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Berliner Zeitung 17.09.2018

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DDR-Mietpreisstopp: Ruinen schaffen ohne Waffen – Berlin Seite 15 Hertha kann auch Spektakel Seite 18 13°/25° Sonne und Wolken Wetter Seite 2 Altes Haus: Die Neue Nationalgalerie wird 50 Berlin Seite 9 www.berliner-zeitung.de Alle einig: Die CSU versucht Geschlossenheit Politik Seite 5, Leitartikel Seite 8 Montag,17. September 2018 Nr.217 HA -74. Jahrgang Auswärts/D*: 1.60 €–Berlin/Brandenburg: 1.50 € Alte Stadt: Wiedas Brunnenviertel entstand Berlin Seite 13 Aus Plastik Plastik machen VonSarah Pepin Sebastian Stricker will beim Einkaufen Gutes tun Nachhaltig Sebastian Stricker ist ein Weltverbesserer. Der gebürtige Österreicher und Wahlberliner sagt, er ist der erste, der Wasserflasche komplett aus recyceltem Plastik auf den deutschen Markt bringt. Es ist nicht sein erstes Projekt. Der36-Jährige kommt aus der Unternehmensberatung und arbeitete mehrere Jahre bei den Vereinten Nationen in Afrika. Zuvor hat er schon die Spenden-App „Sharethemeal“ gegründet, jetzt die Marke „share“. Ziel ist es, sozialen Konsum in den Alltag zu integrieren. Im Frühjahr begann das erste Projekt: Für jedes gekaufte Share-Produkt – Seife, Nussriegel und Wasserflaschen – wird dasselbe Produkt an einen Menschen in Notgegeben. Immerhin sind Rewe und dm Partner.Intausenden Filialen stehen die Produkte.Die Welthungerhilfe, das Uno Welthungerprogramm sowie die Berliner Tafel sind weiterePartner des Projektes. Als logischen nächsten Schritt empfand Stricker, bei den eigenen Produkten auf Recyclat umzusteigen. Die Wasserflaschen sind nun komplett aus Altplastik. Davon gibt es genug. Jeder Bundesbürger erzeugt pro Jahr 37 Kilo Plastikmüll. Für die Produktion einer share-Recyclatsflasche wird Plastikmüll zerkleinert, gesäubert, eingeschmolzen und zu Flaschen aufgeblasen. Dasist aufwendiger und teurer als die herkömmliche Plastikproduktion. „Wir verstehen uns als ein Unternehmen, das in Deutschland den ersten Schritt macht, um mit Verpackung verantwortungsvoller umzugehen. Eins, das die Welt besser machen will“, sagt Stricker.Sosollen 200 Millionen Tonnen neues Plastik im Jahr vermieden werden. Er ist nicht allein: Die EUschlägt in ihrer neuen Plastikstrategie vor, alle Plastikverpackungen bis 2030 wiederbenutzbar oder recyclingfähig zu machen. SPD bleibt bei Maaßen hart Auch in der Union wächst die Kritik am Präsidenten des Bundesverfassungsschutzes VonMelanie Reinsch Manchmal helfen ja ein paar Tage Abstand, um einen Streit zu besänftigen. In der Causa Maaßen sieht es aber nicht so aus. ImGegenteil. Am Wochenende haben die Sozialdemokraten den Druck auf Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen und Bundeskanzlerin Angela Merkel verschärft. Nach den umstrittenen Aussagen zu dem Video aus Chemnitz und den Berichten über seine AfD-Kontakte pocht die SPD weiter auf eine Ablösung Maaßens. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Malu Dreyer hat die Bundeskanzlerin aufgerufen, zu handeln. In einem Interview mit der Bild sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin: „Maaßen ist nicht irgendein Beamter einer nachgeordneten Behörde, erist der Präsident 2:01:39 Der Kenianer Eliud Kipchoge rennt beim Berlin-Marathon einen sensationellen Weltrekord. Hunderttausende werden Zeugen eines außergewöhnlichen Laufs. Berlin Seite 10, Sport Seite 20 der wichtigsten Sicherheitsbehörde in unserem Land. Deswegen ist für uns ganz klar, dass Maaßen nicht mehr der richtige Mann für dieses wichtige Amt ist.“ Undauch die Parteivorsitzende Andrea Nahles legte beim Wahlkampfauftakt in Hessen nach und wiederholte ihre Rücktrittsforderungen. „Herr Maaßen muss gehen. Und ich sage euch, er wird gehen“, sagte sie am Sonnabend in Offenbach. Sie könne dem Verfassungsschutz-Chef kein Vertrauen mehr entgegenbringen. Merkel hatte am Freitag nach einemTermin inVilnius gesagt, dass die Koalition an der Frage des „Präsidenten einer nachgeordneten Behörde nicht zerbrechen“ werde. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht für eine Entlassung keineVeranlassung. Vier Wochen vor der Landtagswahl in Bayern kommt Maaßens Dienstherr Seehofer dieser Streit alles andere als gelegen. Aber auch er betonte, dass die Koalition an diesem Konflikt nicht zerbrechen werde. Bislang hält er aber an Maaßen fest. Am Wochenende wurde jedoch klar, dass nicht alle Unions-Politiker hinter Maaßen und Seehofers Rückendeckung stehen. Niedersachsens Wirtschaftsminister und CDU- Landeschef, Bernd Althusmann, sagte der Welt am Sonntag, Maaßen habe unbestritten einen ernsthaften Fehler gemacht. „Eine glaubwürdige Entschuldigung von Herrn Maaßen wäre jetzt angebracht.“ Sollten sich jedoch weitere Vorwürfe bestätigen, so Althusmann, müsste der Sachverhalt neu bewertet werden. Auch aus Schleswig-Holstein kam Kritik: Bildungsministerin Karin Prien (CDU) warf Maaßen vor, sein Amt nicht angemessen auszuüben und riet ihm, über einen Rücktritt nachzudenken. Maaßen solle „sehr gründlich prüfen“, ob er eine„Destabilisierung des Landes verantworten“ könne.Wie es mit Maaßen weitergeht, wird sich möglicherweise an diesem Dienstag entscheiden. Die Koalitionsspitzen beraten erneut den Fall. In Chemnitz war vor dreiWochen ein Mann erstochen worden, tatverdächtig sind drei Asylbewerber. Danach kam es zu Ausschreitungen und Protesten. Am Freitag wurden in Chemnitz die Männer einer selbst ernannten Bürgerwehr festgenommen. Gegen sechs von ihnen erging ein Haftbefehl. Sie hatten eine Gruppe vonMenschen unterschiedlicher Nationalitäten bedroht und beschimpft. Dabei seien fremdenfeindliche Äußerungen gefallen. EinIraner sei verletzt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Chemnitz. Zuvorsoll die Gruppe nach einer Kundgebung der rechtspopulistischen Bewegung ProChemnitz die Gäste einer Geburtstagsfeier in dem Park bedroht und Ausweise vonihnen verlangt haben. (mit dpa) Getty Images/Maja Hitij Friedliche Demonstration gegen Rodung Proteste im Hambacher Forst dauern an Tausende Umweltschützer aus zahlreichen Regionen demonstrierten am Sonntag gegen die geplante Rodung des Hambacher Forsts und forderten einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung. DiePolizei sprach vonmehr als 4000 Demonstranten – Greenpeace von 6000. DerWald wurde von der Polizeiabgesperrt. Seit Sonnabend wurden nach Polizeiangaben Dutzende Braunkohlegegner festgenommen oder in Gewahrsam genommen. Viele kamen aber wieder auf freien Fuß. Der Energiekonzern RWE will im Herbst weite Teile des Hambacher Forstes abholzen, um weiter Braunkohle baggern zukönnen. Seit Beginn des Einsatzes am Donnerstag seien etwa 18 Baumhäuser geräumt undteilweise beseitigt worden, sagte eine Sprecherin der Polizei Aachen. Erschwert wurde die Räumung dadurch, dass sich Aktivisten angekettet hatten. Unterdessen gab Ronald Pofalla als Co-Vorsitzender der Kohlekommission im neuen Spiegel einen Zeitplan für den Kohleausstieg bekannt. Die letzten Kohlekraftwerke sollen demnach zwischen 2035 und 2038 vom Netz genommen werden. Pofalla sorgte damit für Ärger bei den anderen Kommissionsmitgliedern, die von diesem Kompromiss nichts gewusst haben wollen. (BLZ/dpa) Tagesthema Seite 2, Kommentar Seite 8 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501504 11038 ALL YOU CAN SEAT One-Wayab 99 9,EUR ab Berlin PALMA, MALAGA, MARRAKESCH, KANARISCHEINSELN Reisezeitraum: Sep.18–Feb.19 Vorbehaltlich Verfügbarkeit,inkl. 1Handgepäckstück.

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