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Berliner Zeitung 17.10.2018

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Die Sicht der Männer: Leser über ein Jahr MeToo-Debatte – Leserbriefe Seite 15 Die Hauptstadtseite Seite 5 10°/19° Schon wieder Sonne Wetter Seite 2 NächteinNot: Die BVG und die Obdachlosen Berlin Seite 11 www.berliner-zeitung.de TodimKonsulat: Der Blogger und der Kronprinz Politik Seite 4 Mittwoch, 17. Oktober 2018 Nr.242 HA -74. Jahrgang Auswärts/D*: 1.60 €–Berlin/Brandenburg: 1.50 € Löw in Not: DFB-Auswahl verliert in Frankreich Sport Seite 20 Straßennamen Eine Prinzessin in Kreuzberg VonTorsten Harmsen Mitunter stößt man in Berlins Straßengewirr auf Namen, deren Herkunft kaum noch jemand kennt. So auch in der jetzigen Diskussion, die sich darum dreht, einen Teil des Mariannenplatzes oder des Heinrichplatzes in Kreuzberg inRio-Reiser-Platz umzubenennen. Marianne und Heinrich gehörten einst als Prinzessin und Prinz zum preußischen Königshaus. Eigentlich passt das durchaus zu Rio Reiser, der ja sogar „König von Deutschland“ werden wollte, zumindest im Song. Hinter den Marianne von Namen steckt Preußen auch eine interessante Berliner (1785–1846) Geschichte. Nehmen wir nur Marianne, geboren 1785 als Landgräfin von Hessen- Homburg. Siekam 1804 nach Berlin – verheiratet mit ihrem Cousin Wilhelm, den sie nicht liebte. Erwar ein Bruder des Königs Friedrich Wilhelm III. Nach der Niederlage Preußens gegen Napoleon floh auch Marianne mit Familie nach Ostpreußen. Dort verlor sie zwei Kinder. Bedeutung erlangte sie nach dem Tod Königin Luises 1810 als „erste Dame“ des Landes.1813 gründete sie im Kampf gegen Napoleon den „Vaterländischen Frauenverein“. Sie machte den BerlinernMut, als sie wochenlang allein im Schloss die Monarchie repräsentierte. Wie ihr Tagebuch von 1822 zeigt, hatte sie eine Affäremit Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode,der als Freund ihres Mannes längereZeit im Berliner Schloss wohnte. Sie liebten einander innig. Rührend war ihre Methode, den Ehebruch dennoch zu vermeiden: Immer, wenn einer von ihnen die Beherrschung zu verlieren drohte, fiel der andereauf die Knie –und gemeinsam dankten sie Gott „für die Bewahrung vorder ärgsten Sünde“. Dass Prinzessin Marianne auch die Omades späteren Bayern-Königs Ludwig II. war, sei nur am Rande erwähnt. Berlin Seite 13 Schöner Wohnen Die ideale Stadt –danach suchen in Berlin viele. Die DDR hat einst versucht, sie zu bauen. Erinnerungen von Anja Reich an ihre Kindheit in Lichtenberg Seite 3 VonBayern lernen? Vier Wochen nur –dann muss in München die Regierung stehen. Viele Politiker wollen eine Frist auch im Bund VonDaniela Vates CDU, CSU, FDP und Linke haben sich offen für eine zeitliche Beschränkung von Koalitionsverhandlungen im Bund gezeigt, um lange,ermüdende Regierungsbildungen wie nach der letzten Bundestagswahl zu verhindern. Vorbild ist die bayerische Verfassung, die für die Wahl des Ministerpräsidenten eine Frist von vier Wochen nach der Landtagswahl setzt. Die Grünen lehnten eine Fristsetzung ab. Die SPD zeigte sich zurückhaltend. CSU-Fraktionsgeschäftsführer Stefan Müller sagte der Berliner Zeitung: „Eine zeitliche Begrenzung für die Regierungsbildung nach Bundestagswahlen ist sinnvoll. Wenn es wie nach der letzten Wahl sieben Monate braucht, um eine Regierung zu bilden, stärkt das nicht das Vertrauen der Menschen in die Politik der Parteien.“ Auch der erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP, Marco Buschmann, hält ein zeitliches Limit im Bund für eine gute Idee.„Ichfinde die Sache nicht unsympathisch“, sagte er.„DieVerfassung im Nacken, wäre Angela Merkel gezwungen gewesen, politische Führung zu übernehmen“, fügte er hinzu. DerVorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, sagte: „Vier Wochen wären auf Bundesebene zu wenig. Andererseits wäreesimBund ja möglich, dass man auch zwei Jahreverhandelt. Dasfinde ich falsch. Es wäredaher nicht abwegig, eine zeitliche Grenze zu setzen, um so Druck zu erzeugen. Ich kann mir das grundsätzlich vorstellen.“ AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel sagte: „Persönlich finde ich diese Regelung sehr sinnvoll. Wir haben bei der letzten Regierungsbildung im Bund ein ewiges,würdeloses Gezerre miterleben müssen. Es wäre begrüßenswert, wenn dieWähler dieses Theater auf Steuerzahlerkosten künftig nicht mehr erleben müssten.“ Unions-Fraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) fände es sinnvoll, „einen Wegzufinden, Koalitionsverhandlungen zu verkürzen“. „Ich hätte Sympathiefür eine Regelung in der Verfassung“, sagte er. Allerdings müsse hier die Frist wohl etwas länger als vier Wochen gesetzt werden. In der SPD und bei den Grünen, hieß es hingegen, man stehe einer Fristsetzung skeptisch gegenüber. Für eine Verfassungsänderung wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat nötig. Die Regierungsbildung nach der letzten Bundestagswahl vom September 2017 hatte sieben Monate in Anspruch genommen: Erst Mitte März wurde Angela Merkel erneut alsBundeskanzlerin vereidigt. Tagesthema Seite 2 AKG-IMAGES /SAMMLUNG BERLINER VERLAG Ein Kind warf den Holzklotz Verdächtiger im Todesfall Ibrahim A. ist zehn Jahre alt VonLutz Schnedelbach und Alexander Schmalz ImTodesfall des acht Jahrealten Ibrahim A. aus Reinickendorfhat die Mordkommission einen zehn Jahre alten Jungen als Tatverdächtigen ermittelt. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll er nicht in dem 15- Geschosser in der Tiefenseer Straße im Märkischen Viertel wohnen, aus dem der Baumstamm geworfen wurde. Mit Rücksicht auf das Alter des Jungen wurden keine Einzelheiten mitgeteilt. Kinder unter 14 Jahren sind in Deutschland strafunmündig. Der verdächtige Junge war am Dienstagvormittag vonder Polizei in Begleitung eines Psychologen befragt worden. Er räumte die Tatein. Auf seine Spur waren die Ermittler durch Videoaufnahmen am Eingang des Hauses gekommen,indem das Opfer wohnte. Zeugen erkannten das Kind. Bei der Durchsuchung der elterlichen Wohnung fanden Polizisten die Bekleidung, die der Junge zur Tatzeit trug. Am Sonntag war Ibrahim A., das Opfer, gemeinsam mit seinem neun Jahrealten Cousin aufeinem Radan dem Haus vorbeigefahren. Dort wurde das Kind voneinem 50 Zentimeter langen und 30 Zentimeter breiten Holzstamm am Kopf getroffen. Ibrahim war auf der Stelle tot. Berlin Seite9 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501504 31042 Power-Notebooks zumbesten zumbesten Internetpreis! 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