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Berliner Zeitung 17.05.2019

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Feinsinniger Rabauke: Zum Todvon Wiglaf Droste – Feuilleton Seite 22 Deckel drauf? Wohnen über der A100 Seite 11 8°/22° Sonne und Wolken Wetter Seite 28 Terrorvorwurf: Amris Komplize vor Gericht Berlin Seite 9 www.berliner-zeitung.de Ist das echt? Der Mann, der die Mauer verkauft Berlin Seite 10 Freitag,17. Mai 2019 Nr.113 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Handwerkermangel: Meister dringend gesucht Made in Berlin Seite 6 Anzeige Anzeige SUIZID 4-faches Risiko bei Homo-/Trans- Jugendlichen SUIZID 4-faches Risiko bei Homo-/Trans- Jugendlichen 17. Mai 2019 Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie www.schwulenberatungberlin.de 17. Mai 2019 Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie www.schwulenberatungberlin.de Rechtspopulisten Von Washington nach Görlitz VonJan Sternberg Steve Bannon hofft auf ein politisches „Erdbeben“ nach der Europawahl. Und erhat auch schon sein nächstes Ziel: Sachsen.Vorder Landtagswahl am 1. September will der rechte Ideologe, der einst Donald Trumps Wahlkampf mitorganisiert hat und nach dem Sieg zum engsten Berater des US-Präsidenten aufstieg, den deutschen Osten kennenlernen. Diese Woche war der 65-Jährige zum ersten Mal in Berlin. Der Besuch war mehrfach verschoben worden. Das lag daran, dass die AfD mit ihm Steve Bannon, rechter Ideologe auf Europatour lange nicht warm wurde.„Er ist ein Schaumschläger“, heißt es im Parteivorstand. Auch Europa-Spitzenkandidat Jörg Meuthen hat die Gespräche über eine Allianz europäischer Rechtsparteien bisher geführt, ohne sich mit Bannon zu treffen. Am Dienstag hat er sich nun mit Bannon inWeimar zu einer„freundlichen Begegnung und interessantem Gedankenaustausch“ zusammengefunden, twitterte Meuthen. In Berlin gibt Bannon im Hotel Adlon Interviews. Der Neuen Zürcher Zeitung sagte er, dass die Rechtsparteien im EU-Parlament eine „Supergruppe“ bilden können. „Nach der Wahl wird jeder TaginBrüssel Stalingrad sein.“ Und Bannon hat auch einen anderen AfD-Politiker getroffen: Tino Chrupalla. Der Malermeister aus Sachsen hat bei der Bundestagswahl 2017 den Wahlkreis Görlitz gewonnen. Chrupalla sagt, Bannon sei auf ihn zugekommen, er interessiere sich auch für den Görlitzer Oberbürgermeister-Wahlkampf. Chrupalla gehörtzuden Favoriten. Bannon hat sich für den Juni in Görlitz angekündigt. Er hat ein feines Gespür für Gegenden, in denen es politisch gärt. Washington oder Görlitz, für Bannon ist alles Weltpolitik. Anstoß für Tegel Soll Hertha BSC nach der Schließung des Flughafens sein neues Stadion auf dem Gelände bauen? Der Club will über die Idee des Innensenators reden VonElmar Schütze Eines muss man Andreas Geisel lassen: Der Innenund Sportsenator (SPD) hat mit seinem Vorschlag für Tegel als Standort für ein neues Hertha-Stadion ein breites Echo ausgelöst – positiv wie negativ. Über allem steht natürlich die Annahme, dass der Flughafen BER tatsächlich im Herbst nächsten Jahres an den Start gehen kann – Voraussetzung für jede mittelfristige Nachnutzung Tegels. Davon unabhängig könnte Geisels Vorschlag der verfahrenen Stadiondebatte neuen Schwung verleihen. Hertha-Manager Michael Preetz freut sich jedenfalls, dass „der Senat erkennt, wie wichtig ein Stadionbau ist. So klar haben wir das bisher noch nicht vernommen.“ Manwerde jetzt „natürlich in den Austausch gehen“, selbstverständlich werde man „den Ball aufnehmen“, sagt Preetz. Tatsächlich hatte die Führungsetage des Fußballbundesligisten zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihre Pläne zerplatzten, nach mehr als sechs Jahrzehnten aus dem Olympiastadion auszuziehen und stattdessen ein reines Fußballstadion für 55 000 Zuschauer (Motto: „Nah, steil, laut“) gleich nebenan zu bauen. Ab 2025 wolle man dortspielen. Weder im Senat noch im Abgeordnetenhaus gab es dafür Zustimmung. Dabei ist der Club auf das Land angewiesen. Zwar bekräftigt Hertha BSC stets, das Stadion privat finanzieren zu wollen, das Grundstück im Olympiapark müsste aber das Land zur Verfügung stellen. Jedoch konnte der Verein der Wohnungsgenossenschaft, die Häuser auf dem Grundstück besitzt, keinen neuen Standort anbieten. Alle Vorschläge wies die Politik als untauglich zurück. „Wir wollen die Kuhvom Eisbringen“, sagt Geisels Sprecher Martin Pallgen. Schließlich sei es übergeordnetes Ziel, den Club in Berlin zu halten. Pallgen: „Wenn Hertha sich jetzt ernsthaft mit Tegel beschäftigen sollte, würden wir ein Prüfverfahren in Gang bringen.“ Zu prüfen wäre eine Menge. Vor allem der konkrete Standort. Geisel nennt die nordöstliche Ecke,den militärischen Teil des Flughafens. Dort landen und starten die Hubschrauber der Flugbereitschaft des Bundes –und werden es wohl noch mindestens bis 2025 tun. Offen ist auch, wie viel Platz man bräuchte. Auch Hertha hat Tegel „Wir reden hier von einer Fläche auf dem 460 Hektar großen Flughafengelände, für die es noch keine Planung gibt.“ Martin Pallgen, Sprecher von Innen- und Sportsenator Andreas Geisel schon einmal bewertet und einen Bedarf von 330 000 Quadratmetern genannt. Im Olympiapark ging man vonrund 55 000 Quadratmeternaus. Offen ist auch die Verkehrsinfrastruktur. Die Autobahn 111 liegt ideal. Selbst eine fußläufige Verbindung zum U-Bahnhof Scharnweberstraße erscheint denkbar. Bisher ist für Tegel eine Verzweigung der U6 vomKurt-Schumacher- Platz im Gespräch, ebenso eine Stra- GETTY IMAGES/ISTOCKPHOTO ßenbahnlinie vom U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz (U7) und möglicherweise die Verlängerung der Siemensbahn, deren Wiederinbetriebnahme im Zuge der Planung für den Siemens-Campus in Siemensstadt diskutiertwird. All diese Linien sollen den Rest der Stadt mit der „Urban Tech Republic“ verbinden. Dasist ein Forschungs- und Industriepark für Zukunftstechnologie im alten Flughafenterminal sowie Wohnungsbau und soziale Infrastruktur. Viele Fragen –kein Wunder, dass sich sofortKritik regt. Nicole Ludwig, sportpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, spricht von einem „Schnellschuss,der niemanden weiterbringt“ –und im Übrigen in der Koalition auch nicht abgestimmt sei. Sie halte das Szenario nicht für umsetzbar.Ähnlich äußerte sich Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. Unterstützung bekommt Geisel dagegen vom SPD-Sportpolitiker Dennis Buchner. Er rät zu einem Blick nach München. Dort wurde im Vorort Fröttmaning die Allianz- Arena gebaut. Auf einer Müllkippe. „Es ist leichter ein Stadion zu bauen, wenn es dort keine Menschen gibt, die sich wehren könnten“, sagte Buchner der Berliner Zeitung. Wenig Hoffnung für die freie Szene Kultursenator Lederer will keine Häuser kaufen Berlin tue alles,umRäume für die freie Kunst- und Musikszene zu sichernund zu retten. Zugleich seien der Politik die Hände gebunden, was etwa den Kauf von Gebäuden betreffe, in denen Künstler arbeiten. Das erklärt der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Linke) im Gespräch mit der Berliner Zeitung. Anlass ist die Verdrängung der freien Kunst- und Musikszene an vielen Orten Berlins.Ein Beispiel dafür ist das Rockhaus in Lichtenberg, in dem viele Musiker proben. Ihnen wurde jüngst gekündigt. Die Kulturverwaltung befinde sich in intensiven Gesprächen mit dem Eigentümer und den Musikern, sagt Klaus Lederer. Man wolle eine Fristverlängerung. Das Rockhaus sei aber auch ein Beispiel für die Misere der Kulturverwaltung.„Wir haben keine Hebel“, sagt Lederer.„Es hängt vomguten Willen der Beteiligten ab.“ Die Kulturverwaltung könne zum Beispiel nicht das Vorkaufsrecht nutzen, wie es der Senat bei Häusern in der Karl-Marx-Allee tue.Esgebe„eine grundlegende Differenzierung im deutschen Mietrecht zwischen Wohnungs- und gewerblicher Nutzung“. Grenzen seien auch gesetzt, wenn ein Eigentümer verkaufen wolle.Lederer: „Wir können nicht mit Steuermitteln die Preisspirale befeuern.“ (har.) Berlin Seite 12 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 51020 Besser hier.Besser wir. 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