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Berliner Zeitung 17.06.2019

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Blackout in Südamerika: Argentinien und Uruguay ohne Strom – Panorama Seite 28 Hummels zurück nach Dortmund? Seite 18 16°/28° Viel Licht Wetter Seite 2 Ein einziges Abenteuer: Der Berliner Straßenverkehr Leitartikel Seite 8 www.berliner-zeitung.de „Das ist meine Heimat“ – 40 Jahre Marzahn Berlin Seite 9 Montag,17. Juni 2019 Nr.137 HA -75. Jahrgang Auswärts/D**: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Jüdisches Museum: Ein Tweet und die Folgen Feuilleton Seite 21 Danish Dynamite für die Eisernen VonMarkus Lotter Und plötzlich ist die U21-EM auch für all diejenigen, die es mit dem 1. FC Union halten, eine höchst interessante Veranstaltung. Einer, der in Zukunft den Sturm der Eisernen verstärken und mit seinen Torenden Klassenerhalt in der Bundesliga sichern soll, wird nämlich bei der zweiwöchigen Nachwuchsleistungsschau in Italien und San Marino zum Einsatz kommen. Und das schon an diesem Montag, wenn sich in Udine um 21 Uhr (ARD live) Deutschland und Däne- Marcus Ingvartsen, Unions neuer Stürmer aus Dänemark Union mark gegenüberstehen. Sein Name: Marcus Ingvartsen. „Ich freue mich sehr darauf, in Zukunft für Union zu spielen. Die Bilder vomAufstieg waren überall zu sehen und sehr beeindruckend. Ich möchte mich hier durchsetzen und dazu beitragen, mit der Mannschaft eine erfolgreiche Saison in der Bundesliga zu spielen“, gab der 23-Jährige via Pressemitteilung kund, nachdem ihn das eine oder andere Medium übersWochenende fälschlicherweise noch mit Hertha BSC in Verbindung gebracht hatte. Union wiederum kommentierte mittels Manager Oliver Ruhnert die Verpflichtung wie folgt: „Mit ihm bekommen wir einen hochveranlagten Linksfuß, der abschlussstark, spielintelligent, laufstarkund technisch versiertist. Ichbin überzeugt, dass er unsereMannschaft verstärken wird.“ Undinder Tat, Ingvartsen scheint ein enormes (Entwicklungs-)Potenzial zu haben. Im Alter von18Jahren debütierte er im Trikot des FC Nordsjaelland in der dänischen Superliga, schoss in den folgenden drei Spielzeiten 30 Tore bei 76 Einsätzen. Im Sommer 2017 wechselte der 1,87 Meter große Angreifer schließlich zum belgischen Spitzenklub KRC Genk. Er konnte dortaber die hohen Erwartungen, die natürlich auch mit der stolzen Ablösesumme in Höhe von fünf Millionen Euro einhergingen, mit acht Treffern in38Spielen nicht erfüllen. WasIngvarsten dem 1. FC Union wert war, wurde nicht bekannt, nur dass sein bis 2022 datierter Vertrag für die Erste und Zweite Liga gültig ist. Undjetzt liebe Union-Anhänger: Fernseher an, und alle Augen auf die Nummer 9der Dänen. Rosinen im Kopf 70 Jahrenachder Luftbrücke sind die alten Maschinen über Tempelhof geflogen. Landen durften sie hier nicht. Berlin Seite 9 Eine Douglas DC-3, ein sogenannter Rosinenbomber,der zum Jubiläum der Luftbrückenach Deutschland geholt wurde, steht am Flughafen Paderborn-Lippstadt. Verhaftung im Mordfall Lübcke 45-Jähriger gilt im Fall des Kasseler Regierungspräsidenten als tatverdächtig. Kontakte ins rechte Milieu? Steckte hinter dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke doch ein politisches, ein rechtsextremes Motiv? Die Polizei hat bereits am Sonnabend einen 45 Jahre alten Mann unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Am Sonntag wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll der Mann früher in der rechtsextremistischen Szene aktiv gewesen sein. Ähnliches berichtet auch die Bild-Zeitung. Die Ermittler wollten sich nicht öffentlich dazu äußern. Vor zwei Wochen war der Regierungspräsident Walter Lübcke auf der Terrasse seines Hauses tot aufgefunden wurden –getötet mit einem Schuss in den Kopf, abgegeben aus nächster Nähe. Spezialkräfte der hessischen Polizei hatten den Mann am frühen Sonnabendmorgen in Kassel festgenommen. „Die Festnahme erfolgte aufgrund eines DNA-Spurentreffers“, berichteten die Staatsanwaltschaft Kassel und das hessische Landeskriminalamt. Mehr Informationen gab es zunächst nicht. „Aufgrund der Indizienlage“ habe das Amtsgericht Untersuchungshaft verhängt. Der Mann kam in die Justizvollzugsanstalt Kassel I. Zu der möglichen Spur ins rechte Milieu wollte sich ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage nicht äußern. DieErmittler hatten laut Bild-Zeitung DNA-Spuren an der Kleidung des erschossenen Regierungspräsidenten gefunden. Es habe zu der gesicherten Spur einen Treffer in der DNA-Analyse-Datei gegeben, die beim Bundeskriminalamt liege. Der 45-Jährige ist demnach polizeibekannt und hat bereits eine schwere Straftat begangen. Damals sei ihm eine DNA-Probe entnommen und in der Datenbank gespeichertworden. Nach Lübckes Todhatten hasserfüllte und hämische Reaktionen aus der rechten Szene im Internet für Empörung gesorgt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte, wie sich manche in sozialen Netzwerken geradezu hermachten über dessen Tod, sei „zynisch, geschmacklos, abscheulich, in jeder Hinsicht widerwärtig“. Als Chef des Regierungspräsidiums Kassel, einer Art Mittelbehörde zwischen der Landesregierung und den Kommunen, hatte der politische Spitzenbeamte sich in der Flücht- „Die Festnahme erfolgte aufgrund eines DNA-Spurentreffers.“ Mitteilung der Staatsanwaltschaft Kassel und des hessischen Landeskriminalamtes lingskrise vor vier Jahren für die Unterbringung von Flüchtlingen in Nordhessen ausgesprochen und Kritikern empfohlen, sie könnten das Land ja verlassen. Daraufhin hatte er massive Morddrohungen erhalten. Eine Verbindung zu der Bluttat hatten die Ermittler bislang allerdings nicht gesehen. Der Mord hatte sich in der Nacht zum 2. Juni im nordhessischen Wolfhagen-Istha ereignet. Angehörige DPA entdeckten den 65-Jährigen kurz nach Mitternacht auf der Terrasse. Reanimationsversuche blieben erfolglos, imKrankenhaus wurde sein Tod festgestellt. Eine Sonderkommission „Limecke“ nahm die Ermittlungen auf. Auch bei Aktenzeichen XY war der Fall Thema. Für Aufregung sorgte am vergangenen Wochenende ein Polizeieinsatz an der Nordseeküste.Die Polizei stoppte den Fährbetrieb und nahm einen Mann in Gewahrsam, ließ ihn nach der Befragung aber wieder gehen. Der nun Festgenommene sei nicht der Mann vonder Fähre, betonen die Ermittler am Sonntag. Lübcke hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Kinder. AmSonnabend –dem Tagder Festnahme – wurde der 65-Jährige in seinem Heimatort beigesetzt. Am Donnerstag hatte es in Kassel einen Trauergottesdienst mit über 1300 Besuchern für den CDU-Politiker gegeben. „Zur Grausamkeit der Tatkommt die Ungewissheit: Wer war es, der diesem Leben kaltblütig und hinterrücks ein Ende setzte?“, sagte Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Vielleicht bringen die nächsten Tage Licht ins Dunkel der Vermutungen. (dpa) CDU-Kandidat Ursu siegt in Görlitz AfD-Kandidat scheitert bei Oberbürgermeister-Wahl AmEnde war das Ergebnis dann doch deutlicher als viele erwartet hatten: Görlitz bekommt einen CDU-Oberbürgermeister. Octavian Ursu hat die Stichwahl am Sonntag klar gewonnen, die AfD verpasste das erhoffte erste Spitzenamt in einer deutschen Stadt. Nach dem vorläufigen Endergebnis votierten 55,2 Prozent für den 51-Jährigen, gebürtig aus Rumänien, und 44,8 Prozent für Sebastian Wippel (AfD). Wie Wahlleiterin Cornelia Herbst sagte, bekam Ursu 14 043 Stimmen, für Wippel votierten 11 390 Wähler. „Ich freue mich“, sagte Ursu der Deutschen Presse-Agentur. „Nun geht es darum, auf die anderen zuzugehen, die mich nicht gewählt haben.“ Alle gegen Wippel Die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent und damit 2,6 Prozentpunkte unter der vom ersten Wahlgang am 26. Mai. Damals hatte der Musiker und Landtagsabgeordnete Ursu mit 30,3 Prozent auf Platz 2hinter Wippel (36,4 Prozent) gelegen. Die beiden ebenfalls unterlegenen Kandidatinnen Franziska Schubertvon den Grünen (27,9) undJana Lübeck von den Linken (5,5) hatten daraufhin verzichtet, um ein AfD- Stadtoberhaupt zu verhindern. Alle anderen Parteien hatten ihreWähler ermuntert, Ursu zu wählen. Es gab sogar eine Künstler-Initiative, die die Görlitzer indirekt aufgeforderthatte, für den CDU-Politiker zu stimmen. Wippel ist der erste Politiker der AfD, dem es fast gelungen wäre, das Amt des Oberbürgermeisters zu erobern. DiePartei hatte sich vondem Erfolg für die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg eine unterstützende Wirkungerhofft. (dpa) Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 11025 2. und3. November 2019 10 –17Uhr Cafe Moskau Karl-Marx-Allee 34 10178 Berlin Jetzt Aussteller werden! Diebesten Jahre Doppelmesse Reise &Gesundheit Anmeldung unter: berlin.messen@dumont.de oder (030)2327 6758 BERLIN MESSEN

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