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Berliner Zeitung 25.06.2019

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Bis zu 39 Grad: Sahara-Hitze erreicht Berlin – Berlin Seite 11 Das Feuer in Strausberg Seite 15 19°/32° Heiter und heiß Wetter Seite 26 E-Autos: Wiegefährdet sind Mitfahrer? Wissenschaft Seite 16 www.berliner-zeitung.de Bus 300: Berlin bekommt noch eine Touristenlinie Berlin Seite 9 Dienstag,25. Juni 2019 Nr.144 HA -75. Jahrgang Auswärts/D*: 1.70 €–Berlin/Brandenburg: 1.60 € Als alles begann: Das Internet wird 50 Netzwerk Seite 24 Mode-Buch Der Mythos Chanel VonBirgit Holzer An einem Freitagabend im November 2018 empfing der vielbeschäftigte Meister die Journalistin Laetitia Cénac und den Illustrator Philippe Delhomme in seinem Studio. Er trug seinen obligatorischen Look mit weißem Pferdeschwanz und hohem Kragen –eine Ikone, die über ihren Ikonen-Status klagte.„Ich kann nicht einmal über die Straße gehen, ohne dass jemand etwas von mir will“, sagte Karl Lagerfeld. „Aber ich bin selbst schuld! Ich müsste nur unauffälliger auftreten. Obwohl Laetitia Cénac ich mich supernormal finde!“ war hinter den Kulissen vonChanel. Seine staunenden Besucher bereiteten ein Buch in Comic- Form vor, das sich „Hinter den Kulissen von Chanel“ abspielt –soder Titel. Cénac, die die Texte schrieb, arbeitet für das Kultur-Ressort von Madame Figaro, dem Frauenmagazin der französischen Zeitung Le Figaro. Für das Chanel-Projekt recherchierte sie ein Jahr lang und begleitete Lagerfeld bei der Fertigstellung der Kollektion, die seine letzte wurde: Lagerfeld starb am 19. Februar dieses Jahres.Sie habe in den„Mythos“ Chanel eintauchen wollen, so Cénac, die Hintergründe der Arbeit an den Entwürfen kennenlernen. Entstanden ist eine illustrierte Groß-Reportage,ein Bilderbuch über die Mode-Branche sowie eine Hommage an Lagerfeld und das Modehaus,für das er 36 Jahrelang als Kreativdirektor arbeitete. Lagerfeld sei „ein großartiger Modeschöpfer, ein außergewöhnlich kreativer Mensch“ gewesen, würdigt ihn Cénac. Kennengelernt habe sie ihn als „unermüdlich und mit Leichtigkeit arbeitenden Menschen, der vor Humor nur so sprühte“. An diesem Dienstag erscheint das Buch in deutscher Sprache. Eslebt nicht nur von Worten, sondern auch von den Zeichnungen Delhommes, die die Entwürfe und Schauen zeigen, die Begegnungen mit Mitarbeitern, die Recherche in den verschiedenen Ateliers. Von Chanel könne man lernen, dass die luxuriösesten Stoffe von innen kommen, sagte Virginie Viard, Lagerfelds Nachfolgerin als Kreativchefin im Gespräch mit Laetitia Cénac. Sowie die schlichte Eleganz, die den Stil der Coco Chanel auszeichnete,auch eine Haltung ist. Überall in der Stadt Der neue Union-Sponsor Aroundtown ist einer der größten Gewerbe-Immobilienbesitzer in Berlin. Wersteckt hinter dem Konzern? Report Seiten 2und 3 SPD testet die Doppelspitze Mitglieder entscheiden im Herbst. Die Wahl erfolgt auf dem Parteitag. Mindestens eine Frau muss dabei sein VonTobias Peter An der Spitze der SPD soll künftig auch eine Doppelspitze stehen können –es muss aber nicht unbedingt so sein. Das hat der SPD-Vorstand am Montag nach einer mehrstündigen Sitzung beschlossen.„Wir haben uns für die Möglichkeit der Doppelspitzeentschieden“, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, eine von drei kommissarischen Parteivorsitzenden der SPD,imWilly-Brandt-Haus in Berlin. Dreyer fügte aber hinzu:„Wir wissen, dass das kein Allheilmittel gegen schlechte Umfragewerte ist.“ Thorsten Schäfer-Gümbel, ebenfalls kommissarischer Parteichef, sagte: „Erstmals in der deutschen Parteiengeschichte können sich Teams um einen Parteivorsitz bewerben.“ Praktisch heißt das, dass sich zwischen 1. Juli und 1. September Kandidaten für den Parteivorsitz melden können. Daskönnen entweder Zweierteams aus einer Frau und einem Mann sein –oder auch Einzelkandidaten. Wer für die eigene Bewerbung ausreichend Unterstützung in der Partei findet, darf antreten und sich den Mitgliedernauf Regionalkonferenzen vorstellen. Dann sollen die Mitglieder befragt werden, das Ergebnis soll am 26. Oktober feststehen. Wenn weder eines der kandidierenden Teams noch ein Einzelkandidat die Mehrheit der Stimmen haben, soll es eine Stichwahl geben. Der Vorstand will dann das Siegerteam oder den Siegerkandidaten dem Parteitag vorschlagen, der im Dezember in Berlin tagt. Der Parteitag müsste dann – wenn es zu einer Doppelspitzekommen soll –noch die Satzung ändern. Auf dem Parteitag wird esauch um eine Bilanz der bisherigen Arbeit der großen Koalition gehen. Manuela Schwesig, die dritte kommissarische Vorsitzende, sagte, sie wünsche sich, dass den Kandidaten klar sei, dass die SPD in dieser Zeit eine Parteispitze brauche, die ausreichend Zeit für die Aufgabe mitbringe. Entscheiden müsse das aber jeder für sich selbst. Schwesig selbst hatte eine Kandidatur mit Verweis auf ihreVerpflichtungen als Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern ausgeschlossen. Dreyer sagte, amEnde des Auswahlverfahrens solle die Erkenntnis stehen: „Die SPD ist quicklebendig.“ Der Berliner Fraktionschef Raed Saleh begrüßte, dass die Parteibasis „breit beteiligt werden soll. Das ist ein absolut notwendiger Schritt“, sagte er der Berliner Zeitung. Aber die Partei könne sich nicht weiter ausschließlich mit Struktur- und Personaldebatten beschäftigen. „Das erwarten die Wähler vonuns.“ DieSPD befindet sich in einer tiefen Krise. Bei der Europawahl Ende Maiist die Partei auf 15,8 Prozent abgestürzt –ein Minus vonmehr als elf Punkten. Die Sozialdemokraten waren damit erstmals nur die drittstärkste Kraft in einer bundesweiten Wahl. Die Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles ist nach einem monatelangen Machtkampf von ihren Spitzenämtern zurückgetreten. In Umfragen war die SPD zuletzt bis auf elf Prozent gestürzt –und lag damit noch hinter der AfD. Der nordrhein-westfälische Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty hatte sich selbst als Kandidaten ins Spiel gebracht. DieFlensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange ließ ihreBereitschaft zur Kandidatur erkennen. Sie sagte aber auch, sie fände es gut, wenn Juso- Chef Kevin Kühnert kandidieren sollte. Viele in der Partei glauben, dass SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kandidieren könnte –allerdings nur, falls der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil nicht antritt. Auch Familienministerin Franziska Giffey gilt als potenzielle Kandidatin. Die Freie Universität prüft allerdings Plagiatsvorwürfe wegen ihrer Dissertation. (mit mre.) Leitartikel Seite 8 BERLINER ZEITUNG/ISABELLA GALANTY Pilot stirbt bei Absturz von Eurofightern Zusammenstoß bei Luftübung in Mecklenburg Beim Absturz von zwei Eurofightern der Luftwaffe in Mecklenburg-Vorpommern ist einer beiden Piloten ums Leben gekommen. Der zweite überlebte das Unglück am Montag und wurde verletzt in die Uniklinik Rostock gebracht. Zivile Opfer gab es laut Luftwaffe nicht. Die Maschinen stießen bei Luftkampfübungen zusammen und stürzten ab. Es war das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren. „Heute ist der Tagder Trauer und des Schmerzesüber den Verlust unseres Soldaten“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) beim Besuch der Absturzstellen zwischen Malchow und Waren (Müritz), einer beliebten Urlaubsregion. Sie kündigte eine genaue Aufklärung des Unglücks an. Die Piloten konnten nach dem Zusammenstoß noch den Schleudersitz betätigen, wie die Luftwaffe mitteilte. Einen von ihnen entdeckten Rettungskräfte in einer Baumkrone und bargen ihn. Der zweite wurde tot aufgefunden. Die Brände an den Absturzstellen waren am Nachmittag wieder gelöscht. Die Eurofighter seien nicht bewaffnet gewesen, teilte die Luftwaffe mit. Das Unglück wurde den Angaben zufolge vom Piloten eines dritten Kampfjets beobachtet. Dieser habe von zwei Fallschirmen berichtet, die zu Boden gegangen seien. Die Maschinen gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“, das in Laage stationiertist. Trümmerteile der Maschinen landeten über mehrere Kilometer verteilt am Boden. Die Gemeinde Nossentiner Hütte, an deren Ortsrand ein Jetniederging, habe an diesem TagGlück im Unglück gehabt, sagte Bürgermeisterin Birgit Kurth. (dpa) PolitikSeite 5 Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr10-16 Uhr), Fax-499; leser-blz@dumont.de Leser-Service: (030)23 27-77, Fax-76; www.berliner-zeitung.de/leserservice Anzeigen: (030) 23 27-50, Fax: -66 97; berlin.anzeigen@dumont.de Postvertriebsstück A6517 Entgelt bezahlt 4 194050 501603 21026 2. und3. November 2019 10 –17Uhr Cafe Moskau Karl-Marx-Allee 34 10178 Berlin Jetzt Aussteller werden! Diebesten Jahre Doppelmesse Reise &Gesundheit Anmeldung unter: berlin.messen@dumont.de oder (030)2327 6758 BERLIN MESSEN

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