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Berliner Zeitung 24.08.2019

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Die lange Nacht der Museen: Alles Sehenswerte auf einen Blick – Beilage Heute mit Service und Immobilien 17°/29° Sonniges Wochenende Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Sonnabend/Sonntag,24./25. August 2019 Nr.196 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 2.00 € Berlin/Brandenburg: 1.80 € Anzeige www.atala.de Mörderische Allianz: Der Hitler-Stalin-Pakt Im Magazin: Das neue Buch von Leo &Gutsch im Vorabdruck Der gute Ton Zum ersten Mal führte Kirill Petrenko am Freitagabend die Philharmoniker als Chefdirigent durch ein Konzert. Der Anfang einer neuen Ära Feuilleton Seite 25 DPA/BERND VON JUTRCZENKA In eigener Sache Reden Sie mit! Liebe Leserinnen und Leser, liebe Berlinerinnen und Berliner, dieses Jahr ist ein besonderes Jahr, indiesem Jahr feiert Berlin das 30-jährige Jubiläum des Mauerfalls. Wir feiern die Freiheit und die Meinungsfreiheit. Und wir feierndiesen besonderen Moment mit einer großen gemeinsamen Aktion der Berliner Zeitung, des Tagesspiegels und der Bundeszentrale für politische Bildung. VonMontag an werden wir in beiden Zeitungen und in den Digital-Auftritten der Berliner Zeitung und des Tagesspiegels zu einer großen Debatte über die Zukunft der Stadt und des Landes einladen. Prominente und Experten werden zu Wort kommen. Und vor allem sind Sie gefragt, liebe Leserinnen und Leser. Sagen Sie uns Ihre Meinung! Reden Sie mit über die Zukunft unserer Stadt und unseres Landes. Wie Sie mitmachen können, welche Themen wir in den kommenden zehn Wochen mit Ihnen diskutieren wollen und wie die Berliner Zeitung, der Tagesspiegel und die Bundeszentrale für politische Bildung die Meinungsfreiheit in der Volksbühne feiern werden, das alles erklären wir Ihnen auf der Seite 8dieser Ausgabe. Viele Sozialdemokraten im Lande Brandenburg werden ganz sicher darauf angestoßen haben, ebenso die Christdemokraten in Sachsen. Denn am Donnerstagabend gaben die „ARD-Tagesthemen“ ihreaktuellen Umfragewerte bekannt, die dann am Freitag vom „ZDF-Politbarometer“ bestätigt wurden. Eine ziemliche Überraschung ist geschehen: In beiden Ländern, in denen am 1. September neue Landtage gewählt werden, haben die Regierungsparteien eine ArtTrendwende geschafft. Danach sah es lange Zeit nicht aus, denn im Wahljahr litten SPD und CDU vorallem im Osten darunter, dass sie nicht profitieren konnten von den zugespitzten Debatten über den Umgang mit dem Klimawandel und mit Flüchtlingen, sondernnur AfD und Grüne. Nun aber, kurz vor der Wahl, punkten die Parteien der Ministerpräsidenten wieder. Seit Wochen stand in Brandenburgdie rechtsnationale AfD klar vorder SPD,die dieses Land seit dem Ende der DDR regiert. Eine Woche vor der Wahl belegt die SPD wieder Platz 1 – entweder gleichauf mit der AfD oder sogar kurzvor ihr,jenach Umfrage. Vier Prozentpunkte mehr gegenüber der Umfrage vorzweiMonaten –das ist durchaus ein Sprung, den viele der SPD in Brandenburg nicht mehr zugetraut haben. Regierungschef Dietmar Woidke sagt seit sieben Wochen tapfer, dass er unbedingt verhindern wolle, dass die AfD stärkste Partei werde, weil die immer offener rechtsextreme Positionen vertrete und die Gesellschaft spalte. Lange wurde er belächelt, dass er noch an den Sieg glaubt. „Ich bin der Meinung, dass sich Wahlkampf lohnt“, sagte Woidke am Freitag der Berliner Zeitung. Gerade in diesen unruhigen Zeiten sei es wichtig, sich mit Wählern auseinanderzusetzen. „Ich hatte immer ein gutes Gefühl, und es freut mich, wenn sich das in Umfragen widerspiegelt.“ Ein Hauptgrund für den Umschwung sieht er darin, dass sich viele Leute Gedanken machten um die Stabilität des Landes.„Viele Bürger sind besorgt. Unddas mobilisiert in die richtige Richtung –inunsere.“ Wende in Brandenburg und Sachsen? SPD und CDU legen in den Umfragen überraschend kräftig zu. Das macht die Regierungsbildung voraussichtlich nicht einfacher VonJens Blankennagel, Potsdam In Sachsen steht die CDU um Ministerpräsident Michael Kretschmer nun sogar auf Platz 1, mit sechs PunktenVorsprung vorder AfD.Dort wiederum ist die SPD sehr schwach. Sie liegt sogar nur zwei Prozentpunkte über der Fünf-Prozent- Hürde. Die Umfragen zeigen mehrere Dinge. Kurz vor dem Wahltag zieht wie so oft der Amtsbonus doch ein wenig. DieLeute fragen sich: Welche Person soll das Land regieren? Dazu kommt, dass es in beiden Ländern keine Wechselstimmung gibt, da ein Wechsel nur mit der AfD ginge und eine klareWählermehrheit deren Regierungsbeteiligung ablehnt. Auch die Angst vorunklaren politischen Verhältnissen scheint zu wirken. Die Regierungsparteien sprechen ausdrücklich davon, dass es bei diesen Wahlen um eine existenzielle Grundausrichtung für die Länder gehe. Viele wollen auch verhindern, dass den Ost-Ländern der Stempel aufgedrückt wird, AfD-Hochburgen zu sein. Die Umfragen zeigen auch, dass die AfD ihr Wählerpotenzial mit 20 bis 25 Prozent ausgeschöpft hat. Andererseits wird auch klar, dass trotz des „Fridays for Future“-Hypes der Höhenflug der Grünen vorerst gestoppt ist. Seit Monaten stagnierten in Brandenburgalle Parteien, nur die Grünen stiegen und standen so gut da, dass sogar darüber diskutiert wurde, obsie nicht hinter der AfD auf Platz 2landen und dann die Regierung führen könnten. Nunsinken ihreWerte von17auf zwölf Prozent. DieUmfragen haben eine Fehlerquote von drei Prozent –ein Wert, der am Wahlabend darüber entscheiden kann, werden Ministerpräsidenten stellt. Aber eine Sacheist in beiden Ländern schon vor der Wahl klar: Die aktuellen Zweierbündnisse werden ganz sicher nicht mehr allein weiterregieren können. Da derzeit niemand der AfD zur Macht verhelfen will, sind nach dem 1. September mindestens Dreier-Bündnisse für stabile Mehrheiten nötig. Ausaktueller Sicht könnte es in beiden Ländern darauf hinauslaufen, dass Schwarz-Rot in Dresden und Rot- Rot inPotsdam zumindest um die Farbe Grün erweitertwird. Brandenburg Seite15 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de, Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501801 61034 2. und3. November 2019 10 –17Uhr Cafe Moskau Karl-Marx-Allee 34 10178 Berlin Jetzt Stand buchen! Werden SieAussteller Doppelmesse Reise &Gesundheit Kontakt unter: berlin.messen@dumont.de oder (030) 2327 6758 BERLIN MESSEN

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