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Berliner Zeitung 19.01.2019

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Kommt jetzt doch das Tempolimit auf deutschen Autobahnen? – Politik Seite 5 Heute mit Service und Immobilien -1°/3° Sonne und Wolken Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,19./20. Januar 2019 Nr.16HA-75. Jahrgang Auswärts/D*: 2.00 € Berlin/Brandenburg: 1.80 € „Die Mauer wird in 50 und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben“ 30ohne Mauer JAHRE Das sagte Erich Honecker genau vor drei Jahrzehnten, am 19. Januar 1989. Warfalsch, aber was trieb ihn dazu? Michael Brettin hat die Antwort auf Seite 4 LAIF Im Magazin: Witz und Würde Caroline Peters hat derzeit viel zu lachen Seite 2und 3 Frust und Frost IstEisbaden eigentlich cool oder nur kühl? Seite 6 Eis und Feuer Wie„Game of Thrones“ die Kunst inspiriert Seite 10 Anzeige DURCHBLICK behalten mit ® augenoptik-in-berlin.de Deutschlands Handball-Hirn SportSeite 24 Jürgen Holtz ist Castorfs Galilei Feuilleton-Gespräch Seiten 26 und 27 Anzeige www.fliesen.de Knapp drei Wochen ist das Jahr jetzt alt, und drei große Empörungswellen sind bereits durch das Internet gerollt. #Habeck, #Kretzschmar,#Nazis- Raus –jedes einzelne dieser Schlagwörter, in der Sprache des Netzes: Hashtags, steht für Meinung, Empörung, Streit, Hetze. Was ist eigentlich passiert? Sind die Dinge,über die wir öffentlich diskutieren, wirklich relevant? Lohnen sich die Aufregung und die Leidenschaft, mit der wir streiten –vor allem die im Internet? Und woher kommt eigentlich all der Hass? Der Anlass ist dabei fast schon egal. Ein missglücktes Video eines Parteichefs, eine aus dem Zusammenhang gerissene Äußerung eines Ex-Sportlers, eine ironische Äußerung einer ZDF-Journalistin. Schon ein kleiner Ausrutscher oder das,was eine ausreichend große Zahl an digitalen Schreihälsen dafür hält, reicht aus,umdie Debatte einen, zwei oder gar drei Tage lang zu bestimmen. Deutschland Anfang 2019 –willkommen in der Empörungsrepublik. Wie verändert die permanente Aufregung die politische Debatte? Die Gesellschaft? Uns selbst? Forscher der Universität Mannheim haben jüngst eine Studie vorgelegt, in der sie zu dem Ergebnis kommen, dass Internet-Trolle, also Hetzer im Netz, eine Gefahr für den politischen Diskurs darstellen. „Teilweise ist das Diskussionsklima bei Twitter regelrecht vergiftet“, warnt der Mannheimer Sozialforscher Yannis Theocharis. Unddas Gift kommt in der realen Gesellschaft an. Warum glaubt ein 20-jähriger Schüler aus dem hessischen Homberg, die privaten Daten von Politikern ins Netz stellen zu müssen? Warumwirdein AfD-Politiker in Bremen niedergeschlagen? Warum glaubt der wiederum, den Angriff dramatisieren und im Internet ausschlachten zu müssen? Vonden Hoffnungen, die in die Sozialen Medien gesetzt wurden, ist nicht viel übrig. Sie sind kein Katalysator geworden, der die Politik besser und sauberer gemacht hätte.Eher haben sie die Funktion eines Turboladers übernommen: Sie sorgen für stärkeren Druck, schnelleres Tempo. Und immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es an der Zeit ist innezuhalten. Der Mann, der die Debatte losgetreten hat, ist am vergangenen Dienstag in Ostdeutschland unterwegs.Robert Habeck besucht Gera, das Kulturzentrum „Häselburg“. Hier in Thüringen schwingt bei Habeck immer das Thema Twitter mit. In einem schnell aufgezeichneten Video wollte Habeck auf den Landtagswahlkampf in Thüringen einstimmen: „Wir versuchen, alles zu machen, damit Thüringen ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird, ein ökologisches Land“, sagte Habeck.Wird.Es war das eine falscheWort. IstThüringen etwa kein demokratisches Land? Habeck erntete einen Die empörte Republik Wieverändert die permanente Aufregung in den Sozialen Medien die politische Debatte und die Gesellschaft? VonAndreas Niesmann, Gordon Repinski, Udo Röbel und Jana Wolf TWITTER UND CO. So halten es der Regierende Bürgermeister und die Berliner Fraktionsvorsitzenden mit ihren Smartphones Berlin Seiten 10 und 11 Strategien gegendie digitale Überforderung Magazin Shitstorm, einen Sturmdigitaler Kritik. Und meldete sich prompt von Twitter und Facebook ab. Die Sozialen Medien kehrten nur seine schlechten Seiten heraus, befand er. Natürlich erntete er auch dafür einen Shitstorm. Der Tenor: Hier mache jemand ein Medium für seine persönlichen Fehler verantwortlich. Eine Sacheallerdings hat Habeck erreicht: Er hat der Republik den Spiegel vorgehalten. Underhat ein Experiment gestartet. Es heißt Digital Detox, digitale Entgiftung. Funktioniert Politik auch, wenn man sie nicht auf allen Kanälen präsentiert? Kann man Politik dann vielleicht sogar besser machen? Die Frage steht nun im Raum, und Habeck ist nicht der Einzige,der sie stellt. Auch Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner ist in dieser Woche hart mit Facebook, Twitter und Co.ins Gericht gegangen. Sie produzierten zu viel negative Energie und zu wenig Erkenntnis,befandderVerlagsmanager. Dabei bleiben dieVerlockungen groß: Jeder kann jederzeit alles sehen, verbreiten, kommentieren. In Sekundenschnellemussdie Meinung zu einem komplexen politischen Sachverhalt gebildet sein. Eingutes Gegenargument wirdschnell als persönlicher Angriff verstanden. Twitter befördert die Zuspitzung. DieGefahr,dasseine Debatte im Netz sich vonder Lebensrealität der meisten Menschen im Land abkoppelt, ist real. Soziale Medien zu ignorieren, ist allerdings auch keine Lösung. Denn sie schaffen Realitäten. Das prominenteste Beispiel ist US-Präsident Donald Trump. Fast jeder seiner Tweets ist für eine Schlagzeile gut. DieDeutschePresseagentur hat eine eigene Schicht eingerichtet, bei der ein Journalist verfolgt, was Trump bei Twitter so von sich gibt. Intern heißt siedie „Er-ist-wach-Schicht“. Wie also umgehen mit den Risikender SozialenMedien? Istdas Modell Habeck eine Lösung? Robert Habeck ist inzwischen guterDinge.Für die ReisenachThüringen habe er sich besser vorbereiten können als früher,inZeiten deshektischen Twitterns. „Das ist ein Gewinn“, sagt Habeck. Andere glauben nicht daran, dass sein Modell Schule macht. „Wenn ich bei Hausbesuchen oder auf Infoständen bin, bekomme ich auch oft Kritik ab. Trotzdem würde ich nie aufhören, an den Haustürenund Marktplätzen zu sein“, sagt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Alsdas politische Berlin am Donnerstag den 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts feiert, will der SPD- Generalsekretär eine Twitter-Botschaft dazu rausschicken. Es gibt eine Gedenkveranstaltung im Bundestag, die SPD-Parlamentarierinnen erscheinen in weißen Oberteilen, als Reminiszenz an die ersten Frauen in der Weimarer Nationalversammlung, die weiße Blusen trugen. Als SPD-Kabinettsfrauen im Plenarsaal den Moment im Bild festhalten wollen, wittert Klingbeil seine Chance. „Ich will auch ein Foto mit euch“, sagt er und zückt das Handy. Klingbeil tippt eine Nachrichtinsein Telefon. „Im Kampf für das Frauenwahlrecht standen vor allem Sozialdemokratinnen an der Spitze –das macht mich stolz. Aber es gibt noch viel zu tun: Wir wollen 50:50 im Parlament.“ Um 11.46 Uhr sendet er Tweetund Foto in dieWelt. Stunden später geht Klingbeil die Antworten durch. „Lars, wieso gehst du nicht mit gutem Beispiel voran und stellst dein Mandat einer SPD- Frau zur Verfügung??“, fragt jemand. Klingbeil legt das Handy beiseite. „Twitter ist schon krass“, sagt er.„Die Aggressivität ist groß.“ Er ist jetzt häufiger auf der Foto- und Videoplattform Instagram unterwegs. „Dort ist es harmonischer“, sagt Klingbeil. Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501801 61003 NEUERÖFFNUNG IN FRANKFURT/ODER SAMSTAG 19.01. | 09 - 18 UHR & SCHAUS0NNTAG 20.01. | 13 -18 UHR BEI KÖNIG DIREKT VOM LAGER: OHNE ANZAHLUNG! WINTERKOMPLETTRÄDER GESCHENKT 1) & MIND. 2000 € ÜBER WERT FÜR IHREN ALTEN GEBRAUCHTEN 2) ! Fiat Panda BARPREIS 5.999€ UVP: 11.479 € Nachlass: 3.480 € Inzahlungname 2) : 2.000 € mtl. Leasingrate: 79 €* Vollkasko-Versicherung für nur 29 € mtl. 3) Fiat Panda Easy 1.2 8V · MP3/Radio · Klimaanlage · 4 Airbags · el. 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