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Berliner Zeitung 24.11.2018

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Kinder undKarriere, das scheintnochimmer schwer vereinbar.Ist es auch, sagt die Autorin EvaCorino –wennman beides auf einmal will SEITEN 2/3 Dem Sozialdemokraten Peter Forster gelang 1938 das Unmögliche: dieFluchtaus dem KZ Buchenwald. In Freiheit war er noch lange nicht SEITEN 4/5 In Berlin undanderen großen Städten pflegt man seit einiger Zeit einen neuen Umgangmit dem Sterben.EineGeschichte zum Totensonntag SEITE 7 ROHDE Anja Reichs Kolumne: Im Flugzeug über Saudi-Arabien – Politik Seite 4 Anzeige Anzeige Entsorgungslösungen für Gewerbe und Industrie Entsorgungslösungen für Gewerbe und Industrie www.bartscherer-recycling.de www.bartscherer-recycling.de 0°/3° Starkbewölkt Wetter Seite 16 AM WOCHENENDE www.berliner-zeitung.de Heute mit Service und Immobilien Sonnabend/Sonntag,24./25. November 2018 Nr.275 HA -74. Jahrgang Auswärts/D**: 1.90 € Berlin/Brandenburg: 1.70 € Im Magazin: MAGAZIN Das Nacheinander-Prinzip Sabine Rennefanz trifft EvaCorino Seiten 2und 3 Flucht aus Buchenwald Dieeinmalige Geschichte des Peter Forster Seiten 4und 5 Licht und Schatten Armin Rohdes Zweitkarriereals Fotograf Seite 6 Ansichten eines Clowns Das Fotografieren war Armin Rohdes erste Leidenschaft, und es ist bis heute seine größte geblieben. Ein Gespräch über das richtige Licht, das falsche Gesicht und seine erste eigene Ausstellung SEITE 6 In der Rushhour des Lebens In den Mühlen der Geschichte Der neue Roman von Natascha Wodin Seite 8 Annäherung an Gevatter Tod Anzeige Die Macht der Berlinerinnen Im Osten der Stadt sorgten Frauen bei der Polizei schon früh für Recht und Ordnung. Auf den Straßen West-Berlins erst seit 1978. Eine Erfolgsgeschichte Berlin Seiten 10 und 11 PICTURE ALLIANCE /ZB[M] www.fliesen.de Dunja Hayali im Gespräch ReportSeiten 2und 3 Waswird aus Keiras Mörder? Seiten 8und 13 Es geht wieder einmal um den Flughafen BER. Wieder um Pfusch, Fehlplanungen, um verpasste Chancen, um den fatalen Einfluss der Politik. Doch diese Debatte ist etwas Besonderes. Am Freitag stehen im neuen Untersuchungsausschuss BER zwei Menschen Rede und Antwort, die beide in der Chefetage der Flughafengesellschaft FBB tätig waren, aber unterschiedlicher nicht sein könnten. Einer vonihnen, Hartmut Mehdorn, strahlt Aggression und Hektik aus, der andere, Horst Amann, Ruhe und Konzentration. Undirgendwann taucht im Raum 311 des Abgeordnetenhauses eine Frage auf: Wäre das Schönefelder Flughafenprojekt besser verlaufen, wenn einer von ihnen länger Geschäftsführer geblieben wäre? Wäre der BER vielleicht jetzt schon fertig? Sein heiseres Lachen ist noch da. Auch der aggressive Grundton, die ständige Lauerstellung. „Ich bin nicht der liebe Herr Mehdorn. Ich bin nicht lieb“, wird erspäter aufgebracht rufen. Kurz vor 16Uhr betritt Hartmut Mehdorn, von März 2013 bis 2015 Flughafenchef, den Raum. Der 76-Jährige erinnert sich an seine ersten Tage in der Flughafengesellschaft FBB: „Soetwas hatte ich noch nicht erlebt.“ Die Baustelle: „Ohne Führung, ohne Organisation, schmutzig, unordentlich. Am Abend waren Wasserhähne weg, es wurde geklaut.“ Mitarbeiter vonDutzenden Unternehmen waren unterwegs, doch „gearbeitet hat keiner“. Stattdessen waren fünf Firmen damit beschäftigt, Baumängel aufzunehmen. Eine „Bestandsaufnahme mit Gänsefüßchen“, sagt Mehdorn abschätzig, ein zentrales Register fehlte. Damit nicht genug: Der BER war zu klein geplant, Planungen waren oft und massiv verändertworden. Dann waren da noch die drei FBB-Gesellschafter: die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund. „Sie vertrugen sich nicht, es war eine extreme Misstrauenskultur“ –auch ihm gegenüber. Schon nach einem halben Jahr habe er erkannt: „Das wird nichts. Ich habe mich nicht willkommen gefühlt. Es wäre Unsinn und verdorbene Zeit gewesen, länger zu bleiben.“ Dass er gescheitertsei, weist er zurück: „Das Theater war da, bevor ich kam.“ VorMehdornstand Horst Amann vier Stunden lang Rede und Antwort, gelassen und fokussiert. Er war im August 2012, knapp drei Monate nach der Absage der für den Juni 2012 angekündigten BER-Eröffnung, nach Schönefeld geholt worden, um Geschäftsführer für Technik und Betrieb zu werden. Auch der heute 65 Jahre alte Bauingenieur wirkt immer noch konsterniertüber das,was er vorfand.„Rasch wurde klar:Das ist ein Sanierungsfall im Neubau, und zwar ein vollständiger.“ Viele Gebäudeteile waren anders gebaut worden als vorgesehen und „nicht genehmigungskonform“. Etwa die Kabelkanäle im Terminal: Die bittere BER-Bilanz Wasliefschiefbeim Bau? Der ehemalige Flughafenchef Mehdorn und der frühere Technikchef Amann versuchen, es dem Untersuchungsausschuss zu erklären VonPeter Neumann „Wenn man die Kontrolle über das Bauwerk verliert, kommt der Pfusch.“ Horst Amann, Ex-Technikchef des BER, vor dem Untersuchungsausschuss voll gestopft mit Leitungen, die nicht zusammen hätten verlegt werden dürfen. Es gab kaum Bautätigkeit. Baumängel wurden festgestellt. So waren viele Kabelkanäle an der südlichen Startbahn bereits 2012 mit Wasser vollgelaufen –ein Schaden, der andauert, aber erst kürzlich öffentlich bekannt geworden ist. In der FBB-Bauabteilung war die Lage nicht besser, so Amann. Die Mitarbeiter standen nach der Absage der Eröffnung unter Schock. „Sie haben immer noch geglaubt, dass das Ding funktionieren könnte. Doch dafür gab es keine Chance. Esfehlte die Einsicht, dass man so nicht weitermachen kann.“ Hilfe vom Aufsichtsrat, in dem Politiker dominieren, gab es kaum. Stattdessen bestand dort vor allem der Wunsch, rasch einen neuen Eröffnungstermin zu nennen. Amann versah das Datum 27. Oktober 2013 aber mit Bedingungen –von denen er bald erkannte, dass sie sich nicht einhalten ließen. „Zwei Monate später musste ich mitteilen, dass keine Möglichkeit besteht. Es war aussichtslos.“ Der FBB habe auch vieles andere gefehlt: ein Informations- und Kontrollsystem, eine Risikoüberwachung, eine Bauüberwachung –der Aufsichtsrat hatte die Planungsgesellschaft kündigen lassen. „Es gab keine klareund strukturierte Auseinandersetzung mit den Problemen.“ Darum veranlasste Amann eine Bestandsaufnahme: „flächendeckend, schonungslos, nicht zerstörungsfrei“. Rund 100 000 Mängel wurden 2013 entdeckt. Als nächstes hätte die Aufgabe angestanden, sie abzuarbeiten. Aber dann kam jener Tagim März2013, als der Aufsichtsrat Hartmut Mehdorn zum Flughafenchef berief.„Das war mein Ende“, sagt der Ex-Technikchef. „Ich hätte nicht weggewollt. Aber für mich war kein Platz mehr.“ Als Mehdorn und herbeigeholte Berater begannen, mit dem Programm „Sprint“ Aktivismus zu entfalten, war Amann bereits nur noch Zaungast. „Mit Herrn Amann war das schwierig“, entgegnet Mehdorn. Bald nach Mehdorns Antritt wurde Amann kalt-, 2014 freigestellt. „Ich wollte die Mängel minuziös abarbeiten“, sagt er. „Mehdorn hat gesagt: DerBER muss in Betrieb gehen.“ Man brauche „Augenmaß und Ruhe“, hält Horst Amann ihm auch heute noch entgegen. „Doch auch im Aufsichtsrat war die allgemeine Stimmung: Nein, wir machen weiter.“ Es wurde versäumt, vor jedem Schritt das Notwendige zu tun –sich ein Bild vonder Lage zu machen. Ein Fehler, der bis heute wirke: „Wenn man die Kontrolle über das Bauwerk verliert,kommt der Pfusch.“ Es wäredas Bestegewesen, wenn man dasProjekt BER2012 unterbrochen und neu aufgesetzt hätte,sagte jüngst Engelbert Lütke Daldrup, seit 2017 Flughafenchef. Dafürhat Horst Amann nur ein Lächeln übrig: „Eine späte Erkenntnis. Die hatte ich damals schon.“ Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499 Leser-blz@dumont.de; Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501702 61047 2) VERKAUFSOFFENES WOCHENENDE | JEEP CITY STORE SAMSTAG 24.11. | 09 - 18 UHR | SCHAUSONNTAG 25.11. | 13-18 UHR BIS ZU 11.500 € INZAHLUNGNAHME-PRÄMIE FÜR IHREN ALTEN DIESEL SICHERN - EGAL WELCHE MARKE 1) ! Jeep ® Renegade Automatik UVP: 26.789 ,- € Barpreis: 18.499 ,- € 179,- €* monatliche Leasingrate Vollkasko- Versicherung nur 59 € mtl. 3) Jeep ® Renegade Benziner MY17 1.4l MultiAir Automatik · Klimaanlage · Multimedia · Navigation · *zzgl. 799 € Bereitstellungskosten · mtl. 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