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Berliner Zeitung 23.02.2019

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Holger Schmale über Greta Thunberg und die Zukunft der Jungen– Leitartikel Seite 8 Heute mit Service und Immobilien -2°/7° Sonne, aber kühler Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,23./24. Februar 2019 Nr.46HA-75. Jahrgang Auswärts/D*: 2.00 € Berlin/Brandenburg: 1.80 € Im Magazin: Gib dem Mann das Baby! Rachel Cusk über die Gleichberechtigung Seiten 2und 3 VonDisco zu Disco Wasaus Magnet, Ostgut und Co.geworden ist Seiten 4und 5 VonPrenzlauer Berg nach Indien WasFotograf RobertParis an Berlin vermisst Seite 7 Anzeige www.atala.de Union spielt 1:1 gegen Bielefeld Der Tonmacht die Musik Daniel Barenboim sei ein despotischer Chef, sagen Orchestermusiker.Erwiderspricht energisch. Wassagt der Fall über die Härte des Kunstbetriebs? Feuilleton Seiten 26 und 27 DPA/BERND VON JUTRCZENKA Miss Germany, Stolz und Vorurteil Panorama Seite 32 SportSeite 23 Die neuen Zahlen sind da und sie sind eine klare Ansage: Erneut ist die Zahl der Berlin-Touristen im vergangenen Jahr gestiegen. 13,5 Millionen Besucher kamen 2018 in die Hauptstadt nach Berlin, sie buchten fast 33 Millionen Übernachtungen. Fast die Hälfte der Gäste kam aus dem Ausland, aus Großbritannien, den USA, aus Spanien, Italien und den Niederlanden. Keine Junggesellenabschiede Im Durchschnitt sind die Gäste –die meisten von ihnen um die 40 Jahre alt –zwei bis drei Tage in der Stadt geblieben. Sie haben sich die Sehenswürdigkeiten angeschaut, sie interessierten sich für Kunst, Kultur und Architektur, haben Befragungen ergeben. Von „Qualitätstourismus“ spricht der Geschäftsführer der Berliner Tourismus Marketing GmbH Visit Berlin, Burkhard Kieker. „Der Magnetismus der Stadt wirkt weiter“, sagte er. „Berlin ist ein Ziel für kulturelle Entdecker und Genießer.“ Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sagt angesichts der neuen Rekordzahlen: „Unserefaszinierende, lebendige Metropole ist ein Reiseziel für Menschen aus Deutschland, Europa und Übersee.“ Hinzu kamen 2018 fast zwölf Millionen Kongressteilnehmer, in Berlin gab es etwa 143 000 Kongresse und Tagungen. Das ist eine stolzeBilanz. Und Berlin profitiert erheblich von seinen vielen Gästen. Mit etwa zwölf Milliarden Euro Umsatz gehört der Tourismus zu den wichtigsten Branchen der Stadt. Kieker sagte am Freitag bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2018 aber auch diesen Satz: „Berlin will nicht das Ziel von Junggesellenabschieden sein.“ Für diese Bemerkung hat der Tourismuswerber gute Gründe.Denn es gibt längst Kieze in dieser Stadt, da sind Touristen nicht mehr gern gesehen, dort scheint die viel gelobte Berliner Akzeptanz und Weltoffenheit gegenüber den Gästen zu schwinden. Vorallem in Kreuzbergund Friedrichshain gibt es mittlerweile Quartiere, in denen die Bewohner sich gegen den Massentourismus in ihren Vierteln wehren. Siefühlen sich dort nicht mehr wohl, weil es dortimmer mehr Hostels und Ferienwohnungen gibt und etliche Spätis und Imbissläden eröffnet haben, die in dieser Dichte kein Mensch braucht, der dortlebt. In solchen Gebieten, etwa dem Wrangelkiez in Kreuzberg, entwickelt sich die Infrastruktur nicht mehr nach den Bedürfnissen der Bewohner, sondern nach denen der Touristen. Hostel, Späti, Imbiss. Monokultur. Bewohner sind frustriert und wütend, noch mehr Touristen wollen sie in ihrem Kiez nicht dulden. Schon gar nicht neue Hostels. Längst kursieren in diesen Kiezen Begriffe wie „Touristifizierung“ und Wieviele Touristen verträgt Berlin? Niekamen mehr Besucher als im vergangenen Jahr: 13, 5Millionen Menschen. Sie bringen Milliarden Euro und die Welt in die Stadt. Das ist gut. Aber das ist nicht alles VonStefan Strauß „Overtourism“. Parolen wie „No more Rollkoffer“ stehen an Hauswänden in Kreuzberg und auch „No tourists!“ „Ballermann Berlin“ nannte der Stern imvergangenen Jahr eine Reportage über Berlin. Tatsächlich hat Berlin nicht nur seine bildungsbürgerlichen Qualitätsbesucher, sondern auch seine Problemtouristen. Sie sind jung und kommen aus aller Welt zum Feiern. Berlin Tag und Nacht. Dafür hat Berlin schließlich auch seine 100 Clubs und über 400 Diskotheken. Es gibt keine Sperrstunde und kaum Reglementierungen. DasUnterwegs-Bier in der Bahn gehört zum alltäglichen Bild. Darüber regt sich niemand auf. Für manche Auswärtigen ist das schon der Begriff vonFreiheit. Dasliberale Berlin lockt die Jungen. Die Stadt ist nicht teuer,der Flug mitEasyjet, das Bier am Späti und der Döner auch nicht. So lässt sich gut feiern. Die Folgen solcher Partynächte spüren die Bewohner: Dreck und Lärm und schlaflose Nächte. Frust auf die jungen Leute. Tagsüber Primark, abends Party. Berlin ist eine tolle Stadt. Doch wie soll das weitergehen? Wastut die Stadt, um diese Entwicklung zu stoppen? Niemand hat einen Plan, der wirklich hilft. Der Senat will Touristen aus der Innenstadt in die Randbezirke locken. Doch werwill sich das vorschreiben lassen? WerBerlins wilde, authentische Seite erleben will, wird sich kein Hostel in Spandau suchen. Oder in Treptow. DieStadtreinigung säuberteinige Parks jetzt häufiger, eswerden mehr Toiletten und Mülleimer aufgestellt. Doch Berlin hat es noch nicht mal geschafft, einen Hotelentwicklungsplan zu erstellen, der festlegt, in welchen Teilen der Stadt neue Hotels und Hostels noch verträglich und sinnvoll für die Bewohner sind. Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), hatte so ein Konzept gefordert. Doch nichts passiert. Zuständig ist Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke). Nun hat der Bezirk eine eigene Strategie entwickelt. Geplagte Kiezeentlasten Mit Hotelneubauten verdienen die Investoren bei den zu erwartenden weiter steigenden Besucherzahlen (vor allem nach der geplanten BER- Eröffnung 2020) schnell viel Geld. Doch die Stadt braucht keine neuen Hotels. Die bestehenden sind in der Regel nur zu 50 bis 60 Prozent ausgelastet. Berlin muss jetzt gemeinsam nach stadtweiten Lösungen suchen, die tourismusgeplagten Kieze zu entlasten. Dasaberdarfnicht auf Kosten der vielen Millionen Berlin-Besucher gehen. Sie sollen weiterhin willkommen sein in dieser Stadt, die ihren guten Rufals weltoffene und liberale Metropole nicht verlieren darf. Berlin Seiten 10 und11 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501801 61008 2) BEI KÖNIG:OHNE ANZAHLUNG! MIND.1.000 €FÜR IHREN ALTEN GEBRAUCHTEN! 1) Jeep ® Renegade Automatik 149 ,- €* Vollkasko-Versicherung nur 59 €mtl. 3) UVP: 26.789 ,- € € Barpreis: 16.999,- monatliche Leasingrate Jeep ® Renegade Longitude Benziner MY17 1.4l MultiAir Automatik · Klimaanlage · Multimedia · Navigationssystem ·*zzgl. 799 € Bereitstellungskosten · mtl. 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