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Berliner Zeitung 25.01.2019

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Beschlossen und verkündet: Der 8. März ist nun Feiertag in Berlin – Seiten 8und 9 Abnehmen ohne hungern Seite 17 -6°/-2° Sonne und Wolken Wetter Seite 2 Barley: Mietpreisbremse um fünf Jahre verlängern Tagesthema Seite 2, Kommentar Seite 8 www.berliner-zeitung.de WM: Patrick Wiencek – im Zentrum der Abwehr Sport Seite 20 Freitag,25. Januar 2019 Nr.21HA-75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Kunstprojekt DAU: Eine zweite Chance für Berlin? Berlin Seite 10 Mit Mut gegen Maduro VonJörg Vogelsänger Bis vor kurzem war Juan Guaidó selbst für viele Venezolaner ein Unbekannter –bis er sich am Mittwoch zum Interimspräsidenten ausrief. Damit wurde der 35-Jährige zum neuen Hoffnungsträger der Opposition und wichtigsten Gegenspieler des sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduroindem südamerikanischen Land. Juan Guaidó stammt aus der Hafenstadt La Guaira im Bundesstaat Vargas, rund 30 Kilometer nördlich von Juan Guaidó, selbst ernannter Präsident in Venezuela Venezuela Caracas. Der Wirtschaftsdiplom-Ingenieur war schon als Student politisch aktiv. Erzählt zu jenen jungen Politikern der Opposition, die als „Generation 2007“, die Generation der Studentenproteste, bekannt wurde. Die Demonstrationen richteten sich damals gegen MadurosVorgänger,Hugo Chavéz. Im Parlament sitzt Guaidó für die Partei Voluntad Popular (Volkswille), zu dessen Mitbegründern er zählt. Vorseiner Wahl zum Parlamentschef Anfang Januar leitete er einen Ausschuss zur Untersuchung von Korruptionsfällen in dem Land. Verheiratet ist Guaidó mit einer Journalistin, das Paar hat eine kleine Tochter. Sein Traum sei es, dass sie eines Tages unbesorgt in Caracas Fahrrad fahren könne, sagte er in einem Interview. Wie viele Venezolaner ist Guaidó Baseball-Fan –erfiebertmit dem örtlichen Team Tiburones de La Guaira (Haie von LaGuaira) –und tanzt gerne Salsa. Nun fordert Guaidó Präsident Nicolás Maduro heraus, der das Erdölland seit 2013 regiert. Am 10. Januar war der 56-Jährige trotz internationaler Proteste für eine zweite Amtszeit vereidigt worden. DerSozialist war im Maivergangenen Jahres in einer umstrittenen Abstimmung wiedergewählt worden und wird von zahlreichen Staaten nicht anerkannt. (dpa) Politik Seite 4, Leitartikel Seite 8 Kinderhose –7,5 % Weißwein +4,6 % VonJochen Knoblach Kfz-Versicherung –6,6 % Zwei Prozent mehr. Das Ergebnis ist nüchtern, klar und amtlich: Um zwei Prozent sind im vorigen Jahr in Berlin die Preise gestiegen. Das hat das statistische Landesamt ermittelt, und die Schlussfolgerung liegt natürlich auf der Hand. Früher war alles besser, billiger sowieso, und dann ist das auch noch nur ein Durchschnittswert.Wer weiß … Tatsächlich bezieht sich die Teuerung auf den gesamtenWarenkorb.Es ist der Mittelwert von insgesamt 750 Produkten und Dienstleistungen, die zum täglichen Leben gehören und auf die wir nicht einfach verzichten können. Es sind Windeln ebenso wie Friedhofsgebühren. Statistiker haben erkundet, was Zahnpasta, Schweinehack und Heizöl kosten, und die Preise verglichen. Wegen des heißen Sommers etwa sind die Ausgaben für Äpfel und Sahne zweistellig nach oben gegangen. Sogar Sonnenbrillen wurden teurer, anderes wurde deutlich billiger.ImSchnitt waren es eben zwei Prozent. Entgelt Krippenbesuch –21,7 % Früher war nicht alles besser Die Preise in der Hauptstadt sind um zwei Prozent gestiegen –aber die Berliner verdienen auch drei Prozent mehr im Durchschnitt. Das Wirtschaftswachstum kommt an. Nur: Werheute eine neue Wohnung sucht, dem hilft diese Statistik wenig Das ist die größte Teuerung seit fünf Jahren. Aber nicht nur das: Mit den zwei Prozent liegt Berlin auch über dem Bundesdurchschnitt. Denn landesweit gingen die Preise vergangenes Jahr nur um 1,9 Prozent nach oben. Kein großer Unterschied, aber doch ein Unterschied. Ist das der Preis, den die Berliner für das Wirtschaftswachstum zahlen müssen? Dafür, dass die Berliner Wirtschaft seit Jahren in Folge schneller wächst als die bundesdeutsche insgesamt? Ja,das ist so. Allerdings haben die Berliner gerade deshalb auch mehr verdient. Im dritten Quartal des vorigen Jahres, das sind die aktuellsten Zahlen, waren die Reallöhne in Berlin um drei Prozent gestiegen, während sie bundesweit nur um 1,5 Prozent Flugticket –2,5 % zulegten. Vor allem im Dienstleistungsbereich sind die Löhne gestiegen. „Das Wirtschaftswachstum ist für sehr viele Berliner wirklich spürbar“, sagt Claus Pretzell,Volkswirtder Investitionsbank Berlin. Im Einzelhandel war das unmittelbar spürbar. „Das Wirtschaftswachstum ist für sehr viele Berliner wirklich spürbar.“ Claus Pretzell, Volkswirt bei der Investitionsbank Berlin Denn auch der wuchs in Berlin schnellerals im Bundesdurchschnitt. „Die Massenkaufkraft ist gestiegen“, sagt Nils Busch-Petersen, Chef des regionalen Einzelhandelsverbands. InBerlin haben heute so viel Menschen Arbeit wie nie zuvor in der wiedervereinten Stadt. „Darauf kommt es an“, sagt er. Unter dem Strich haben Berlins Einzelhändler im vergangenen Jahr 350 Millionen Euro mehr umgesetzt als noch 2017. Preisbereinigt. € € € € € € € € Besuch eines Schwimmbads +10,2 % Kühlschrank –6,2 % Schlechter scheint es auch im gerade begonnenen Jahr nicht zu werden. Für Berlin wird ein Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent erwartet. Dem aktuellen Mittelstandsbarometer der Beratungsgesellschaft Ernst & Young zufolge gehen fast zwei von drei Berliner Betrieben davon aus, dass sich die Geschäfte in diesem Jahr verbessernwerden. Demnachwill jedes zweite Berliner Mittelstandsunternehmen in diesem Jahr mehr Personal einstellen. In Baden-Württemberg und Bayern ist das nur etwa jedes Dritte. Der Bundesdurchschnitt liegt bei38Prozent. Im Detail sind die statistischen Angaben zur Teuerung mitunter aber nur die halbe Wahrheit der Statistik. Dass sich etwa die Mieten in Berliner Alt- und Neubautennur um 2,4 bis 3,0 Prozent verteuert haben sollen, widerspricht der Erfahrung vieler Berliner. Wurde die Statistik also frisiert? Nein, aber sie berücksichtigt eben nur die Bestandsmieten in der Stadt, nicht die Steigerungen bei Neuvermietungen. Tatsächlich kletterten die Angebotsmieten 2018 in Berlinum13Prozent. Made in Berlin Seite 6 BLZ/ISABELLA GALANTY Allende-Brücke in Köpenick wird gesperrt Risse im Beton erlauben keinen Verkehrmehr VonMelanie Reinsch und Peter Neumann ImSüdosten von Berlin ist die Salvador-Allende-Brücke eine der wichtigsten Verbindungen über die Spree indie Stadt. Doch nun muss das Bauwerküberraschend für Kraftfahrzeuge gesperrt werden. Darüber informierte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für die Grünen) am Donnerstag am Rande der Abgeordnetenhaussitzung. Es seien Risse im Beton festgestellt worden. DieBrücke muss abgerissen und neu gebaut werden. Erst Ende 2019 wird es für Autos wieder möglich sein, an dieser Stelle die Spreezuqueren. DieSperrung wirdfür den Südosten der Stadt eine große Belastung darstellen. Denn über die Verbindung rollen täglich knapp 30 000 Fahrzeuge,die sich nun einen neuen Wegsuchen müssen. NurFußgänger und Radfahrer dürfen in den nächsten Monaten die Querung nutzen. Einschränkungen gibt es dort zwar schon länger. Ein Teil der Brücke, die zwischen 1979 und 1981 errichtet wurde, ist wegen Betonkrebs abgerissen worden. Seit 2017 wirdan dem Neubau der Brücke gearbeitet. Die jetzt festgestellten Risse stehen offenbar in Zusammenhang mit der Neubaumaßnahme. Die alte Brücke neigte sich mutmaßlich in Richtung neue Überfahrt und nahm dadurch Schaden. Berlin Seite9 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 51004 % % % SUPER SALE % % % BIS ZU 70% REDUZIERT! HERREN LANGES XXL-WOCHENENDE MIT OFFENEM SONNTAG VON 13-18 UHR! ZUSÄTZLICHE 20% EXTRA-RABATT AUF SCHON REDUZIERTE MODE * Nur gültig bis zum 30.01.2019. Ausgenommen rot gepunktete Ware. * DAMEN Gr. 46-54 www.weingarten-grosse-groessen.de Nürnberger Straße 14 – 15 | Berlin Telefon (030) 219 65 08 | Europa Center Stammsitz: Weingarten GmbH & Co. KG, Friesenplatz 19, 50672 Köln

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