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Berliner Zeitung 16.11.2019

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Zensuren für die Lehrer: Eine App aus Wien machtesmöglich – Berlin Seite 13 Heute mit Service und Immobilien 4°/8° Dichte Wolkendecke Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,16./17. November 2019 Nr.267 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 2.00 € Berlin/Brandenburg: 1.80 € Millionen für die Moderne Berlin freut sich über viel Geld vom Bund für das Museum der Moderne und das Humboldt-Forum –hat aber selbst wenig Gestaltungswillen für die besten Orte der Stadt Im Magazin: Friedlich Diesamtene Revolution in Prag Seiten 4und 5 Fragen Derrätselhafte Todeiner Journalistin Seite 7 Leo-Gutsch Mörtel-Meditation und Maurerstolz Seite 10 Anzeige www.atala.de Gefahr aus dem All Berlin Seite 9 Ulrich Tukur im Gespräch Feuilleton Seiten 26 und 27 BLZ/PONIZAK So soll es aussehen: das Museum der Moderne auf dem Berliner Kulturforum. HERZOG &DEMEURO In eigener Sache VonNikolaus Bernau Für das Museum der Moderne auf dem Berliner Kulturforum sind am Donnerstag vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages mindestens 364,2 Millionen Euro bewilligt worden. Nicht abgestimmt wurde über weitere 86 Millionen Euro, die für etwaige Baukostensteigerungen und Rücklagen vorgesehen sind. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) und ihreArchitekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron sind vielmehr verpflichtet, halbjährlich Rechenschaft über die Bauentwicklung abzulegen. Aller Erfahrung nach – siehe Staatsoper, Simon-Galerie, Pergamonmuseum, Alte Staatsbibliothek –schützt scharfes Controlling nicht vor Überraschungen. Auch beim Humboldt-Forum wurde Kostenkontrolle versprochen. Nun musste der Haushaltsausschuss in seiner „Bereinigungssitzung“ noch einmal 37,7 Millionen Euro nachschießen. DieKostenprognose steigt damit von einst 480 Millionen Euro auf jetzt 644,2 Millionen. Diese Steigerung war zuletzt von der Schloss-Stiftung und dem zuständigen Bauministerium, wie die Berliner Zeitung herausfand, regelrecht im Kleingedruckten versteckt worden. 68 Kulturbau-Millionen sind es insgesamt, die zusätzlich zu den Baugeldernder Stiftung Preußischer Kulturbesitz nach Berlin gehen. So gibt es für die Sanierung der Kaiser- Wilhelm-Gedächtniskirche einen Zuschuss über 16 Millionen Euro,9,5 Millionen sind für das Hause of One vorgesehen, und der Berliner Friedhofsverband bekommt einen Zuschuss von23Millionen Euro für die Rettung historischer Grabanlagen. Fünf Millionen erhält die St.Matthäuskirche am Potsdamer Platz. Sie ist der direkte Anlieger des Museums der Moderne –unverhohlen wirddavon gesprochen, dass mit diesem Geld auch etwaige Einwände der Gemeinde gegen den Riesenbau bereinigt wurden. Neben Berlin ist übrigens Hamburg sehr gut bedacht worden, das 263 Millionen Euro aus „Diese Summe ist für mich eine echte Schmerzgrenze.“ Monika Grütters, Kulturstaatsministerin, zu den vom Haushaltsausschuss genehmigten 364,2 Millionen Euro für das Museum der Moderne auf dem Kulturforum dem Bundeshaushalt für Kulturaufgaben erhält –davon 53 Millionen für das Hafenmuseum. Hier hat sich der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs durchgesetzt, der eng mit Grütters zusammenarbeitet. Unddarin liegt genau das Problem dieser„Bereinigungen“: Siesind auch ein Ergebnis vonKungelrunden. Und so kam eszukeiner wirklichen Debatte über das Projekt Museum der Moderne, obwohl zuletzt immer deutlicher wurde,dass die Kritik über die Kostenfrage hinausgeht. Architekten und Stadtplaner kritisieren vorallem den Standort, weil er dieWirkung der Neuen Nationalgalerie beschädigt und zudem alles andere als klimafreundlich geplant ist. Im Haushaltsausschuss geht es vor allem um politische Durchsetzbarkeit, und damit um die kulturpo- litischen Überzeugungen von Monika Grütters. Sie wählte den Standort, sie setzte einst die 200 Millionen- Grenze durch wie jetzt die 364,2 Millionen. Monika Grütters hängt bis heute einem letztlich neoliberalen Modell des Museums der stiftenden Kunstsammler an und glaubt fest daran, dass Berlin Neubauten benötigt, um seine Sammlungen zum Strahlen zu bringen. Darüber hinaus ist es Grütters gelungen, das Land Berlin zu einem Nebendarsteller zu machen, der noch einige Gartenanlagen vor der Philharmonie gestalten darf. Nicht einmal der seit Jahrzehnten geforderte Rückbau der Potsdamer Straße auf Normalformat und die Anlage der Straßenbahn werden debattiert– er würde die Bauarbeiten am Museum zusätzlich erschweren. Die massiven Bedenken der Denkmalpflege gegen den Standortdes Museums der Moderne werden erst jetzt, wo es zu spät ist, veröffentlicht. Wieder einmal wird ein Stadtgebiet dem Bund überlassen. So wie das Einheitsdenkmal, gegen das Berlin sich nicht wehrt. Oder der Radikalumbau der Hedwigskathedrale, der mit Bundesgeld gefördert wird. Auch beim Humboldt-Forum hat Berlin keine gestaltende Funktion, sondernsieht nur gierig auf das Geld vomBund. Liebe Leserinnen und Leser, die Redaktion der Berliner Zeitung wurde an diesem Freitag vonder Nachricht überrascht, dass ihr Verleger Holger Friedrich Ende der 80er-Jahre für das Ministerium der Staatssicherheit der DDR eine Verpflichtungserklärung unterschrieben hat. Friedrich informierte die Redaktion am frühen Nachmittag im Verlagsgebäude über seine Tätigkeit für die Staatssicherheit und die Hintergründe.Ersicherte zu, alle diesbezüglichen Fragen zu seiner Vergangenheit den Redakteurinnen und Redakteuren persönlich beantworten zu wollen. Die Redaktion der Berliner Zeitung erklärt, dass sie sich sachlich und angemessen mit der Situation auseinandersetzen wird. Wir stehen für unabhängigen Journalismus und werden wie bereits in der Vergangenheit unseren Beitrag zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte leisten. Auch in dieser Situation setzen wir auf IhrVertrauen, liebe Leserinnen und Leser, und versprechen eine offene Auseinandersetzung mit diesem Thema in der Berliner Zeitung. DieRedaktion arbeitet unabhängig, so ist es und so bleibt es. Jochen Arntz, Elmar Jehn, Margit J. Mayer und die Redakteurinnen und Redakteure der Berliner Zeitung Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr13-14 Uhr), Fax-499 Leser-blz@berlinerverlag.com; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@berlinerverlag.com Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501801 61046 BEI KÖNIG OHNE ANZAHLUNG: MIND.1.000€ ÜBER WERT FÜR IHREN ALTEN GEBRAUCHTEN 1) ! 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