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Berliner Zeitung 22.12.2018

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Vor200 Jahren schenkte der Oberndorfer Hilfspfarrer Joseph Mohrder Welt das Lied „StilleNacht“. Sie dankte es ihm erst lange nach seinem Tod SEITEN 4/5 Redakteure der Berliner Zeitung erinnern sich andie kulinarischen Weihnachts-Rituale ihrer Kindheit SEITEN 4/5 GibtesweißeWeihnachten, kommt das Christkind oder der Weihnachtsmann,und was verdientder Weihnachtsmann eigentlich? Alle Fakten zum Fest SEITE 10 GETTY Die Weihnachtsgeschichte von Alexander Osang – Magazin Heute mit Service und Immobilien 4°/10° Warm und regnerisch Wetter Seite 18 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,22./23. Dezember 2018 Nr.299 HA -74. Jahrgang Auswärts/D**: 1.90 € Berlin/Brandenburg: 1.70 € Im Magazin: MAGAZIN Aber es begab sich vor 200 Jahren Aufden Spuren von„Stille Nacht“ Seiten 4und 5 Ihr Kinderlein kommet Erinnerungen an Heiligabend bei Muttern Seiten 4und 5 Atemlos durch die heilige Nacht Eine Weihnachtsgeschichte aus Dresden von Alexander Osang SEITEN 2/3 Und ein Gebot ging aus Daten und Fakten:WasanWeihnachten zählt Seite 10 Er singet nicht erbauliche Lieder Noch ist der Karpfen nicht verloren Dave Eggers und sein erstes Kinderbuch Seite 6 Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier Anzeige www.fliesen.de Stadt kauft den Sozialpalast Zirkus machen Kommentar Seite 8, Berlin Seite 9 Damit es leicht aussieht, wird schwer gearbeitet. Ein Blick hinter die Kulissen des Zirkus Roncalli –kurz vor der Premiere in Berlin. Report Seiten 2und 3 XXXXXXX Aktiv abhängen Berlin bewegt sich Seite 22 Während in Deutschland noch wütend darüber diskutiert wird, ob man Weihnachtskarten ohne das Wort Weihnachten verschicken kann, sind die Amerikaner in dieser Frage schon lange viel weiter. „Seasons Greetings“, Frohe Festtage, steht auf den Karten, die in diesen Tagen Christen, Juden, Muslime und Gottlose gleichermaßen bekommen und verschicken, ohne irgendwelchen Anstoß zu nehmen. Entscheidend ist ja immer, welche Botschaft oder gar welches Geschenk mit diesen Grüßen verbunden ist. US-Präsident Donald Trump hat es gefallen, dem größeren Teil der restlichenWelt und vorallem seinen Verbündeten in diesem Jahr besonders vergiftete Weihnachtsgrüße zu schicken. Der plötzlich angekündigte Abzug der US-Truppen aus Syrien und Afghanistan wirkte auf die Hauptbetroffenen, die Kurden im Nordosten Iraks, imSchussfeld der türkischen Armee, und die von der Präsenz der Amerikaner abhängige afghanische Regierung, wie ein Schock. Nicht weniger schockiert reagierte Trumps Verteidigungsminister Jim Mattis, von dem viele sagen, er sei einer der letzten Erwachsenen im Umfeld des Präsidenten. Sein Rücktrittsschreiben ist höflich formuliert, in der Sache aber eine gnadenlose Generalabrechnung mit der egomanischen, unberechenbaren Politik Trumps. Man kann nur hoffen, dass in der Republikanischen Partei der Ernst der Lage doch einmal verstanden wird, vielleicht helfen die taumelnden Börsenkurse. Schockiert äußerten sich aber auch europäische Politiker,nicht zuletzt Bundesaußenminister Heiko Maas. Und hier lohnt es, einmal innezuhalten. Denn so sehr man auch Trumps erratische, vor allem an innenpolitischen Interessen orientierte Außenpolitik kritisieren muss – sie offenbart doch gleichzeitig den doppelbödigen, wenn nicht zynischen Charakter der europäischen, vorallem der deutschen Haltung. Es ist durchaus fragwürdig, den Abzug der US-Truppen aus Syrien zu kritisieren, wenn man selber –aus nachvollziehbaren Gründen – nie auch nur erwogen hat, Bundeswehrsoldaten dorthin zu schicken. Schließlich ist der Einsatz der amerikanischen Streitkräfte aus Deutschland erst einmal kritisiert worden. Das damalige Argument, man könne einen außer Kontrolle geratenen Krieg in einem ohnehin schon waffenstarrenden Land nicht durch noch mehr Soldaten und Waffen eindämmen, ist ja weiter richtig. Aber nur an der Seite stehen und nichts tun, kann für ein Land mit dem durchaus weltpolitischen Anspruch der Bundesrepublik, demnächst auch wieder Mitglied im UN- Sicherheitsrat, doch keine Option sein. Welche Möglichkeiten gäbe es für Deutschland jenseits vonPresseerklärungen also sonst, den Kurden Amerikanische Weihnachtsgrüße US-Präsident Trump will Truppen aus Syrien und Afghanistan abziehen. Die Verbündeten sind entsetzt. Doch ihre Kritik daran ist doppelbödig. Eine Einschätzung VonHolger Schmale Die westlichen Partner reden sich noch immer ein, so schlimm werde esschon nicht kommen. Doch, es könnte sogar noch schlimmer kommen, wenn es dem Nationalisten im Weißen Haus gerade passt. zur Seite zu stehen, die vom Nato- Partner Türkei bedroht werden? Druck auf die Türkei ausüben, zum Beispiel? Beider Nato auf ihreCharta pochen, wonach sich ihreMitglieder jeder Gewaltanwendung enthalten sollen, die mit den Zielen der UNO nicht vereinbar ist? Davonist bislang nichts zu hören. Undist es nicht auch richtig, darüber nachzudenken, ob man einen Krieg wie in Afghanistan, der nach 17 Jahren Hunderttausende Tote, Zerstörungen und Vertreibungen zurückgelassen hat, dem Gegner Taliban aber offenbar überhaupt nichts anhaben kann, militärisch verloren geben und sich zurückziehen muss? Auch dafür aber muss man Strategien entwickeln und kann nicht einfach sagen: Wirgehen jetzt mal. Man kann selbstverständlich kritisieren, wenn die Vereinigten Staaten sich aus ihrer Rolle als Weltpolizisten zurückziehen. Aber haben nicht ernstzunehmende Kräfte der europäischen Linken, der Friedensbewegung und weit darüber hinaus spätestens seit dem Vietnamkrieg genau diese Rolle kritisiert? Undwelchen Segen hat dieser Polizist in den vergangenen Jahrzehnten eigentlich über die Welt gebracht, namentlich im Nahen Osten, der ohne den Irak- Krieg der USA heute ein wesentlich friedlicherer Ort wäre? Die Syrer leiden immer noch und wahrscheinlich noch viel länger unter dem Despoten Assat, so wie vor dem Krieg. Nur dass inzwischen ihr Land zerstört ist, Hunderttausende tot und Millionen auf der Flucht sind. Was für eine Schreckensbilanz, der die Trump-geführtenUSA nun noch ein Kapitelmehr anfügen. Donald Trump schert sich nicht um Gewissheiten vergangener Tage, Bündnisse, Anstand und Zuverlässigkeit. Alle Hoffnungen, das könnte sich im Amt, mit zunehmender Erfahrung und Beratung ändern, sind in den vergangenen zwei Jahren zerschellt, nicht einmal ein Mann wie derVerteidigungsminister JimMattis glaubt noch daran. Nur die westlichen Bündnispartner reden sich noch immer ein, so schlimm werde es schon nicht kommen. Doch, es könnte sogar noch schlimmer kommen, wenn es dem Nationalisten im Weißen Haus gerade passt. Der Verrat an den Kurden ist ein Beispiel für diese vollkommen rücksichtslose Haltung. Noch immer aber fehlt auch nur der Ansatz einer Gegenstrategie der Europäer. Angesichts der Selbstlähmung der Briten und der Franzosen richten sich die Augen auf die Deutschen. Wie steht es mit ihrem manchmal formulierten Führungsangebot – angesichts einer Kanzlerin auf Abruf, einem Außenminister auf Tauchstation und der Neigung zu Debatten wie jener um die richtigenWeihnachtskarten? Aber werweiß, mit den Herausforderungen wachsen manchmal auch die Fähigkeiten. Vielleicht gilt das ja auch für Deutschland im Jahr 2019. PolitikSeite 5 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501702 61051 Bei König ohne Anzahlung: Dacia Sandero Limousine Winterkompletträder geschenkt 1) & Mind. 500,- € für Ihren alten Gebrauchten 2) ! UVP: 7.789,- € mtl. Leasingrate: 72,- € * Vollkasko-Versicherung nur 29 € monatlich 3) Barpreis: 6.990,- € Dacia Sandero Limousine Access SCe 75 • 5-türig • Isofix Kindersicherung · 3 J. Garantie · *zzgl. 799,- € für Bereitstellungskosten · mtl. Leasingrate: 72,- € · Anzahlung: 0,- € / Laufzeit: 60 Mon. / 10Tkm/Jahr · ein Angebot der König Leasing GmbH (10829 Berlin, Kolonnenstr. 31) · 1) bei Kauf bis 31.12.18 und aktuellem Besitz eines Fahrzeuges der Marke Dacia. 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