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Berliner Zeitung 31.12.2019

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16 * Berliner Zeitung · N ummer 303 · 3 1. Dezember 2019/1. Januar 2020 ························································································································································································································································································· Sport Das Omen der Flugtickets Personalabbau bei Hertha scheint nun Duda zu treffen VonMichael Jahn Jürgen Klinsmann würde sich diebisch freuen. Hertha BSC hat gestern ein namhaftes Aufgebot veröffentlicht –unter anderem mit Gabor Kiraly, Pal Dardai, Dariusz Wosz, Lewan Kobiaschwili und Christian Gimenez. Allein diese fünf Profis kommen zusammen auf 285 Länderspieleinsätze und galten europaweit als glänzende Fußballer.Die Crux ist nur,sie alle haben ihreerfolgreichen Karrieren hinter sich und werden Hertha BSC lediglich beim Traditions-Masters in der Berliner Max- Schmeling-Halle (11./12. Januar) vertreten. Sie hätten ins Anforderungsprofil des Cheftrainers Klinsmann gepasst, seinerzeit. Klinsmann, 55, sagte am Montag erneut, nach welcher Kategorie Profi er fahndet: „Qualitativ muss der Anspruch der Hertha sein, dass wir Spieler im Blick haben, die uns dann auch international positionieren. Das ist eine klare Denkweise im Klub,obwohl wir gerade im Abstiegskampf sind.“ In dieses Profil passen die gehandelten Namen von Granit Xhaka (Arsenal London) oder Julian Draxler (Paris St. Germain). Auf der anderen Seite muss Hertha Platz schaffen im großen Kader. Mit dem Abschied des verdienstvollen Salomon Kalou begann das ganz große Stühlerücken. 25 reisen nach Orlando Mit dem Slowaken Ondrej Duda soll der nächste Leistungsträger verkauft werden, obwohl Hertha erst im Juni 2019 dessen ursprünglich bis 2021 laufenden Vertrag verlängert hatte. Duda soll sehr enttäuscht sein und will weg. Aufdie Frage,obder Mittelfeldspieler im Winter den Verein wechseln werde, sagte Klinsmann: „Das ist gut möglich!“ Wasalso will Jürgen Klinsmann? „DieVorgabe ist die,erstmal kurzfristig aus dem Abstiegskampf rauszukommen und das so schnell wie möglich –ummittel- und langfristig in Europa zu spielen. Das ist eine ganz klareAnsage.“ Hertha will mit maximal 25 Spielern am2.Januar ins Trainingslager nach Orlando/Florida fliegen –inklusive Torhüter. Wer von den bislang 34 Profis,die noch unter Vertrag stehen, kein Flugticket erhält, kann sich ausrechnen, dass Klinsmann nicht mehr mit ihm plant. Welche Auswirkungen die neue Strategie auf dem Transfermarkt für die seit Jahren erfolgreiche Jugend- Akademie der Hertha haben wird, ist ungewiss. In einem Interview am Jahresende auf der Vereins-Homepage sagte Akademie-Chef Benjamin Weber: „Vielleicht macht nach Dennis Smarsch (Torhüter, d.Red.) noch ein weiterer Spieler sein erstes Spiel in der Bundesliga. Da wünsche ich mir einfach, dass sich unserejungen Spieler positiv weiter entwickeln und hoffe, dass sie es Jürgen Klinsmann so schwer wie möglich machen können, sie nicht einzusetzen.“ Das dürfte vorerst ein Wunschtraum bleiben. Obwohl: Klinsmann betont ja auch, dass man den eigenen Nachwuchs im Blick behalte. Ist er Herthas nächster Abgang? Mittelfeldspieler Ondrej Duda. DPA/GORA Der Weltverband Fifa, die europäischen Uefa und Deutsche Fußball-Bund (DFB) betonen häufig, welche Wachstumschancen der Frauenfußball bietet. Fördergeld fließt reichlich, Wettbewerbe entstehen, die Professionalisierung nimmt zu. Trotzdem hat Markus Juchem jetzt mit womensoccer.de eine der bekanntesten Plattformen für den Frauenfußball eingestellt. Ein Gespräch über verschenkte Chancen nach der Heim-WM 2011, immer noch unbekannte Nationalspielerinnen, die fehlende Gesamtstrategie und die Gefahr der sozialen Medien. Herr Juchem, warum haben Sie Ihre Plattform eingestellt? Das Projekt haben Katja Öhlschläger und ich im Februar 2007 gestartet, nach ihrem Ausstieg ist dann Nora Kruse dazugekommen. Hintergrund war, dass Deutschland Ende 2006 den Zuschlag zur Ausrichtung der Frauen-WM 2011 bekommen hatte. Die Idee war, dem Frauenfußball eine Plattform zugeben, die er bis dahin nicht hatte.Wir wollten die Wahrnehmung vergrößern und den Anhängern eine Anlaufstelle schaffen. Dashat schnell gut geklappt. Wie viele Nutzer haben denn bei der Frauen-WM 2011 in Deutschland auf ihreSeite zugegriffen? Wir hatten zu Spitzenzeiten monatliche Nutzerzahlen im hohen sechsstelligen Bereich. In Hochzeiten waren das 40 000, 50 000 Seitenaufrufe an einem Tagwährend der WM 2011. Dieses Niveau haben wir aber nie wieder erreicht. Schon mit Ende dieses Turniers sind die Zugriffszahlen deutlich zurückgegangen. Wir hatten am Ende täglich 1500 User im Schnitt, aber nur ein sehr kleiner harter Kern hat sich intensiv mit allen Facetten des Frauenfußballs auseinandersetzt. Dem Frauenfußball fehlt nach wie vor eine Diskussionskultur. Also wurde Anfang des zurückliegenden Jahrzehnts ein riesiger Luftballon aufgeblasen? Die Zahlen spiegeln wider, dass mit und nach derWM 2011 versäumt wurde, das gewachsene Interesse in den Frauenfußball-Alltag zu übertragen. Dieser verpassten Chance läuft man in Deutschland bis heute hinterher. Esgelingt nur bei großen Turnieren, für ein paar Wochen aus der Nische herauszukriechen. Der Frauenfußball ist bis heute über diesen Eventcharakter nicht herausgekommen. Ihr Angebot hat sich wirtschaftlich nicht getragen. Nun hat Flyeralarm als Partner der Frauen-Bundesliga mit Anlauf erst im November das neue Magazin Elfen herausgeben, um den Frauenfußball voneiner anderen Seite zu beleuchten. Wassagen Sie? Auch Projekte wie Fansoccer, Framba, das FF-Magazin oder auch das Frauenfußball-Magazin in der Schweiz wurden ja eingestellt. Bei fast allen hat letztendlich die mangelnde wirtschaftliche Tragfähigkeit zum Aus geführt. Man muss nüchternkonstatieren, dass sich das Interesse am Frauenfußball nicht mit der Geschwindigkeit entwickelt hat, wie wir das anfangs vermutet und uns auch gewünscht hätten. DerSportist bis heute nicht in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Das hat vielschichtige Gründe. Welche? Ich habe es oft erlebt, dass sich selbst aktive Fußballerinnen wenig bis gar nicht für ihren Sport interessieren. Außerdem musste ich leider feststellen, dass journalistische Arbeit inzwischen immer weniger geschätzt wird – stattdessen werden lieber belanglose Clips geklickt oder Artikel gelesen, die den Empörungsreflex bedienen. Vonaußen betrachtet fehlt es etwa bis heute auch an klar erkennbaren Konzepten, den Bekanntheitsgrad der Spielerinnen zu steigern. Selbst gestandene Nationalspielerinnen sind der breiten Öffentlichkeit unbekannt. Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat ihren Pferdeschwänze-Werbespot zur WM 2019 mit der Feststellung eingeleitet: „Wir spielen für eine Nation, die unsere Namen nicht kennt!“ Dasverwundertmich nicht. Spielerinnen und Vereine machen nur halbherzig Werbung in eigener Sache. Da werden oft vereinseigene Webseiten nur unzureichend und unregelmäßig gepflegt, Interviews werden eher als lästige Pflichtübung ZUR PERSON begriffen. Zudem habe ich häufig das Gefühl, dass wir in Deutschland gerne drei Jahrelang Pround Contra abwägen, statt einfach einmal auszuprobieren, ob etwas funktioniert. Das ist auch der Grund, warum wir in vielen Bereichen bereits vonanderenLändernüberholt wurden. Waskönnte ein Ansatz sein, um neue Wege zu gehen? Frauen sind im Vergleich zu den Männern doch bodenständiger,authentischer und oft auch unterhaltsamer in ihren Aussagen, oder? Ich wünsche mir vor allem eine Professionalisierung der Marketingund Medienarbeit, doch die Bedeutung dieser Bereiche wird inmanchen Vereinen noch gewaltig unterschätzt. Und bei allem Verständnis für komplexe rechtliche Konstellationen ist es für mich unverständlich, dass es immer noch nicht möglich sein soll, alle Spiele der Frauen- Markus Juchem lebt in Freising.Erarbeitete als freiberuflicher Journalist für die TageszeitungenDie Welt, Franfurter Allgemeine Zeitung,Neue Zürcher Zeitung,für den Focus, den Kicker sowie den Weltverband Fifa und den Kontinentalverband Uefa. Er beschäftigtsich seit 2003 intensiv mit Frauenfußball. Der 52-Jährigegründete 2007 die Website womensoccer.de, die nun eingestellt wurde. „Nur halbherzige Werbung“ Der Frauenfußball verliert eine sehr populäre Plattform. Betreiber Markus Juchem über Bundesliga live auszustrahlen. Schweden schafft das seit 2013, England überträgt seit dieser Saison alle Spiele kostenlos im FA Player und bis vor kurzem wurden alle Spiele der US-Profiliga sogar weltweit kostenlos gestreamt. Und wenn die ARD- Sportschau schon kurze Zusammenfassungen zeigt, sollte es doch eine Selbstverständlichkeit sein, dass auch die Ergebnisse und Tabelle eingeblendet werden. verpasste Chancen Dzsenifer Marozsan ist ein prominentes Gesicht der deutschen Frauenelf. Deren Länderspiele finden oft –wie hier im Oktober in Aachen –vor dürftiger Kulisse statt. Aber es wurde doch immerhin ein Ausschuss Frauen-Bundesligen eingerichtet… …aber schauen Sie sich doch die Zusammensetzung einmal an: Da sitzen durchaus kompetente Leute zusammen, aber sie kommen fast alle aus dem inneren Kreis,die meisten aus der Liga. Da können Siekeine großen Impulse erwarten. Ichwürde mir wünschen, dass hier Persönlichkeiten von außen integriert werden. Wie Vertreter von Sponsoren, Medien oder PR-Profis. Der Frauenfußball braucht einen breiteren Blickwinkel und Anregungen von außen, sonst dreht man sich wie bisher weiter nur im Kreis. Fehlen im Frauenfußball auch Persönlichkeiten? Es gibt sie schon, sie müssten aber auch genügend Freiraum erhalten, ihreeigene Meinung frei zu artikulieren. Früher hat so manches Wortgefecht zwischen Potsdams Trainer Bernd Schröder und Frankfurts Manager Siegfried Dietrich elektrisiert und auch Zuschauer ins Stadion gelockt. Spielerinnen wie Inka Grings, Patricia Hanebeck oder Conny Pohlers haben auch mal einen Spruch rausgehauen – heute werden lieber Nettigkeiten ausgetauscht, bloß um politisch korrekt zu sein und niemandem auf die Füße zu treten. Mir fehlt der Mut zur offenen Diskussion und einem fruchtbarenMeinungsaustausch. In dem Zusammenhang fand ich das Interview mit Almuth Schult in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor ein paar Monaten sehr erfrischend. Das war ein zähes Ringen, bis es zur Veröffentlichung kam! Siehaben mit vielen Persönlichkeiten aus dem Frauenfußball gesprochen. Da haben Siedoch auch viele positive Erfahrungen gemacht. Auf jeden Fall. Es gab tolle Interviews und Gespräche mit Abby Wambach, Hope Solo, der in Deutschland vollkommen verkannten Marta, Hanna Ljungberg oder auch Steffi Jones und Martina Voss- Tecklenburg, deren Weg ich schon sehr lange verfolge.Die heutige Bundestrainerin hat ja auch mal ein eigenes Frauenfußball-Magazin herausgegeben. Undich habe schöne Erinnerungen an die WM 2003, als Deutschland in den USA den ersten Titel geholt hat. Derzeit scheinen Titel für die DFB- Auswahl weit weg zu sein.Washalten Sie von punktuellen Highlights wie dem von fast 80 000 Zuschauern besuchten Länderspiel England gegen Deutschland? Das war ein tolles, eindrucksvolles Ereignis, bei dem ich selbst vor Ortwar.Dagab es durchaus viel Anschauungsmaterial, an welchen Stellschrauben man noch drehen kann und muss. Aber diese Events können trotzdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich ein Großteil der Menschen nach wie vor hier nicht für den Frauenfußball interessiert, auch wenn er viel Potenzial in sich trägt. DasGespräch führte Frank Hellmann IMAGO IMAGES NACHRICHTEN Alba empfängt an Silvester das Tabellenschlusslicht BASKETBALL. Am letzten Tagdes Jahres ist Alba Berlin in der Bundesliga noch einmal gefordert. Am Dienstag empfangen die Berliner daheim das Tabellenschlusslicht Syntainics MBC ausWeißenfels (15 Uhr). Einungewöhnlicher Spieltermin. „Für mich eine Premiere“, sagte Spielmacher Martin Hermannsson. „Hoffentlich sind nicht alle schon betrunken“, fügte der Isländer mit einem Lachen hinzu. DieBerliner sind auch gewarnt, weil man erst vor gut zwei Wochen mit der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt im Pokal große Probleme hatte.Erst nach einem Kraftakt gewann man 82:77. Ehemaliger Hertha-Manager Rühl ist mit 80 gestorben FUSSBALL. Derehemalige Bundesliga-Spieler,-Trainer und -Manager Carl-Heinz Rühl ist tot.Wieseine früheren Klubs MSV Duisburgund Karlsruher SC mitteilten, starb der gebürtige Berliner am Montag im Alter von80Jahren. Rühl hatte als Spieler unter anderem für die Meidericher,den 1. FC Köln und Hertha BSC gespielt, im deutschen Oberhaus dabei 204 Spiele bestritten und 65 Tore erzielt. Als Manager formte er den Aufstiegskader vonHertha BSC 1997. Matarazzo wird neuer Trainer beim VfB Stuttgart FUSSBALL. Zweitligist VfB Stuttgart hat den in der breiten Öffentlichkeit nahezu unbekannten Trainer Pellegrino Matarazzoals Nachfolger von TimWalter verpflichtet. Wieder VfB eine Woche nach der Trennung von Walter am Montag mitteilte,erhält der 42-Jährige einen Vertragbis Sommer 2021. In den vergangenen beiden Jahren arbeitete er als Co- Trainer bei 1899 Hoffenheim. ZAHLEN Eishockey DEL Eisbären −Augsburg 3:2 Schwenningen −Straubing n.V. 3:2 DEG−Wolfsburg 5:2 Bremerhaven−Ingolstadt 4:3 Köln −Mannheim n.P. 4:5 München−Krefeld 6:1 Nürnberg −Iserlohn n.V. 4:5 1 München 33 117: 73 77 2 Straubing 33 113: 81 64 3 Mannheim 33 113: 88 63 4 Eisbären 32 104: 91 57 5 Bremerhaven 33 98: 91 55 6 Ingolstadt 33 106: 102 52 7 Köln 32 81: 90 51 8 DEG 32 84: 77 49 9 Wolfsburg 33 97: 97 45 10 Nürnberg 32 91: 104 43 11 Augsburg 32 92: 100 42 12 Krefeld 33 89: 119 29 13 Schwenningen 32 79: 112 29 14 Iserlohn 33 64: 103 28 Skispringen Vierschanzentournee Stand nach dem Auftaktspringen in Oberstdorf: 1. RyoyuKobayashi (Japan) 305,1 Pkt. (138,0 m/134,0 m); 2. KarlGeiger (Oberstdorf) 295,9 (135,0/134,0); 3. Dawid Kubacki (Polen) 294,7 (132,0/133,0); 4. Stefan Kraft (Österreich) 291,2 (131,0/132,0); 5. Piotr Zyla (Polen) 281,5 (132,0/129,0); 6. Philipp Aschenwald (Österreich) 280,3 (132,5/129,5); 7. YukiyaSato (Japan) 280,1 (129,5/132,0); 8. RobertJohansson (Norwegen) 279,8 (134,0/130,5); 9. Domen Prevc (Slowenien) 279,5 (129,5/134,0); 10. Marius Lindvik (Norwegen) 278,5 (139,0/124,5); 11. Markus Eisenbichler (Siegsdorf) 277,8 (134,0/123,5); 12. Pius Paschke(Kiefersfelden) 277,4 (132,5/132,5); 13. Stephan Leyhe (Willingen) 276,6 (124,0/133,0); ... 20. Constantin Schmid (Oberaudorf) 266,2 (127,0/126,0); 27. Luca Roth (Meßstetten) 242,4 (124,0/119,5); 29. Moritz Baer (Gmund am Tegernsee) 229,4 (121,5/118,5); 34. Philipp Raimund (Oberstdorf) 123,5 (124,5/-); 38. Martin Hamann (Aue) 113,9 (118,5/-)

Berliner Zeitung · N ummer 303 · 3 1. Dezember 2019/1. Januar 2020 17 ························································································································································································································································································· Das war 2019 TOPS FLOPS Schwarz-weiß-gold: die Leichtathleten Niklas Kaul und Malaika Mihambo. IMAGO IMAGES Hartmit Bart: Formel-1-Nichtweltmeister Sebastian Vettel. DPA/ISTITENE 15. 12. 2019 Falls nachträglich an dieser Stelle ein Sonderpreis für stilsicheres Auftreten vergeben wird, sei vorab schon mal die schwarz-weiß-goldene Klamottenkombination nominiert, die Zehnkämpfer Niklas Kaul und Weitspringerin Malaika Mihambo im Kurhaus Baden-Baden präsentierten. Das wäre dann eine weitere Auszeichnung der beiden nach ihren Weltmeistertiteln 2019 in der jeweiligen Fachsparte und der daraus resultierenden Ehrung als Sportler des Jahres in Baden-Baden. Mihambo sprang 7,30 Meter. Kaul sammelte 8691 Punkte und einen Bambi. Den Sport-Bambi, nicht das Sport-Bambi. Als solches stellten sich laut Insidernweder Mihambo noch sonstwer zur Verfügung. (cs.) Original und Fälschung IMAGO IMAGES/KOCH, BLUNDSEN 29. 5. 2019, zwei Tage nach dem Aufstieg: Das ist der Beweis! Der FC Liverpool hat am 2. Juni nach dem Gewinn der Champions League geklaut (Foto rechts). Beim 1. FC Union nämlich (Foto links), der durch ein 0:0 und ein 2:2 in der Relegation gegen den VfB Stuttgartaufgestiegen ist. Dasfeierte er mit einer Rundfahrtauf einem roten Bus.Vier Tage vordem FC Liverpool. Köpenick stand Kopf. DerKlub,der niemals vergessen will, wirdsich daran ewig erinnern. Wobei die Gegenwartkaum Zeit für Nostalgie lässt. DerAufsteiger rockt die Liga. MitPlatz elf nach der Hinrunde und einem attraktiven Fußball übertrifft der Neuling die Erwartungen vieler und den Tabellenzwölften Hertha BSC. Zwei Klubs aus einer Stadt in der ersten Spielklasse, okay, das hatte der FC Liverpool mit dem FC Everton den Berlinernvoraus,ausnahmsweise. 1. 12. 2019 Es ist vorbei an jenem Sonntag beim Großen Preis von Abu Dhabi; mit dem Titel in der Formel-1- WM für Sebastian Vettel und sein Ferrari-Team, das ja beinahe gewohnheitsmäßig.Und dann gibt es noch diese Spekulationen um den Arbeitsplatz des Piloten aus Heppenheim. Demnach sollen Weltmeister Lewis Hamilton und sein derzeitiger Teamchef bei Mercedes, Toto Wolff, zu den Ferraristi wechseln. 2021 erst, das ist ja das perfide an den Gerüchten, die folgerichtig während der gesamten kommenden Saison über Vettel schweben werden wie düstere Regenwolken über der HeimstreckeinMonza. Tja: Wer den Schaden hat, braucht für den Flopp nicht zu sorgen. (cs.) Das Freistilfreskovon Südkorea: Schwimmer Florian Wellbrock. DPA/THISSEN 28. 7. 2019 Noch ein imaginärer Sonderpreis, für Kunst an der Brust. Der geht an Schwimmer Florian Wellbrock, der auf diesem Foto bei der WM in Gwangju, Südkorea seinen Finalsieg über 1500 Meter Freistil feiert. Die Schwinge könnte eine Tätowierarbeit von Leonardo da Vinci sein, der Text auf der linken Brust aus einer Sammlung lebensbejahender Aphorismen stammen. „Genieß Dein Leben ständig,dubist länger tot als lebendig.“ Eine saubere Lebensweise soll übrigens existenzverlängernd wirken. (cs.) Im Vorjahr der Fackel An einem Jahr des Übergangs kommen Sportinteressierte nicht vorbei. Ihre Passion ist zeitlos. Sehr zur Freude der Marketingstrategen, die schon 2019 Feuer und Flamme für Olympia 2020 in Tokio waren und eine entsprechende Vorrichtung in Form einer Fackel präsentierten. Und auch ohne Fußball-EM gibt es Flopps zu bestaunen. VonTops ganz zu schweigen. Oder eben nicht –das Sportjahr in Episoden. Da ging’snoch: Tennisspielerin Angelique Kerber auf Hawaii. DPA/SULLIVAN 21. 11. 2019 Angelique Kerber verstärkt sich mit Kindlmann. Nein, nicht Kindl, Mann. Kindlmann, Dieter,Tennistrainer.Der soll dafür sorgen, dass 2020 für die Kielerin nicht zu einem solchen Flopp wird wie 2019. Bei keinem der vier Grand-Slam-Turniere kam die 31-Jährige übersAchtelfinale hinaus. Typischerweise endete die Saison jetzt mit einer Absage: Kerber verzichtete auf das Finale eines Einladungsturniersauf Hawaii. Sie hatte sich verletzt. Beim Aufwärmen. Vielleicht jetzt doch ein Kindl? Zum Abkühlen? (cs.) Eine Olympiafackel ohne Olympia. Sie steigertdie Freude in einem Jahr des Übergangs. IMAGO IMAGES Synchronküsser:Die Tennisprofis Kevin Krawietz und Andreas Mies. IMAGO IMAGES Coole Kappe, knappe Schlappe: der Basketballer Dennis Schröder. IMAGO IMAGES 8. 6. 2019 Das Doppelte Lottchen geht an die Tennisprofis Kevin Krawietz und Andreas Mies. Hier präsentieren sie sich anlässlich ihres Gewinns der French Open im Doppel harmonisch aufeinander abgestimmt. Zwar gibt es Abzüge in der Haltungsnote angesichts der asynchronen Fingerstellung,aber dieses Mankohat das Duo aus Coburg/Köln beim 6:2, 7:6 im Finale gegen die Franzosen Jérémy Chardy und Frabrice Martin mehr als wettgemacht. Erstmals seit 82 Jahren gewann ein deutsches Doppel wieder bei einem Grand Slam. Mit Rücksicht darauf wurde übrigens der ursprünglich erdachte Ehrentitel rasch verworfen: Doppeltes Flottchen. (cs.) IMAGO IMAGES/KÖNIG Mein Freund, der Investor 8.11. 2019 Jetzt geht’s lohos! Jürgen Klinsmann bringt es vomHertha-BSC-Aufsichtsrat zum Hertha-BSC-Cheftrainer. Freund des Hertha-Berlin-Großinvestors Lars Windhorst war der Neu-Hertha-BSC-Multi-Funktionswerker schon vorher. DPA/FRISO GENTSCH Meine Freud’ beim Finale 28.12. 2019 Jetzt ist Schluhuss! Freunde der bayrischen Mundart im Biathlon sind am Wochenende im Stadion Auf Schalke noch einmal auf ihreKosten gekommen. Olympiasiegerin LauraDahlmeier ließ dortihreKarriereausklingen. Eine Riesengaudi. 9. 9. 2019 Es geht hier nicht um Frisuren, das vorab. Es geht auch nicht um Dennis Schröder,nicht ausschließlich jedenfalls. Der Point Guard der deutschen Basketball-Nationalmannschaft hat schließlich nicht im Alleingang das frühe Aus bei der Weltmeisterschaft in China besorgt. Es soll zwar Optimisten unter den Fans geben, die es NBA-Profi Schröder und Kollegen hoch anrechnen, dass sie die Existenz einer Basketball-Auswahl der Dominikanischen Republik einem breiten Publikum bekannt machten. Doch die 68:70-Niederlage Deutschlands gegen diese Auswahl als GAF (Größter Anzunehmender Flopp) bei dieser WM war selbst diesen Fans zu viel. (cs.)

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