indes rar, der letzte liegt fünf Jahrezurück: ZumJahrestag des legendären Beatles-Auftritts in der „EdSullivan Show“, mit dem die Fab Four 50 Jahrezuvor die „British Invasion“ in den USA entfesselten, waren sie Ehrengäste in der CBS-Show„The Night That Changed America: A Grammy Salute to The Beatles“. Wiewohl stets im Hintergrund, war Ringo mit seinen rhythmisch verschleppten und kunstvoll geeierten Beats ja nicht minder wichtig als Lennon, McCartney oder George Harrison. Voreinem Jahr hob Prinz William den als Richard Starkey geborenen Drummer für seine Verdienste in den Adelsstand. Die Zeremonie ist auf YouTube zu sehen und auch, wie der Prinz dem „Sir“ aus dem Liverpooler Arbeiterdistrikt Dingle dabei etwas ins Ohrflüstert. Was, bleibt natürlich ein Geheimnis.Vielleicht, dass er sein Beatle der Herzen sei –oder wenigstens der seiner Oma Elizabeth II., die zu Zeiten der Beatlemania jung war.Von allen Fan-Artikeln, die damals unter die Leute gebracht wurden, verkaufte sich keiner besser als der Button mit dem Statement: „I love Ringo“. Die K-Frage Es geht es um die letzte große Entscheidung ihrer Karriere: Wird Ursula von der Leyen Präsidentin der EU-Kommission? Verteidigungsministerin will sie in jedem Fall nicht mehr sein. Seiten 2, 3und 8 Rekord bei Immobilien-Verkäufen Umsatz steigt auf höchsten Wert seit der Wiedervereinigung –Senat kauft670 Wohnungen in der Karl-Marx-Allee VonUlrich Paul Immobilien in Berlin sind weiter heiß begehrt – und die Nachfrage treibt die Preise weiter hoch. Im vergangenen Jahr wurden in der Hauptstadt Häuser, Wohnungen und Grundstücke im Wert von rund 19,2 Milliarden Euro verkauft. Das entspricht einem Umsatzplus von sechs Prozent gegenüber dem Jahr 2017. Zugleich markiert die Summe des Geldumsatzes den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung, wie aus dem Immobilienmarktbericht Berlin 2018/2019 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervorgeht, der am Montag veröffentlicht wurde. Der Bericht beruht auf den tatsächlichen Kaufvertragsabschlüssen und ist damit die zuverlässigste Quelle über die Preisentwicklung von Immobilien in Berlin. Eigentumswohnungen verteuerten sich danach im vergangenen Jahr im Schnitt um elf Prozent. DiePreise für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Wohn- und Geschäftshäuser zogen um 13 Prozent an. Reine Mietwohnhäuser verteuerten sich um sieben Prozent. Besonders gravierend aber: Der Bodenrichtwert für Grundstücke, auf denen Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, wurde um 20 Prozent angehoben. In Ortsteilen wie Wedding und Moabit sogar um 30 Prozent. Der Bodenrichtwert gibt Auskunft über den Wert eines Grundstücks. Jehöher er liegt, umso schwieriger wirdes, preiswerte Wohnungen zu errichten. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung versuchte am Montag das wenige Positive aus der Preisentwicklung herauszustellen. Bau-Staatssekretär Sebastian Scheel verwies auf die „erneut rückläufigen Umwandlungszahlen von Miet- in Eigentumswohnungen“ um 22 Prozent und den Rückgang von Eigentumswohnungen bei Neubauvorhaben in Höhe von 15Prozent. „Die Preisanstiege bei reinen Mietwohnhäusern machen aber auch deutlich, dass weitere mietpreisregulierende Ge- „Die Bodenrichtwerte für Bauland in den innerstädtischen Quartieren mit bis zu 11 000 Euro pro Quadratmeter sind der helle Wahnsinn.“ Reiner Wild, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins setzenotwendig sind, damit alle Berlinerinnen und Berliner sich Wohnen auch zukünftig leisten können“, räumte Scheel ein. Der Berliner Mieterverein (BMV) zeigte sich besorgt. „Der durch die Preisentwicklung auf dem Immobilien- und Grundstücksmarkt erzeugte Druck auf die Mieter ist weiterhin sehr hoch“, sagte BMV-Geschäftsführer ReinerWild.„Insbesonderedie Kaufpreise für Wohn- und Geschäftshäuser bereiten uns Sorgen“. Gegenüber 2017 habe es hier ein Umsatzplus von 14Prozent bei weniger Verkäufen gegeben. Der Bau von bezahlbaren Wohnungen werde massiv beeinträchtigt. Die Bodenrichtwerte für Bauland in den innerstädtischen Quartieren mit bis zu 11 000 Euro je Quadratmeter seien der „helle Wahnsinn“, so Wild. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) forderte, „Berlin muss dringend mehr Bauland mobilisieren“. Notwendig sei „eine breite Diskussion über Flächen wie die Ränder des Tempelhofer Feldes oder die Elisabeth-Aue“. Einen Erfolg kann das Land Berlin unterdessen bei den Verhandlungen über den Ankauf von mehr als 670 Wohnungen an der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain verbuchen. Drei Wohnblöcke,die ursprünglich an die Deutsche Wohnen verkauft werden sollten, gehen nun komplett ans Land Berlin. Undzwar an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag. Dasteilte die Senatskanzlei am Montag mit. Kommentar Seite 8, Berlin Seiten 9und 12 LAIF/URBAN ZINTEL Studie fordert Schließung von Kliniken Widerspruch kommt aus Berlin und Brandenburg VonGerhard Lehrke Die Studie der Bertelsmann-Stiftung, die die Schließung von über 800 der knapp 1400 deutschen Krankenhäuser vorschlägt, stößt in Berlin und Brandenburg auf Widerspruch. In der Region würde die Idee rechnerisch bedeuten, dass die Zahl der Kliniken von 140 auf unter 60 sinkt. Die Autoren der Studie meinen, dass mit einer Konzentration auf große Kliniken dem Fachkräftemangel entgegengetreten werden könne. Durch fachliche Spezialisierung könne eine bessereQualität der Behandlung erreicht werden. Brandenburgs Krankenhausgesellschaft erklärte, die Studie verkenne die Versorgungsrealität und stehe in Widerspruch zum politischen Ziel, alle Standorte im Land Brandenburg zu erhalten. Kleine Häuser seien mit ihrer schnellen Erreichbarkeit in der Fläche wichtig, für eineVergrößerung einiger vonihnen dagegen gebe es keinen Bedarf. Die Berliner Krankenhausgesellschaft argumentiert, dass angesichts einer Auslastung von 85Prozent die Schließung kleiner Häuser eine nicht finanzierbare Vergrößerung bereits jetzt großer Kliniken nach sich ziehen müsste. Die in der Studie geforderte Spezialisierung sei gegeben. ReinhardBusse,Professor für Management im Gesundheitswesen an der Technischen Universität Berlin, unterstützt die Studie dagegen. So sei das Angebot von 22auf Infarkte spezialisierten Berliner Häuser angesichts von rund 20Infarkten am Tagzugroß. Deutschland habe zu viele Kliniken, weil sie ihre Betten über die Notaufnahmen übermäßig belegten: „Gegenüber anderen Ländern haben wir 40 Prozent mehr Krankenhausfälle.“Wirtschaft Seite7 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 21029 Wandern ··· mit Zufriedenheits-Garantie! Nicht vergessen, rechtzeitigWanderschuhe zu kaufen. Schuhe plus Socken sollten eingetragen werden. Wir empfehlen für eine ausführliche Wanderschuhberatung bei unseren Spezialisten mindestens 30 Minuten einzuplanen, dann wird es der richtige Schuh für den perfekten Wanderurlaub. Zufahrt und Parken schillingstraße via Singerstraße bzw. Magazinstraße wegen Baustelle Karl-Marx-Allee Die OutDOOr-insiDer Karl-Marx-Allee 32 Berlin-Mitte www.camp4.de

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