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Berliner Zeitung 17.10.2019

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Klimafreundlich leben: Neue Regeln, alltägliche Hindernisse – Politik Seite 4, Wissenschaft Seite 17 Heute mit Kulturkalender 11°/15° Wolken und Regen Wetter Seite 2 Stadtrat Schmidt und die Poller im Samariterkiez Berlin Seite 11 www.berliner-zeitung.de Salut-Debatte: Fußballer und der militärische Gruß Sport Seite 19, Feuilleton Seite 21 Donnerstag,17. Oktober 2019 Nr.241 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Tödliches SUV-Unglück: Fahrer erlitt Krampfanfall Berlin Seite14 Sport imFernsehen Wechsel auf die andere Seite VonChristian Schwager Eshätte schlimmer kommen können. Sie hätte zum Beispiel bei „Let’s Dance“ landen können, in jener TV-Show, in der mehr oder weniger prominente Menschen Walzer, Salsa, Quickstep tanzen. Andrea Petkovic, 32, wäre für diesen Nebenjob qualifiziert. Schließlich erfand die professionelle Tennisspielerin den Petko-Dance,eine ArtMichael-Jackson-Imitation mit Schläger und Ball in der Hand. Doch Andrea Petkovic gelangt nun auf andere Art ins Fernsehen. Sie wird die ZDF-Sportreportage moderieren. Andrea Petkovic wird Moderatorin „Ihre ersten beiden Sendungen beim ZDF. sind für den 1. und 8. Dezember geplant“, sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann dem Magazin Sport-Bild. Hochleistungssportler und ihr Leben nach der Karriere, das ist ein Thema, mit dem sich nicht nur die Sportler selbst befassen. Der Deutsche Olympische Sportbund etwa berät Athleten beim Übergang in eine konventionelle Arbeitswelt. Große Klubs in Teamsportarten bieten ihren Spielern die Möglichkeit, sich neben Training und Wettkampf zu qualifizieren. Ein Modell, das Petkovic jetzt ganz individuell praktiziert. Die Darmstädterin will die Tenniskarriere erst einmal fortsetzen. Das Engagement beim ZDF stimmt sie auf ihreTurniereab. DieGrundlagen für die Arbeit als Moderatorin bringt sie mit. Andrea Petkovic ist sprachlich gewandt. AufDeutsch natürlich; im Alter von sechs Monaten kam sie mit den Eltern indie Bundesrepublik, 2001 erhielt sie die deutsche Staatsbürgerschaft. Geboren inTuzla (Bosnien und Herzegowina) spricht sie Serbisch, beherrscht Englisch und Französisch. Unbestritten ist ihre sportliche Expertise, im Tennis zumal angesichts vonsechs Titeln bei WTA-Turnieren und mehr als 460 Siegen in gut 780 Einzeln. Siekennt die Höhen, sie kennt die Tiefen. Oft war Andrea Petkovic verletzt. Jetzt beugt sie einem jähen Bruch im Lebenslauf vor. Dass es Athleten in den Journalismus drängt, ist kein neues Phänomen und erklärlich. Zum Medium Fernsehen gibt es berufsbedingt enge Verbindungen. Auch ist oft der Wunsch, weiter in der Öffentlichkeit zu stehen, die Mutter der Flimmerkiste.Eiskunstläufer Rudi Cerne, Eisschnellläuferin Franziska Schenk oder Schwimmerin Kristin Otto haben die Seiten gewechselt. Nicht immer geht es so schief wie beim Rennfahrer Nico Rosberg. Sein Podcast zur Formel 1ist mäßig erfolgreich. Undwenn es bei Andrea Petkovic nicht im ersten Anlauf klappt? Dann kann sie immer noch Thema und Sender wechseln. Vielleicht geht sie zur ARD, Kinderkanal. Dort gibt es eine Reihe namens„Tanzalarm“. Berlin boomt digital Amazon, SAP und Siemens kommen in die Stadt und schaffen hoch dotierte Jobs –eineErfolgsgeschichte. Experten warnen jedoch: Vergesst die Start-ups nicht! VonJochen Knoblach Esist ein Bau, in dem sich der Technologiestandort Berlin unübersehbar manifestieren wird. 140 Meter soll der sogenannte Edge-Tower in den nächsten fünf Jahren an der Warschauer Brücke in die Höhe wachsen. Istder Turm mit seinen 35 Etagen fertig, wird er nahezu komplett von Amazons Berliner Forschungs- und Entwicklungsbereich bezogen. Ab 2024 sollen dortetwa 3500 IT-Spezialisten an neuen Sprachassistenten, Cloud-Anwendungen und Übersetzungsprogrammen arbeiten. Es werden dann dreimal mehr Amazon- Entwickler in Berlin tätig sein als heute. Nachdem Google vorziemlich genau einem Jahr seine Pläne für einen Campus in Kreuzberg nach heftigen Protesten begrub und dem Investitionsklima der Hauptstadt danach prompt ein irreparabler Schaden prophezeit wurde,wirkt der Magnet Berlin nun stärker als zuvor.Vor allem im Technologiebereich. Erst vorvier Wochen hatte SAP als wertvollster Dax-Konzern bekannt gegeben, am Hauptbahnhof einen Digital-Campus zu installieren. 200 Millionen Euro will das nach Microsoft und Oracle drittgrößte Softwareunternehmen derWelt dafür in Berlin investieren. 1200 Menschen werden in dem Komplex arbeiten, womit die Zahl der SAP-Mitarbeiter in Berlin um fast 500 steigt. Siemens macht 600 Millionen Euro locker, um an der Spandauer Nonnendammallee eine neue Siemensstadt entstehen zu lassen, die Forschungs- und Produktionsstandort, Technologiepark und Brutkasten für neue Ideen sein soll. Undinzwischen ist auch Google doch noch ein Berliner. ImSommer hatte Top-5-Investitionen in Start-ups, in Millionen Euro Berlin Bayern 204 355 Baden-Württemberg 150 46 Nordrhein-Westfalen 133 130 Hamburg 81 116 1667 2141 jeweils 1. Halbjahr 2019 2018 das Unternehmen ein Bürohaus am Bahnhof Friedrichstraße gekauft und dort300 Arbeitsplätzegeschaffen. Im Berliner Senat ist man ob der Entwicklung hoch erfreut. „Berlin ist wirtschaftlich eine Erfolgsgeschichte“, sagt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop von den Grünen und verweist darauf, dass allein seit Amtsantritt des Senats über 100 000 neue Arbeitsplätze entstanden seien. Die vergangenen Zeiten mit fast 20 Prozent Arbeitslosigkeit wünsche sich sicher niemand zurück, sagt sie.„Deshalb sind Unternehmensansiedlungen wie SAP oder jetzt Amazon und die Schaffung gut bezahlter Arbeitsplätzeeine gute Nachricht.“ Tatsächlich geht es in erster Linie nicht mehr um prekär bezahlte, sondern gut dotierte Jobs, und die Firmen wissen, dass sie vorallem in Berlin das gesuchte Personal finden können. Hier sind die Hochschulen und Institute zu Hause und hier herrscht das kreative und auch kulturelle Klima, das die besten Köpfe anzieht. Das berufliche Digital-Netzwerk LinkedIn, nach eigenen Angaben weltweit die Nummer eins, ermittelte kürzlich, dass etwa jeder zweite der über 700 000 registrierten Mitglieder in der Hauptstadtregion über digitale Fach- und Anwendungskompetenzen verfügt. Fast jeder fünfte der Experten für Künstliche Intelligenz in Deutschland arbeitet in Berlin. Nicht ohne Grund kommen die am stärksten wachsenden Arbeitgeber in der Gewerbe-Spitzenmieten in Berlin in Euro, pro Quadratmeter und Monat *3.Quartal 22,0 22,3 23,5 22,5 26,0 29,0 33,0 38,0* '10 '11 '12 '13 '14 '15 '16 '17 '18 '19 BLZ/GALANTY (2); QUELLE: EY, CUSHMAN &WAKEFIELD STOCK.ADOBE/STEPHEN FINN Hauptstadt aus dem Tech-Bereich. Sie heißen Zalando, N26, Wayfair, Auto1 oder Delivery Hero. Volkswagen, derzeit zuvorderst eine analoge Größe im Wirtschaftsleben, hat im Sommer an der Mollstraße in Mitte einen Bürokomplex von Zalando übernommen, um dortseine Digital- Division aufzubauen. 5000 Menschensollen dorteinmal arbeiten. Allerdings hat der Hauptstadt- Boom auch eine Kehrseite. Büroflächen sind hier mittlerweile so knapp wie nie zuvor. Die Leerstandsrate ist die geringste im ganzen Land. Entsprechend hoch sind die Mieten. Laut Immobiliendienstleistungsunternehmen Cushman &Wakefield liegt die Spitzenmiete aktuell bei 38 Euro pro Quadratmeter, das sind sechs Euro mehr als noch vor einem Jahr. Die Durchschnittsmiete kletterte um 27 Prozent auf 25,05 Euro,und Besserung ist kaum in Sicht. Vonden für 2020 erwarteten neuen Flächen sind 70 Prozent bereits vorvermietet. Bei aller Freude über die Ansiedlungen vonAmazon &Cowarnt man beim Bundesverband Deutsche Start-ups inzwischen davor, kleine Unternehmen zu vergessen. „Das wäre ein fataler Fehler“, sagt Christoph Stresing, Geschäftsführer Politik. Große Player kämen auch wegen der vitalen Start-up-Szene nach Berlin. Diejungen, technologieorientierten Start-ups gehörten zu der mittlerweile berühmten Vielfalt, die diese Stadt attraktiv macht. „Diese Firmen brauchen auch Platz zum Atmen und Wachsen“, sagt Stresing. Das müsse eine zentrale Aufgabe der Politik sein. Insbesondere im Innenstadtbereich ist es für Jungunternehmen heute immer schwerer,geeignete und bezahlbare Büroflächen zu finden. Dabei ist die Citylage nicht vordergründig wegen der besseren Cafés und der größeren Veggie-Bistro- Dichte von Bedeutung. Der Firmensitz sei oft ganz entscheidend im harten Wettbewerb um die talentiertesten Köpfe,heißt es in der Szene. Offenbar hat sich Berlin also vom Idealdes Start-up-Standorts entfernt. Der „Global Startup Ecosystem Report“, der jährlich die Bedingungen für Jungunternehmen in internationalen Metropolen analysiert, hatte Berlin im vergangenen Jahr auf Platz sieben gelistet. In der aktuellen Ausgabe rangieren wir nur noch auf Platz zehn hinter Paris. Erdogan lehnt Stopp der Offensive ab Keine Verhandlungen mit Kurden in Nordsyrien Die Türkei hat Forderungen der USA nach einem Stopp ihrer Militäroffensivegegen die Kurden in Nordsyrien zurückgewiesen. Erdogan schloss eineWaffenruhe aus und lehnte Verhandlungen mit der Kurdenmiliz YPG ab. Verwirrung gab es um ein für diesen Donnerstag geplantes Treffen vonErdogan mit US- Vizepräsident Mike Pence und Außenminister Mike Pompeo in Ankara: Erdogan lehnte ein Gespräch zunächst ab, lenkte dann aber doch ein. „Sie drängen uns, die Operation zu stoppen“, sagte Erdogan mit Blick auf die USA laut türkischen Medien. Das sei aber erst möglich, wenn die kurdischen Volksverteidigungseinheiten die geplante „Sicherheitszone“ verlassen hätten, sagte er. Die USA haben das türkische Militär wegen der Invasion im Norden Syriens weitgehend aus der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ ausgeschlossen. Die Türkei erhalte im Hauptquartier im katarischen Al Udeid keinerlei Aufklärungs- oder Operationsdaten der Allianz, berichtete Spiegel Online. Aus deutschen Militärkreisen wurde der Schritt am Mittwoch bestätigt. (AFP,dpa) Tagesthema Seite 2 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr13-14 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 Anzeige ! 194050 501603 Jeden Sonntag geöffnet! 41042 Unsere 15% Wochen! 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