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Berliner Zeitung 31.12.2019

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10 Berliner Zeitung · N ummer 303 · 3 1. Dezember 2019/1. Januar 2020 ························································································································································································································································································· Das war 2019 24.1.2019 Als erstes Bundesland erklärt Berlin den Internationalen Frauentag zum gesetzlichen Feiertag.Die Berliner haben am 8. März frei. Schade nur,dass der Feiertag 2020 ausgerechnet auf einen Sonntag fällt. CHROMORANGE 1.9.2019 Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidkefeiertmit seiner Ehefrau den Sieg bei den Landtagswahlen. Seine SPD bleibt trotz Verlusten stärkste Kraft, vor der AfD.Esreicht aber nicht für eine Weiterführung der rot-roten Koalition. BLZ/PONIZAK ZOOLOGISCHER GARTEN BERLIN Pandas im Glück –sogar doppelt 18.2.2019 Die 15-jährige Rebecca wird von ihren Elternals vermisst gemeldet. Sie hatte im Haus der Schwester im Britzer Maurerweg übernachtet. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Vonder Schülerin fehlt bis heute jede Spur. BLZ/ERIC RICHARD 31.8.2019 Es ist eine süße Überraschung für den Zoo. Und das sogar zweifach. Panda-Dama Meng Meng bringt Zwillinge zur Welt –um 18.45 Uhrund 19.42 Uhr. Derseltene Nachwuchs wiegt gerade einmal 186 und 136 Gramm. Diekleinen Bärchen sind die ersten Pandas,die in Deutschland geboren wurden. Erst eine Woche vor der Geburt hatten Experten des Zoos und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung bei einer Ultraschall-Untersuchung festgestellt, dass Meng Meng schwanger ist. Das ist schon deswegen erstaunlich, weil die schwarz-weißen Bären nur wenige Stunden im Jahr paarungsbereit sind. DieEntwicklung der kleinen Panda-Jungs können die Berliner im Panda-Blog miterleben. Am 100. Tagihres Leben bekommen sie traditionell Namen. DieKnopfaugen heißen Meng Xiang und Meng Yuan. 6.9.2019 Vier Menschen sterben, als ein SUV in der Invalidenstraße mit hoher Geschwindigkeit von der Straße abkommt und auf dem Gehweg mehrere Menschen überfährt. Der Fahrer des SUV hatte offenbar einen Krampfanfall erlitten. BLZ/RICHARD 29.3.2019 Sie schwänzen die Schule für ihre Zukunft. Mehr als 20 000 jungeMenschen, so viel wie nie zuvor,protestieren bei der „Fridays for Future“-Demonstration vordem BrandenburgerTor für mehr Klimaschutz. Mit dabei: Klimaaktivistin Greta Thunberg. ZB/JENS BÜTTNER Hell und dunkel, Jung und Alt, geliebt und verloren Berlin erlebt die größten Klimademonstrationen in der deutschen Geschichte, eine Schülerin verschwindet spurlos und Tesla kommt nach Brandenburg. Zwei Pandas kommen zur Welt und die Hauptstadt nimmt Abschied von beliebten Prominenten 22.10.2019 Weil die Wohnkosten in den vergangenen Jahren starkgestiegen sind, bringt der Senat den bundesweit einmaligen Mietendeckel auf den Weg. Damit sollen die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen für fünf Jahre eingefroren werden. DPA 5.4.2019 Christian Stäblein wird zum neuen Bischof der Evangelischen Kirche Berlin- Brandenburg-schlesische Oberlausitz gewählt. Im November löst er Bischof Markus Dröge ab. Der 52-jährige Stäblein ist verheiratet und Vater von vier Kindern. IMAGO IMAGES 2.4.2019 Der verspielte Star des Tierparks: Berlins vier Monate altes Eisbärenmädchen bekommt zur Taufe einen blauweißen Ball und heißt nun Hertha. Namensgeber ist der Fußball-Bundesligist Hertha BSC, der zum Pate des Eisbärchens ausgewählt wurde. DPA 12.11.2019 Tesla-Chef Elon Musk sorgt bei der Verleihung des Goldenen Lenkrads für eine Sensation. Er kündigt an, dass der Elektroauto-Hersteller seine Europa-Fabrik mit 8000 neuen Jobs im brandenburgischen Grünheide bauen wolle. AFP/BROWN DPA/JÖRG CARSTENSSEN DPA/SÖREN STACHE 21.4.2019 Abschied von einem Berliner Original –Heidi Hetzer,Rallyefahrerin und Unternehmerin, stirbt mit 81 Jahren. Mit ihrem Oldtimer umrundete sie noch im hohen Alter die Welt. Vier Millionen Fans verfolgten ihre Reisen über soziale Medien. DPA Blackout in Köpenick 19.2.2019 In Köpenick gehen die Lichter aus.Bei Bauarbeiten an der Allende-Brücke wurden zwei Kabel durchtrennt. Über 30 000 Haushalte sind für mehr als 30 Stunden ohne Strom. Es ist der längste Blackout in der jüngeren Geschichte Berlins. Entree zu Berlins Schätzen 12.7.2019 Nach acht Jahren Bauzeit wird die vom Architekten David Chipperfield entworfene James-Simon-Galerie eröffnet. Das zentrale Eingangsgebäude der Museumsinsel wird vom Publikum begeistertangenommen. 19.11.2019 Der 59-jährigeMediziner Fritzvon Weizsäcker,Sohn des früherenBundespräsidenten Richard vonWeizsäcker,wirdwährend eines medizinischenVortrags erstochen. Der mutmaßlicheTäter kommt wegeneiner akutenpsychischen Erkrankungindie Psychiatrie. AA/KAMAN

Berliner Zeitung · N ummer 303 · 3 1. Dezember 2019/1. Januar 2020 11 · · ······················································································································································································································································································· Berlin Das Neinsagen übt er noch TOM WLASCHIHA musste zum Fest auf Besuch bei der Familie in Sachsen keine Handys einrichten und WLAN-Probleme lösen. Daserwartet niemand vonihm: „Meine Eltern wissen inzwischen, dass ich da wenig weiß. Ich habe schon Technikspezialisten gespielt, aber das war hartangelernt.“ In Neustadt in Sachsen nennt man ihn auch noch Thomas und nicht Tom, als der er im Abspann von Serien und Filmen steht: „Thomas war ein Sammelbegriff. Wir waren vier in einer Klasse.Während meines Austauschjahres in den USA wurde ich zu Tom.“ Auch wenn die Dialektfärbung im Beruf auf Dauer hinderlich wäre, kann Wlaschiha noch flott sächseln: „Nu glar! Als ich auf der Schauspielschule gelandet war, gehörte es zu den großen Herausforderungen, mir den Dialekt abzutrainieren. Wenn ich damals mal zu Hause war,dachten sie,ich sei völlig durchgedreht, weil ich so gestelzt redete.“ Der Schauspieler, der seinen internationalen Durchbruch mit der Serie„Game of Thrones“ hatte,kann über das abgelaufene Jahr nicht klagen: „2019 war gut zu mir. Das ist ja für Schauspieler nicht selbstverständlich, dass man sich die Jobs aussuchen und auch mal Nein sagen kann.“ Er übt auf diesem Gebiet noch: „Das lerne ich gerade und es gefällt mir. AmAnfang war das anders. Die ersten 20 Berufsjahre möchte ich ungernnoch mal durchmachen.“ Für das Jahr 2020 ist Wlaschiha optimistisch: „Ich habe schon ein paar schöne Jobs.“ Allerdings gehört ernicht zu denen, die ihreKarrieremit Akribie planen: „Ich mache keine großen Pläne. Habe ich noch nie. Ich nehme es so, wie es kommt. Das ist einer der Gründe,warum ich Schauspieler geworden bin: Man wird ständig überrascht. Jeden Tagkann was passieren, was mein nächstes Jahr komplett umwirft.“ Ab dem 3. Januar gibt es im ZDF die Free-TV-Premiere der Serie „Das Boot“, in der Wlaschiha eine der Hauptrollen spielt. Was jeden, der sein besonderes Verhältnis zur offenen See kennt, verwundert. Der 46- Jährige umschreibt es so: „Wasser ist nicht gerade mein Element. Ichhatte mal drei Drehtage auf einem Segelschiff –das waren die schlimmsten Tage meines Lebens.“ Für „Das Boot“ musste Wlaschiha keine wackligen Planken betreten, denn er spielt Hagen Forster, den Chef der Gestapo in La Rochelle.Eine Figur,der er sich mit Spannung gewidmet hat: „Generell finde ich die Rollen besonders reizvoll, die nicht im Verdacht stehen, Sympathieträger zu sein.“ Es gehe eben darum, einem Charakter menschliche Züge zu geben und ihn nicht als eindimensionalen miesen Typen zu zeigen. „Ich spiele jemanden, der in der Ideologie verblendet ist und an das Falsche glaubt. Strahlende Helden sind immer langweilig, auch im richtigen Leben.“ Durch die vielen neuen Streaming-Dienste hat sich Wlaschihas Berufverändert: „ImMoment sind es gute Zeiten für Schauspieler, weil es so viele Jobs gibt wie nie zuvor.“ Er schaut Serien und Filme auf Empfeh- von Andreas Kurtz ak@andreaskurtz.net TomWlaschiha hatte ein tolles Jahr und freut sich auf ein großartiges 2020. Vorgenau 30 Jahren rief Marlene Dietrich auf der Party von Hans-Peter Wodarz an Hatte ein gutes Jahr,und auch das kommende soll schön für ihn werden. Ordentlich im Geschäft ist TomWlaschiha jedenfalls. CHRISTIAN SCHULZ (2) Hat mit der Dietrich den Höhepunkt des Abends erlebt: Hans-Peter Wodarz. lungen: „Und weil ich Kollegen großartig finde und sehen will, was die so tun. Heute wird ständig über irgendwelche gehypten Serien gesprochen, das übt ja auch Gruppenzwang aus, wenn man da mitreden will.“ Lineares Fernsehen kommt ihm kaum noch auf den Bildschirm: „Weil mein Leben nicht dazu passt. Ich schaue aber gern indie Mediatheken.“ Ob ihn die Rolle eines „Tatort“-Kommissars reizt? „Ich würde nichts ausschließen, es kommt auf die Figur und auf das Gesamtpaket an.“ Die „Tatort“-Reihe gehört zu den wenigen Konstanten im Fernsehen, die er sich aus den Mediatheken pickt: „Das ist eine gute Form, ich mag die filmischen Elemente.“ MARLENE DIETRICH & HANS-PETER WODARZ könnten am Silvesterabend ein gemeinsames Jubiläum begehen, wenn die Dietrich nicht 1992 gestorben wäre. Vorgenau 30 Jahren gabes nämlich ein legendäres Telefonat der Filmdiva nach Potsdam-Babelsberg, in dem sie liveimFernsehen vonihremersten großen Film in dem Potsdamer Studio erzählte und sagte: „Ich habe nur die schönsten Erinnerungen. Ich fand das Ufa-Studio in Babelsberg wunderbar …Ich habe heute noch die Nostalgie für Babelsberg und ich hoffe nur, dass sie den Erfolg haben, den sie mit Recht erwarten.“ Wodarz, heute Gastgeber im Restauranttheater Palazzo Berlin, gehörte damals zu den Organisatoren des flott nach dem Mauerfall auf die Beine gestellten Silvesterfestes in den Filmstudios. Er erinnert sich noch mit Gänsehaut daran: „Dieser Anruf war der Höhepunkt des Abends. Aber auch sonst war das Programm nicht schlecht, denn wir hatten Nina Hagen und Jopie Heesters da. Aber auch Chor und Orchester der Roten Armee.“ Von den Russen lernte Wodarz, dass Singen und Musizieren hungrig macht: „Sie dachten, das Büfett sei nur für sie und wir standen plötzlich ohne Essen für die anderen Gäste da …“ Werden Sie Aussteller! Messe Ausbildung &Karriere 14. &15. Februar 2020 Cafe Moskau Karl-Marx-Allee 34 10178 Berlin Kontakt unter: berlin.messen@berlinerverlag.com oder (030) 2327 6736 Jetzt Stand buchen! BERLIN MESSEN

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